In China gefundene Tonscherben haben 18.000 Jahre auf dem Buckel

1. Juni 2009, 23:00
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Fund vor einiger Zeit in einer Höhle in der Provinz Hunan gemacht - Datierung zeigt jetzt erst seine wahre Bedeutung

Washington - Die ältesten bekannten Tonscherben der Welt sind rund 18.000 Jahre alt und stammen aus einer Höhle in der chinesischen Provinz Hunan. Das berichtet eine internationale Forschergruppe in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS", online vorab). Die Scherben selbst sind bereits seit einiger Zeit beschrieben, die Forscher um Xiaohong Wu von der Universität Peking bestimmten jetzt aber deren Alter genauer als zuvor.

Dazu analysierten sie nicht allein die Fundstücke, sondern auch das umgebende Erdreich sowie darin enthaltene Knochen- und Kohlereste aus dem Bodengrund der Yuchanyan-Höhle. Dort hat sich im Lauf der Jahrtausende Schicht um Schicht abgelagert, so dass ein in die Tiefe reichendes Archiv entstanden ist. Laut der Altersbestimmung nach der sogenannten C14-Methode (Radiocarbon-Verfahren) sind die Scherben zwischen 17.500 und 18.300 Jahre alt. Dies stütze die These, dass die Töpferei ihren Ausgang im südlichen China hatte, heißt es in dem Journal.  (APA/dpa)

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