Schienengüterverkehr legt zu

2. Juni 2009, 10:01
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Das Transportaufkommen von, nach und innerhalb Österreich steigt im vergangenen Jahr um über fünf Prozent, seit Beginn 2009 geht es aber bergab

Wien - In- und ausländische Eisenbahnverkehrsunternehmen haben 2008 von, nach, innerhalb und durch Österreich insgesamt 121,6 Mio. Tonnen an Gütern befördert. Damit liegt das Transportaufkommen um 6,0 Mio. Tonnen oder 5,2 Prozent über dem des Vorjahres. Im vierten Quartal kam es jedoch zu einem Rückgang von 1,4 Prozent, teilte die Statistik Austria am Dienstagvormittag mit. Zu Jahresbeginn 2009 ging es aber kontinuierlich bergab - die Wirtschaftskrise schlug voll durch.

Etwas weniger als ein Drittel der Beförderungsmenge entfiel auf den Binnenverkehr und mehr als zwei Drittel entfielen auf den grenzüberschreitenden Verkehr. Die Transportleistung im Inland, das Produkt aus Transportaufkommen in Tonnen und der Beförderungsstrecke, erhöhte sich um 2,5 Prozent auf insgesamt 21,9 Mrd. Tonnenkilometer, wobei der Großteil der erbrachten Transportleistung mit 16,0 Mrd. Tonnenkilometer (73,0 Prozent) auf den grenzüberschreitenden Verkehr und die restlichen 5,9 Mrd. Tonnenkilometer auf den Inlandverkehr entfielen.

Deutschland wichtigster Partner

Mit 20,6 Mrd. Tonnenkilometern wurden im vergangenen Jahr 94,3 Prozent der Transportleistung von österreichischen Eisenbahnverkehrsunternehmen erbracht. Im ersten Quartal wurden 26,0 Mio. t (+0,6 Prozent), im zweiten 28,8 Mio. t (+5,6 Prozent) und im dritten Quartal 28,3 Mio. t (+6,4 Prozent) befördert. Lediglich das vierte Quartal war mit 28,1 Mio. t von einem geringfügigen Rückgang (-1,4 Prozent) betroffen.

Die bedeutendsten Partnerländer im grenzüberschreitenden Güterempfang und -versand der österreichischen Unternehmen waren die Nachbarländer Deutschland (17,0 Mio. t), Ungarn (8,4 Mio. t), Italien (6,8 Mio. t) und Slowenien (6,0 Mio. t) mit Anteilen von 30,9 Prozent, 15,2 Prozent, 12,4 Prozent und 10,9 Prozent am Transportaufkommen, womit im Jahr 2008 mehr als zwei Drittel (38,1 Mio. t) des gesamten Transportaufkommens (54,9 Mio. t) auf die genannten Ein- bzw. Ausladeländer entfielen. (APA)

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    Seit Jahresbeginn schlägt die Wirtschaftskrise auch im Güterverkehr voll durch.

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