Neue 3D-Kamera lässt sich nicht durch Lichtquellen stören

2. Juni 2009, 16:07
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An der TU Wien wurde ein neuartiges System für eine auf Infrarot-Messung basierende 3D-Kamera entwickelt

Wien - Ein neuartiges System für eine auf Infrarot-Messung basierende 3D-Kamera, das sich weder von Sonnenlicht noch von unterschiedlichen Oberflächen und Farben von Materialien beeindrucken lässt, haben Wissenschafter des Instituts für Electrodynamics, Microwave and Circuit Engineering der Technischen Universität (TU) Wien entwickelt. Als mögliche Einsatzbereiche für das System nannte Projektassistent Gerald Zach etwa die Unterhaltungselektronik, Robotik oder auch die Verkehrsbranche.

Nur eine Linse und eine Aufnahme

Im Gegensatz zu Stereokameras, die einen Gegenstand oder einen Raum stets von zwei leicht versetzten Standorten aufnehmen, funktioniert das Infrarot-System mit nur einer Linse und jeweils einer Aufnahme. Es wird gleichzeitig das eigentliche, sichtbare Bild aufgenommen und dazu ein Infrarotstrahl ausgesendet. Anhand der Laufzeit von reflektiertem Infrarot kann dann für jeden Bildpunkt die exakte Entfernung bestimmt werden.

Das Besondere an der Entwicklung der TU Wien ist, dass das System klar zwischen dem ausgesandten Infrarot des Messsystems und anderen Lichtquellen unterscheiden kann. Störungen können so ausgeschaltet werden. "Dafür sorgt die Elektronik, der Infrarotstrahl kann außerdem codiert werden", so Zach. Im einfachsten Fall besteht der Code aus einem Aus/Einschalten des Strahles im Megahertzbereich. Bei Verwendung von mehreren Geräten in der gleichen Umgebung sind aber auch kompliziertere Codes möglich.

Personenerkennung

3D-Systeme werden etwa benötigt, um Computerspiele berührungslos, etwa mit einem Arm oder dem ganzen Körper, zu steuern. Auch in der Personenerkennung oder für Einparkhilfen werden zunehmend dreidimensional sehende Kameras eingesetzt. (APA)

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