Sportreporter bei Anschlag getötet

1. Juni 2009, 17:06
4 Postings

Vier Tote bei Anschlag auf Markt in Bagdad

Mossul - Bei einem Anschlag in der nordirakischen Stadt Mossul ist am Sonntag der renommierte irakische Sportjournalist Alaa Abdul Wahab getötet worden, ein weiterer Sportmoderator wurde verletzt. Nach Angaben der Polizei explodierte ein am Wagen des Opfers befestigter Sprengsatz. Wahab arbeitete für den Sender Al Bagdadiya sowie für mehrere Zeitungen. Sein Kollege Sultan Jouris moderiert die Sportnachrichten für einen Konkurrenzsender.

Bei einem ähnlichen Anschlag in Bagdad wurden am selben Tag zwei Mitglieder eines Fernsehteams verletzt, das eine Reportage über den Stadtteil Asamiyah drehte. Nach Angaben des Innenministeriums handelte es sich dabei um einen Kameramann und einen Fernsehtechniker. Einer von ihnen sei "ernsthaft" verletzt, berichtete der Sender Irakiya, für den das Team arbeitete.

Vier Tote in Bagdad

Bei einem Bombenanschlag auf einen Markt sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad vier Menschen ums Leben gekommen. 13 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei am Montag weiter mit. Es ist bereits der zweite Anschlag auf den Markt im Bezirk Dura innerhalb von zwei Wochen. Am 21. Mai hatte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Damals starben insgesamt 15 Menschen, darunter drei US-Soldaten.

Die Anschläge ließen Sorgen aufkommen, dass das Land nach einer Zeit relativer Ruhe wieder in Gewalt versinken könnte. Im April waren bei Bombenanschlägen so viele Zivilisten getötet worden wie sein November nicht mehr. Zurzeit bereitet sich das irakische Militär darauf vor, von den USA mehr Aufgaben für die Sicherheit des Landes zu übernehmen. Die US-Truppen sollen bis Ende 2011 vollständig aus dem Irak abgezogen werden.

Insgesamt war der Mai der unblutigste Monat seit dem US-geführten Einmarsch im Irak vor mehr als sechs Jahren. Laut der Statistiken von Innen-, Verteidigungs- und Gesundheitsministerium kamen im Mai insgesamt 156 Iraker bei Anschlägen und Angriffen ums Leben - 125 Zivilisten, sechs Soldaten und 25 Polizisten. Im April waren 355 Menschen getötet worden. (APA)

Share if you care.