
Einige hundert Kilometer nordöstlich der Küste Brasiliens hat die brasilianische Luftwaffe Wrackteile im Atlantik gefunden.

Auch die französische Armee beteiligte sich an der Suche nach dem Flugzeug.
vergrößern 496x1411Brasilien - Die brasilianische Luftwaffe und die Marine haben drei Tage nach dem Absturz der Air-France-Maschine im Atlantik noch keine Spur von den 228 Flugzeuginsassen entdeckt. "Es wurden keine Leichen und Überlebenden gefunden. Es gibt aber keinerlei Zweifel, dass die Absturzstelle an diesem Ort ist", sagte Brasiliens Verteidigungsminister Nelson Jobim am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Brasília. Es gilt inzwischen als völlig ausgeschlossen, dass einer der Flugzeuginsassen den Absturz überlebte.
Die Suche nach den Wrackteile beschränke sich auf ein Gebiet mit einem Radius von 230 Kilometern. Die Absturzstelle liegt etwa 1200 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Küste und in der Nähe der Sankt-Peter-und-Pauls-Felsen, einer winzigen, kahlen und unbewohnten Inselgruppe im Atlantik. Die am Dienstag auf fünf Kilometer Länge gesichteten Trümmer seien durch die Meeresströmung bereits weiter getrieben worden, sagte der Minister.
Bei den gefundenen Wrackteilen handelt es sich um Metallgegenstände, Kabel und einen auf dem Wasser treibenden Passagiersitz. Leichen wurden bisher nicht gesichtet.
Letzte automatische Nachricht: Messinstrumente am Cockpit waren vereist
In der Zwischenzeit wurden weitere Details über den Unglücksflug bekannt. Die letzte automatische Nachricht sei gewesen, dass Messinstrumente am Cockpit vereist seien, berichtete die Zeitung "Le Parisien". Das könne dazu geführt haben, dass der Pilot falsche Informationen am Bordcomputer erhalten habe.
Maschine könnte explodiert oder auseinandergebrochen sein
Es werde auch nicht ausgeschlossen, dass die Maschine in der Luft explodiert oder auseinandergebrochen sei. Dafür spreche die Tatsache, dass das Notfallsignal nicht funktioniert habe und die Trümmerteile weit verteilt seien. "Man kann Trümmerstücke auf einer Strecke von mehr als 300 Kilometern beobachten", zitierte die Website des "Figaro" einen Experten aus dem Umfeld der Ermittlungen. Diese Tatsache spreche für eine Explosion der Maschine während des Flugs.
Attentat
Wie der "Figaro"schreibt, könnte die Zerstörung des Flugzeugs aber auch
durch ein außergewöhnlich starkes Wetterphänomen, einen plötzlichen
Druckabfall oder ein Attentat zu erklären sein.
Nach Angaben von
Luftfahrtexperten gab es auch nach dem Anschlag auf die PanAm-Maschine
über dem schottischen Lockerbie 1988 ein mehrere hundert Kilometer
großes Trümmerfeld.
Vor dem Start von Air-France-Flug 447 gab es nach Erkenntnissen französischer Ermittler keinerlei Hinweise auf irgendwelche Probleme. Dies habe eine erste Überprüfung aller Wartungsunterlagen zu der Airbus-Maschine ergeben, sagte der Leiter der Untersuchungsbehörde, Paul-Louis Arslanian.
Wassertemperatur über 20 Grad
Drei Handelsschiffe aus den Niederlanden und aus Frankreich sind unterdessen in der Region, um nach Opfern zu suchen. Das Wasser hat in der Gegend über 20 Grad. Denoch gilt es als ausgeschlossen, dass jemand den Absturz überlebt haben könnte. Brasiliens Verteidigungsminister Nelson Jobim mahnte nicht über Überlebenschancen zu spekulieren. "Die Suchoperation basiert auf Fakten und Resultaten, nicht auf Hypothesen".
Gedenkgottesdienst
Eine Air-France-Sprecherin kündigte die Bekanntgabe der Passagierliste an. An Bord waren 228 Passagiere, darunter eine 27-jährige Tirolerin und das deutsche ThyssenKrupp-Steel-Vorstandsmitglied Erich Heine. Die brasilianische Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. An dem Gedenkgottesdienst am Mittwoch Nachmittag in der Pariser Kathedrale Notre Dame nahm unter anderem Staatspräsident Sarkozy teil. Während der Messe wurde ein Beileidsschreiben von Papst Benedikt XVI. verlesen.
Kleine Insel nahe der Absturzstelle
Die Fundstelle liegt 650 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Insel Fernando de Noronha und in der Nähe der sogenannten Sankt-Peter-und-Pauls-Felsen, einer winzigen, kahlen und unbewohnten Inselgruppe im Atlantik.
Suchtrupp fand auf dem Wasser treibenden Passagiersitz
Nachdem die brasilianische Luftwaffe am Dienstag einen auf dem Wasser treibenden Passagiersitz sowie Metallteile und Öl- und Kerosin-Spuren sichtete verdichteten sich die Hinweise auf die Absturzstelle. Die Wrackteile seien auf eine Länge von fünf Kilometern verstreut. Brasiliens Verteidigungsminister Nelson Jobim bestätigte dann noch am Dienstagabend, dass die rund 1200 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Festlandküste entdeckten Wrackteile zu der Air-France-Maschine gehören. "Die Trümmer sind von dem (Air- France)-Flugzeug. Daran gibt es keine Zweifel."
Schiffe für Bergung unterwegs
Die Such-Schiffe seien unterwegs zum Einsatzort, so Minister Brasiliens Verteidigungsminister Nelson Jobim. Mehrere Marineschiffe haben Kurs auf das Seegebiet rund 500 Kilometer nordöstlich der Insel Fernando de Noronha genommen. Noch in der Nacht auf Mittwoch suchte eine Maschine der brasilianischen Luftwaffe die Wasseroberfläche mit Nachtsichtgeräten ab. Ein erstes Schiff der brasilianischen Marine wird heute Mittwoch im Absturzgebiet erwartet.
Absturzstelle 4000 Meter tief
Die Bergungsarbeiten dürfte sich als äußerst schwierig erweisen. Der Atlantik ist nach Angaben eines brasilianischen Ozeanologen an der Stelle bis zu 4000 Meter tief. Allerdings schwankt die Tiefe, weil der Atlantik in der Nähe der Fundstelle von Meeresgebirgen durchzogen wird. Auch die starke Strömung müsse bei der genauen Ortung des Wracks berücksichtigt werden. Erschwert wird das Vorhaben voraussichtlich auch von schlechtem Wetter, wie es um diese Jahreszeit in der Region üblich ist.
Tauchroboter im Wettlauf gegen die Zeit - Signale der Flugschreiberbox sendet 30 Tage
Frankreichs Regierung entsandte sofort nach der Sichtung der Wrackteile ein Spezialschiff in die Region. Es ist mit Tauchrobotern ausgestattet, die bis zu einer Tiefe von 6000 Metern arbeiten können. Mit ihnen ließen sich 97 Prozent des Meeresbodens untersuchen, teilte Verkehrsminister Jean-Louis Borloo mit. Am Freitag und Samstag sollen auch zwei französische Militärschiffe an der Absturzstelle eintreffen. Die Suche nach dem Airbus ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Blackbox sendet ihre Signale nur bis zu 30 Tage lang. Dann geht die Batterie aus. Schlamm könnte die von der Box gesendeten Signale zudem sehr abschwächen.
So tief ist noch nie eine Blackbox gefunden worden
Sicherheitsexperten zweifeln daran, dass der Flugschreiber, die sogenannte Blackbox, jemals gefunden werden kann. Das Meer in dem Absturzgebiet zwischen Südamerika und Westafrika sei etwa 4.700 Meter tief, erklärten Fachleute des Hydrographischen und Ozeanographischen Dienstes der französischen Marine (SHOM). So tief sei noch nie eine Blackbox gefunden worden. "Theoretisch" könnten die Flugschreiber den Wasserdruck jedoch in bis zu 6.000 Meter Tiefe aushalten und dank der von ihnen ausgesendeten Signale geortet werden, so eine Sprecherin der französischen Ermittlungsbehörde BEA.
Kontakt über Atlantik verloren
Die Maschine war am Sonntag von Rio de Janeiro mit Ziel Paris gestartet. Über dem Atlantik verloren die Flugsicherheitsbehörden dann in der Nacht jeden Kontakt zu der Maschine. Es wird darüber spekuliert, ob ein Blitzschlag oder möglicherweise eine Explosion den Absturz verursachte. Letztlich wird nur die Blackbox des Flugzeuges konkreten Aufschluss geben können. Letztlich wird nur die Blackbox des Flugzeuges konkreten Aufschluss geben können.
Größtes Unglück in der Geschichte der Air France
Der Absturz der A330-200 ist die schwerste Katastrophe in der zivilen Luftfahrt seit 2001. Damals waren beim Absturz einer American-Airlines-Maschine kurz nach dem Start in New York 265 Menschen ums Leben gekommen. Es ist zudem das größte Unglück in der Geschichte von Air France. Beim Absturz eines Überschallflugzeugs vom Typ Concorde vor neun Jahren starben 113 Menschen.(APA/dpa)
Namen auf Bitten der Angehörigen nicht veröffentlicht
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Mutmaßungen über vereiste Messgeräte - Luftfahrt-Ermittlungsbüro warnt vor vorschnellen Schlussfolgerungen
Wrackteile nicht vom Air-France-Airbus - Maschine könnte schon in der Luft zerborsten sein
Dabei fließt der Strom außen durch die Metallhülle - Aber in der Nähe von größeren Öffnungen kann Strom ins Innere gelangen
Zeitablauf nach Informationen von Air France
Air-France-Jet sehr wahrscheinlich von Blitz getroffen und abgestürzt - War auf dem Weg von Rio nach Paris - 228 Passagiere an Bord - Österreicherin darunter
Es gibt nur zwei Möglichkeiten, wenn die Messinstrumente vereist sind!
1. Das Cockpit war freigelegt (keine Fenster!) in 8.000 Metern Höhe, durch eine Explosion oder einen Gegenstand der von draußen das Cockpit zertrümmerte.
2. Das Flugzeug befand sich unter Wasser, in 1000 Metern Tiefe, wo das Wasser derart kalt ist.
Ich glaube hier der Ort des Absturzes..
http://home.arcor.de/superviso... /af447.jpg
hat die Luftraumueberwachung gepennt? Die sehen jede Kursabweichung, jede verlangsamung und fragen sofort beim Piloten nach. Kommt keine Meldung von der Maschine, es gibt uebrigens auch eine automatische Positionsmeldung, wird Alarm gegeben. Der Autopilot kann unter bestimmten Bedingungen abschalten und das Flugzeug hat glaube ich 3 seperate Stromversorgungen. Bestimmte Instrumente koennen nicht ausfallen. Ich tippe auf Anschlag ansonsten kann sich die Maschine nur in der Luft zerlegt haben
Da ich gerade über Spekulationen über Pitotrohrvereisung und daraus folgenden Problemen mit dem Autothrottle gelesen habe, hätte ich mal eine Frage an Piloten oder technisch Versierte:
Neben dem INS bestimmt der FMC doch die Position auch mit GPS. Daraus folgend müsste doch auch der Ground Speed berechnet werden können. Nimmt der Autothrottle jetzt nur den IAS oder auch (sofern es der FMC anzeigt) auch den Groundspeed als Referenz?
Ich bin Laie (fliege nur GA), bitte verzeihen Sie mir jegliche technische Verwechslungen im Vorraus.
(Dies wurde bereits in einem anderen Thread geposted, es scheint mir jedoch dieser Thread mit dem Titel Vereisung der geeignetere zu sein)
... ja, GPS-Distance durch Zeit = Ground Speed.
Aber, wäre ich ein Autothrottle, ich wüsste wenig damit anzufangen, denn eine Groundspeed von 300km/h könnte heissen: Mit 300 Sachen durch 0 Wind, aber auch mit 400km/h durch 100km/h Gegenwind oder, habidere, mit 100km/h durch 200km/h Rückenwind.
Wäre ich ein Autothrottle, ich wünschte mir die KTAS, also die um Luftdichte/Temperatur korrigierte True Airspeed, denn die Groundspeed taugt eigentlich nur zur Information über die Windkomponente und zur betrieblichen Zeitenermittlung, also z.B. wie lange bis zum Waypoint, bis zum Descent, bis zur Landung, wieviel Sprit für welche Strecke etc... Zur Aerodynamik tut sie so gut wie nichts zur Sache.
http://wissen.spiegel.de/wissen/do... ik=technik
mich stoert immer noch das der Flieger in 3 Stunden nur etwa 1400 Kilometer weit gekommen sein soll. Die Nummer mit den vereisten Instrumenten ist erlogen.
... aber eines frage ich mich schon.
Von jedem besch... Punkt dieser Erde aus, kann man inzwischen mit dem Handy telefonieren. Aber für die Luftfahrt gibt es anscheinend noch immer kein satellitengestütztes Navigationssystem.
Denn dadurch müsste es ja ein Einfaches sein, die PilotInnen rechtzeitig auf die potentiell sicherste Route zu lotsen.
Oder gibt´s sowas eh schon?
1) nein, kann man nicht. Evtl. mit Satellitenhandy, aber dazu braucht man eine fixe Basis, kein in Turbulenzen herumhüpfendes und torkeldnes Flugzeug.
2) Das satellitengestützte Navigationssystem gibts seit 1978 ca.; es heißt GPS. Im Gefolge des Korean-Abschußes über Sachalin ist es auch für die Zivilluftfahrt freigegeben (Anfang 1984 ca.).
3) Eine sichere Route ist bei den für diese Weltgegend geschilderten sehr raschen Änderungen der Wetterlage von der Ferne NOCH weniger zu führen als von der Pilotenkanzel aus.
diese Site:
http://aviation-safety.net/database/... 20090601-0
Wenn man im Sommer auf einer Wiese liegt und sich diese Cumulus wolken genauer ansieht, dann kann man mit freien Auge erkännen was sich darin für gewalten auf tun. wo wasserdampf aufsteigt muss luft absteigen. Man sieht mit wellcher geschwindigkeit sich wolken auftürmen.
bis zu 6 KM höhe erreich sie die naturgewalt ist dermassen mächtig das ein jeder flieger, wenn er die möglichkeit kann, sie umfliegt.
ich stelle mir hier die frage, warum man diesem piloten nicht sagte was auf ihn zukommt. Kein Pilot dieser Welt fliegt in eine Gewitterzelle dieser Art. Vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt einen schuldigen zu suchen, aber als vielflieger macht man sich da schon so seine gedanken.
http://hosted.ap.org/dynamic/s... TE=DEFAULT
hatte der Pilot gegen 11.00 Ortszeit eine manuelle Nachricht über eine heftige Gewitterzelle gesendet. Satellitendaten haben gezeigt, dass es darin zur Zeit des Durchfluges der AF447 Aufwinde von bis zu 160 kmh (wäre vielleicht auch eine Möglichkeit größere Hagelkörner auf diese Höhe zu bringen).
Zehn Minuten danach begannen die Nachrichten über massive Probleme der Bordelektronik der Autopilot wurde abgestellt, die Kontrollanzeigen gingen aus, Spoiler und Klappen funktionierten nicht mehr bis um 11.14 die Nachricht über den Druckverlust kam. Zu diesem Zeitpunkt ist die Maschine vermutlich bereits abgestürzt.
Spricht gegen Terror, beruhigt mich dennoch nicht sehr..
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