Irreparable Hautschäden bei unsachgemäßer Entfernung

2. Juni 2009, 09:13
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15 Prozent aller Tätowierten lassen sich ihr Tattoo wieder entfernen - Nanosekunden-Laser verhindert Narbenbildungen

Linz/Wien - So einfach eine Tätowierung unter die Haut gebracht wird, so schwer lässt sie sich entfernen. "Falsche Handhabung", unsachgemäße Durchführung, falsche Geräteausstattung und Erfahrung können wahrlich ins Auge gehen und nur schwer- oder gar irreparable Hautschäden verursachen", warnt der Präsident der Austrian Academy of Cosmetic Surgery (AACS), Matthias Sandhofer. Er rät Frauen und Männern, die sich ein Tattoo entfernen lassen möchten unbedingt zur Vorsicht. "Nur bei sach- und fachkundigen Ärztinnen und Ärzten mit entsprechender Routine ist der Patient auf der sicheren Seite", erklärt Sandhofer. Es wird derzeit geschätzt, dass rund 15 % der Tätowierten diese sich im Laufe der Jahre wieder entfernen lassen.

Narbenbildung durch Verbrennung

Nach dem heutigen Stand der Technik sollten nur mehr Geräte mit Nano-Sekunden-Einwirkung verwendet werden, so Sandhofer. Geräte mit längerer Einwirkdauer oder gar Blitzgeräte führen zu unerwünschten thermischen Schäden wie Pigmentverschiebungen und Narbenbildungen. Auch können dadurch Pigmentpartikel quasi einzementiert werden, sodass sie einer weiteren Therapie nicht mehr zugängig sind. Sandhofer berichtet aus der eigenen Praxis, dass die meisten seinen einschlägigen Patienten mit Tattoos unsachgemäß vorbehandelt waren - unter anderem von Laien mit Blitzgeräten. Dies erfordert im Hinblick auf die hochenergetischen Blitzlampen eine Änderung der geltenden gesetzlichen Vorschriften, die derzeit nur für die Laseranwendung Geltung haben und gilt im übrigen auch für die Langzeitenthaarung mittels Laser und Blitzlampen.

Der Erfolg der Lasertherapie hängt im Wesentlichen vom Gerätetyp des Lasers und der Erfahrung des behandelnden Arztes ab. Es sollten von den Patienten nur Laserzentren mit entsprechender Ausstattung aufgesucht werden. (red)

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