GM verkauft Hummer an chinesisches Unternehmen

3. Juni 2009, 08:46
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Chinesische Sichuan bestätigt Interesse an Hummer - Übernahme soll im dritten Quartal abgeschlossen werden

Detroit - Ein chinesisches Unternehmen will die Geländewagen-Sparte Hummer von der insolventen Opel-Mutter General Motors übernehmen. Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery bestätigte am Dienstag Medienberichte über Verhandlungen mit GM und erklärte, die Übernahme solle im dritten Quartal abgeschlossen werden. Über finanzielle Details werde derzeit nicht entschieden. Die Zentrale und Aktivitäten von Hummer sollten aber in den USA verbleiben. Falls das Geschäft zustande komme, würden damit mehr als 3000 Arbeitsplätze in den USA gesichert, hieß es.

Nur einen Tag nach ihrem Insolvenzantrag hat General Motors damit mit der geplanten Schrumpfkur begonnen. Der Konzern hatte am Dienstag erklärt, eine vorläufige Einigung zu Hummer mit einem Käufer erreicht zu haben. Den Namen hatte GM aber nicht genannt. Experten zufolge wird der Verkauf möglicherweise nicht mehr als 100 Millionen Dollar (70,2 Mio Euro) in die GM-Kassen spülen. 2008 hatte GM Hummer vergeblich für rund 500 Millionen Dollar angeboten. Unter der Marke Hummer verkauft GM wuchtige Geländewagen mit relativ hohem Spritverbrauch.

Der Verkauf ist Teil der GM-Strategie, schlanker aus der Insolvenz hervorzugehen. So sollen bis Ende 2009 auch die Marken Saab und Saturn veräußert werden und die Marke Pontiac bis Ende 2010 eingestellt werden. GM will sich dann auf Buick, Chevrolet, Cadillac und GMC konzentrieren, die jetzt schon 80 Prozent des Umsatzes ausmachen. Für Saturn soll es 16 Interessenten geben. (APA/Reuters)

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