ARD und ZDF reduzieren Internet-Auftritte um bis zu 80 Prozent

2. Juni 2009, 14:19
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Gemäß neuem deutschen Rundfunkstaatsvertrag - Mehr Videos, weniger Texte

ZDF und ARD schränken wegen der neuen rechtlichen Vorgaben ihre Internetangebote deutlich ein. Das ZDF reduziert wie bereits angekündigt seine Online-Seiten um bis zu 80 Prozent und will künftig stärker auf Videos statt auf Texte setzen, wie der Sender am Dienstag in Mainz berichtete.

Keine konkreten Zahlen

Auch die ARD-Anstalten müssen ihre Internetseiten verschlanken. Künftig seien weniger Inhalte der ARD im Netz zu finden, sagte der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Boudgoust in Stuttgart. Konkrete Zahlen nannte er nicht.

Neuer Rundfunkstaatsvertrag

Anfang Juni ist in Deutschland der neue Rundfunkstaatsvertrag in Kraft getreten. Demnach müssen die Internet-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender "den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft" entsprechen und zum "publizistischen Wettbewerb" beitragen. Abruf-Inhalte dürfen nur noch eine bestimmte Zeit ins Netz gestellt werden, in der Regel sieben Tage.

Mediathek wird reduziert

Beim ZDF werden vor allem die Seiten von zdf.de, sport.zdf.de und heute.de zusammengestrichen. Reduziert werden muss auch die Mediathek, in der Sendungen zum Herunterladen bereitstehen. ZDF-Intendant Markus Schächter kritisierte es aber als schwer verständlich, warum beispielsweise teure Rechte für Sportübertragungen nur 24 Stunden lang im Internet genutzt werden dürften.(APA/dpa)

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    ARD und ZDF müssen Inhalte abbauen. Auch die beliebte Mediathek wird reduziert.

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