Kukacka neuer Kartellvorsitzender des MKV

2. Juni 2009, 11:39
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Vorgänger Schmitt: Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus wird Schwerpunkt

Wien - Der frühere ÖVP-Staatssekretär Helmut Kukacka - der sich 2008 aus dem Nationalrat verabschiedet hat - hat eine neue Aufgabe gefunden: Der 63-Jährige ist neuer Kartellvorsitzender des Mittelschüler-Kartell-Verbandes. Damit führt er den größten Schüler- und Absolventenverband Österreichs mit rund 20.000 Mitgliedern. Diese sind allerdings rein männlich und katholisch: 2008 hat man beschlossen, dass Mädchen und Nichtkatholiken weiterhin nicht beitreten dürfen.

Im MKV sind mehr als 160 katholische farbentragende Studentenverbindungen zusammengeschlossen, Duell und Mensur lehnen sie in ihrem Grundsatzprogramm ab. Zahlreiche ÖVP-Politiker - darunter der verstorbene Bundespräsident Kurt Waldheim oder der NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll - und kirchliche Würdenträger wie Kardinal Christoph Schönborn oder der frühere St. Pöltner Bischof Kurt Krenn waren bzw. sind Mitglieder des MKV.

Kukacka wurde auf der Vollversammlung im Wiener Raiffeisenhaus zum Nachfolger von Helmut Schmitt gewählt. Dieser betonte zum Abschied, dass sich der MVK den Forderungen anschließt, die SPÖ und ÖVP in einer Entschließung zur Causa Graf erhoben haben - nämlich den jungen Menschen verstärkt Toleranz und Respekt zu vermitteln, um sie zu bestärken, jede Art von Extremismus und Antisemitismus zurückzuweisen. Der MKV werde dieses Thema zu einem Schwerpunkt seiner Verbandsarbeit machen. 

Ethikunterricht für vom Religionsunterricht abgemeldete Schüler

Auf seiner Jagestagung hat sich der MKV weiters für die Einführung eines Ethik-Unterrichtes nur für jene Schüler ausgesprochen, die keinen Religionsunterricht besuchen.  "Wir fordern die Einführung des Pflichtfaches Ethik für alle, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben", betonte der neu gewählte MKV-Vorsitzende, der frühere Staatssekretär Helmut Kukacka.

(APA)

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