"Wet-T-Shirt" und "Mr. Knackarsch"

2. Juni 2009, 16:58
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7.000 junge Leute haben beim Spring Break Europe-Event die kroatischen Orte Umag und Rovinj aufgesucht - für 2010 werden 10.000 Besucher erwartet

Rovinj (APA) - "Den Alltag vergessen, die Sau rauslassen." Genau darum ist es laut dem Geschäftsführer des Jugendreiseveranstalters "Splashline", Didi Tunkel, bei "Spring Break Europe" gegangen. Frei nach amerikanischem Vorbild sind an den vergangenen beiden langen Wochenenden insgesamt 7.000 junge Leute an die Strände der kroatischen Ferienorte Umag und Rovinj gepilgert, um ausgelassen zu feiern sowie "Mr. Knackarsch" und "Miss Wet T-Shirt" zu küren.

Der Ansturm auf das Event war riesig, so Tunkel. Ursprünglich war nur ein Termin an einem Ort vorgesehen. Nachdem dieser binnen drei Tagen ausgebucht war, wurde ein zweiter eingerichtet. Drei Wochen später gab es auch für diesen keine Plätze mehr. Die Folge: Vier Veranstaltungen an zwei Orten und zwei Wochenenden. Für "Spring Break Europe 2010" kündigte Tunkel einen Termin an einer Location mit 10.000 Gästen an.

Die Anreise nach Kroatien erfolgte entweder mit einem der 87 Party-Busse oder mit Privatautos. Abfahrt von Wien war am Südbahnhof. Angerückt waren die Partyfreudigen mit überdimensionale Spritzpistolen, Strohhüten und einigem an Alkohol. Neun Stunden später war der Biervorrat geleert, erste Pärchen gebildet und Rovinj erreicht.

Glückliche, die den Check-In - der sich bis in die Morgenstunden zog - hinter sich gebracht hatten, dachten keineswegs an Schlafen. Die Wahlen zum "Mr. Knackarsch" und "Wet-T-Shirt-Contest" waren schon im Gang. Als es dann auch noch um eine Reise in die Türkei ging, ließen die ersten blanken Brüste nicht lange auf sich warten. Erst kurz vor 6.00 Uhr ging die Musik im Discostadl aus und die letzten Burschen und Mädchen schleppten sich allein oder zu zweit in ihre Bungalows.

Am nächsten Tag wurde bei der "Wiesnparty" der "Mr. Oktoberfest" gewählt. Der Live-Auftritt des Starmania-Gewinners Oliver Wimmer, der mit einer Mischung aus eigenen und gecoverten Songs Stimmung zu machen versuchte, ließ die grölende Meute unbeeindruckt.

Ihren Höhepunkt erreichte die Stimmung am Henry Village Partyboat. Für 30 Euro gab es drei Stunden am offenen Meer. Freibier und DJ "Rudy MC" hielten die Besatzung mehr als nur bei Laune. Das Prinzip von "Spring Break" sei einfach. "Mädels, Burschen, einfach alle wollen Urlaub, Sonne, Party", sagte Tunkel im Gespräch mit der APA.

Nach "Arschbomben Contest", "Nagelwettbewerb", "Gleitgelcatchen" und "Gummipuppenknutschcontest" hieß es am Montag auf ein feuchtfröhliches Wochenende zurückzublicken. Bevor jedoch die Heimreise angetreten werden konnte, mussten beim Check-Out noch die Rechnung für in Einzelteile zerlegte Wäscheständer und zerbrochene Dachziegel beglichen werden. (APA)

Informationen:
Spring Break Europe

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    Alles andere als trocken - Spring Break Europe.

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