Moussavi wirbt um Frauenstimmen

2. Juni 2009, 11:19
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Gemäßigter Präsidentschaftskandidat verspricht Abschaffung der "Sittenpolizei"

Teheran - Der gemäßigte iranische Präsidentschaftskandidat Mir-Hossein Moussavi hat sich für eine Stärkung der Rechte von Frauen ausgesprochen. Sollte er die Wahl am 12. Juni gewinnen, werde er das Parlament veranlassen, alle diskriminierenden Gesetze zu korrigieren, sagte Moussavi am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt vor etwa 1500 Frauen in einem Sportstadion in der Hauptstadt Teheran.

Abschaffung der Sittenpolizei

Unter anderem stellte er eine Abschaffung der Sittenpolizei in Aussicht, die über die Einhaltung von Kleidervorschriften wacht. Iranische Frauen dürften ohne Zustimmung ihres Ehemanns weder arbeiten noch einen Pass beantragen. Auch das Erbschafts-, Scheidungs- oder Sorgerecht benachteiligt Frauen.

Moussavi gilt als aussichtsreichster Herausforderer des ultrakonservativen Staatschefs Mahmoud Ahmadinejad. Bei der Wahl treten zudem der frühere Kommandant der Revolutionsgarden Mohsen Rezai und Ex-Parlamentspräsident Mehdi Karroubi an. (APA/AFP)

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