Österreichs Banken bauen Präsenz in Slowenien aus

2. Juni 2009, 10:19
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Fast ein Drittel der Marktanteile sind bereits in in ausländischer Hand

Ljubljana - Die österreichischen Banken haben im Vorjahr in Slowenien ihre Marktanteile leicht gesteigert, geht aus dem Jahresbericht 2008 der slowenischen Zentralbank Banka Slovenije hervor. Insgesamt wuchs der Marktanteil der ausländischen Geldinstitute im Vorjahr von 28,9 (2007) auf 31,2 Prozent. Der slowenische Bankensektor erzielte 2008 einen Vorsteuergewinn von 304 Mio. Euro, ein Einbruch um 40,9 Prozent im Jahresvergleich. Nach Zuwächsen der vergangenen Jahre wurde im Vorjahr erstmals ein Gewinnrückgang ausgewiesen, geht aus dem Jahresbericht 2008 hervor.

Von den österreichischen Banken hat die slowenische Bank-Austria-Tochter UniCredit Slovenija den größten Marktanteil in Slowenien. Sie konnte 2008 auch den größten Zuwachs beim Marktanteil von 5 Prozent (2007) auf 6,1 Prozent erzielen. Ihre Bilanzsumme legte um 35,6 Prozent auf 2,89 Mrd. Euro zu. Damit war sie gemessen an der Bilanzsumme die viertgrößte Bank in Slowenien.

Die Hypo Alpe Adria Bank steigerte ihren Marktanteil um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Ihre Bilanzsumme stieg um 19 Prozent auf 2,27 Mrd. Euro. Die Tochter der Hypo Alpe Adria Gruppe mit Sitz in Klagenfurt lag damit auf den achten Platz der größten slowenischen Banken. Hingegen verzeichnete die zur Raiffeisen International (RI) gehörende Raiffeisen Bank einen Rückgang beim Marktanteil. Dieser sank um 0,2 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Ihre Bilanzsumme stieg nominal um 6,4 Prozent auf 1,33 Mrd. Euro. Die Raiffeisen Bank lag im Vorjahr auf dem elften Rang.

Österreichweites Plus

Auch die übrigen österreichischen Banken in Slowenien konnten ihren Marktanteil leicht ausbauen: Die Banka Sparkasse, die zur Sparkassengruppe gehört, steigerte ihren Marktanteil um 0,4 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent. Der Marktanteil der zur Volksbank International gehörenden Volksbank stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent. Die slowenische Niederlassung der BKS Bank erhöhte ihren Marktanteil um 0,4 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent. Auch die BAWAG konnte einen geringen Zuwachs um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent verzeichnen.

Der Marktanteil der Niederlassung der Kärntner Genossenschaftsbank Zveza Banka blieb mit 0,1 Prozent unverändert.

Hingegen sind die Marktanteile der drei größten slowenischen Banken geschrumpft: Der Marktführer in Slowenien, die Nova Ljubljanska banka (NLB), verbuchte ein Rückgang um 0,7 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent. Der Marktanteil der zweitgrößten Bank, der Nova Kreditna banka Maribor (NKBM), sank um 0,4 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent. Die drittgrößte Bank Sloweniens, Abanka Vipa hatte einen Marktanteil von 8 Prozent, um 0,1 Prozentpunkte weniger als 2007.

Die gesamte Bilanzsumme der 24 in Slowenien tätigen heimischen und ausländischen Banken ist nominell um 12 Prozent auf 47,5 Mrd. Euro gestiegen. Die ausländischen Banken sind nach starkem Wachstum in den Jahren 2005 und 2006 im Vorjahr zum zweiten Jahr in Folge um 22 Prozent gewachsen. Die heimischen Banken, die 2007 noch ein 26-Prozent-Wachstum verbucht hatten, konnten 2008 nur noch um 8 Prozent zulegen. (APA)

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