Protokoll braucht Erneuerung

1. Juni 2009, 18:52
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Interantionale Regelungen zum Treibhausgasausstoß

Das 1997 abgeschlossene Kioto-Protokoll regelt den Treibhausgasausstoß zwischen den Jahren 2008 und 2012. In dieser Zeit müssen die Industrieländer ihren Ausstoß um insgesamt 5,2 Prozent zurückfahren, und zwar bezogen auf die Emissionen im Jahr 1990.

Die USA, die den Vertrag unter Präsident Clinton maßgeblich angestoßen hatten, ihn unter Präsident Bush dann jedoch nicht mehr ratifizierten, müssten demnach um sieben Prozent weniger emittieren; Russland darf gleich bleiben.

Die EU soll insgesamt um acht Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen; wobei in einer internen Lastenverteilung die einzelnen EU-Mitglieder unterschiedliche Ziele aufgebrummt bekamen: Österreich soll 13 Prozent weniger emittieren; Deutschland und Dänemark 21 Prozent weniger. Österreich gehört zu den Ländern, die die Ziele bisher nicht einmal ansatzweise erreicht haben - im Gegensatz etwa zu Belgien, Deutschland und Großbritannien.

Insgesamt ist die EU auf gutem Weg, die Kioto-Ziele zu erreichen. Laut Europäischer Umweltagentur lagen die Emissionen der EU-27 im Jahr 2007 fast zehn Prozent unter dem Niveau von 1990, was einem Rückgang von 1,2 Prozent oder 59 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten gegenüber 2006 entspricht.

Unter CO2-Äquivalent wird der Korb verstanden, bei dem die einzelnen Klimagase nach ihrer Treibhaus-Wirksamkeit gewichtet sind. Neben Kohlendioxid sind die wichtigsten Methan, Lachgas und FCKW. (ruz/DER STANDARD, Printausgabe, 2. 6. 2009)

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