Zwanzig Festnahmen nach Anschlag auf Moschee

2. Juni 2009, 15:38
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Sunnitengruppe "Soldaten Gottes" bekannte sich

Teheran - Nach dem Bombenanschlag auf eine Moschee sind im Iran nach Behördenangaben 20 weitere Verdächtige festgenommen worden. Nur zwei Tage nach der Bluttat wurden am Wochenende bereits drei Männer abgeurteilt und sofort hingerichtet. Die Lage in der Stadt Sahedan nahe der pakistanischen Grenze habe sich inzwischen wieder beruhigt, teilten die Justizbehörden am Dienstag mit. Zu dem Anschlag mit 25 Toten bekannte sich eine militante sunnitische Gruppe "Soldaten Gottes", die Verbindungen zu dem Terrornetzwerk Al-Kaida haben soll.

Mehr als 120 Personen wurden bei dem Anschlag verletzt. Iranische Regierungsvertreter warfen den USA vor, die Attentäter angestiftet zu haben. Die US-Regierung wies dies umgehend zurück. Das geistliche Oberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei, bekräftigte die Vorwürfe gegen Washington und schrieb den Anschlag "Mächten" zu, "die sich einmischen". Es gebe keinen Zweifel daran, dass an den Händen dieser Kräfte und deren Spionagedienste das Blut Unschuldiger klebe. Alle Iraner müssten auf "Verschwörungen der Feinde" achten. (APA/AP/Reuters)

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