Türkei nicht, Israel schon gar nicht, Russland aber schon. Nämlich EU-Mitglied. Meint Strache in einem Interview mit Format, nachdem er die Idee schon ein paar Mal unter die Leute geworfen hatte: "Es wäre eine gute Entwicklung, wenn wir jetzt die Partnerschaft mit Russland vertiefen. Man muss endlich akzeptieren, dass Russland historisch, kulturell und teilweise auch geografisch Teil Europas war und dem Land viel freundschaftlicher begegnen."
Im aufwändigen Strache-Comic, das zur Empörung nicht weniger Leute an Jungwähler verschickt wurde, ist davon nicht die Rede. Aber man darf spekulieren, was am heutigen Russland Strache so gefällt: dass rechtsextreme "Hooligans" von der Staatsmacht ungehindert Jagd auf nichtrussische Nationalitäten machen können?
Dass die Stalin'schen Massenverbrechen vom Regime Putin zwar nicht geleugnet, aber relativiert werden ("Russland darf sich keine Schuldgefühle einreden lassen" ) und jetzt "verfälschende" Kritik an der stalinistischen Zeit bekämpft werden soll? Dass kritische Journalisten regelmäßig abgeknallt werden? Und dass dann die Straflager in Sibirien auch in der EU wären? (Hans Rauscher, DER STANDARD-Printausgabe, 29.5.2009)
Einige wichtige Leute in ÖVP und SPÖ wollen sich die FPÖ warmhalten
Marleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines, im Video-Interview über Hundeführschein und Hundebesitzer
Die Semesterferien geben wieder Gelegenheit für viele nette Erlebnisse
Die FPÖ flirtet mit Neofaschisten und Bürgerkriegsgarden in Ungarn
Hat noch jemand den Überblick über die kriminellen Unschuldsvermutungsfälle in Österreich?
Wenn konservative Parteien mit unmittelbar zu lösenden Problemen überfordert sind, dann greifen sie gerne zu sogenannten Kulturelle-Werte-Themen
Wichtige europäische Politiker waren echt fassungslos über die Aufwertung eines NS-Verharmlosers und -Bewunderers wie Jörg Haider durch eine christdemokratische Partei wie die ÖVP
Voodoo ist an Haiti-Katastrophe schuld: Die Spezial-Theologie des Pfarrers Wagner
naja, damit hat er einen zweiten "pro"-Wahlkampfslogan (als ersten "pro" werte ich die "Unterstützung der Serben").
Sonst haben die effen ja immer nur "contra"-Slogans. greift eigentlich zu kurz, diese Erklärung, aber bei einer Partei, die ihre Wähler per Comic-Strip bewahlwirbt...
...ernst zu nehmen. Ein Blick auf Umfragen und Beliebtheitswerte speziell bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bietet ein beklemmendes Bild. Die Meldung mit Rußland ist hingegen nicht ernst zu nehmen: ein Populist wie er muß sich im Gespräch halten und da würde er auch Australien als EU Mitglied propagieren
- putin die opposition daran gehindert hat wahlkampf zu machen
- putin seinen potenziell gefährlichsten politischen widersacher nach sibirien verfrachten ließ
- in russland die pressefreiheit de facto nicht mehr existiert und kritische journalisten ermordet werden
und das sind nur 3 fragen
Als nächstes schlägt er dann wahrscheinlich vor, den Irak und Libyen in die EU aufzunehmen - mit denen konnte schon der Jörg gut, der (von Strache unlängst entdeckte) Gott habe ihn selig... und danach den Iran vermutlich, RA Schaller wird dann neuer Botschafter dort.
... und außerdem wären das für die FPÖ wahrscheinlich wertvolle Verbündete im Kampf gegen das Weltjudentum, das der FPÖ ja nach Ansicht von FPÖ-Spitzenpolitikern ständig linksradikale Anarchistenmobs an den Hals hetzen würde ...
Ich bin keine Osteuropa/ Russlandexpertin und schon gar keine Strache - Freundin, aber darüber nachdenken könnte man schon.
Da ich stark annehme, dass Russland die Beitrittsbedingungen so bald aber nicht erfüllen wird und fraglich ist ob es das auch will, wird es in den nächsten zwei Jahrzehnten wohl nicht zu einer Mitgliedschaft kommen.
Russland will nicht, Russland sieht sich selbst als großer Player, in einer Liga mit der EU, USA, China.
Auch für die EU wäre Russland ein Problem, weil es die mit großem Abstand mächtigste Nation in der EU wäre. Dazu kommt, dass Russland praktisch keine Erfahrung mit Demokratie, Meinungsfreiheit, etc. hat. Ein EU-Beitritt von Russland ist deswegen auf Jahrzehnte hinaus komplett unrealistisch.
Erweiterungsmäßig sollten wir uns meiner Meinung nach vorallem um den Balkan kümmern, und um Island.
... ganz auf kurs!!!
http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lo... 12707.html
Zwei Drahtzieher des internationalen Rechtsextremismus vereint:
http://www.davidduke.com/images/du... %20035.jpg
Strache ist nicht ernst zu nehmen. Eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den östlichen Nachbarländern der EU ist jedoch höchst notwendig.
Ein mittelfristiger Beitritt der Ukraine mit langfristiger Ausnahme des Zugangs zum Arbeitsmarkt und erheblichen Restriktionen der Niederlassungsfreiheit, ist wünschenswert.
Eine Enge Zusammenarbeit mit Russland, etwa in Form einer privilegierten Partnerschaft, she ich ebenfalls positiv.
Man sollte nicht mit dem Totschlagargument "Strache" ernsthafte EU-Themen ins Lächerliche ziehen.
vielleicht sollte man zuerst mal das addieren lernen, bevor man sich an differentialgleichungen wagt.
stichwort: innere integration(verfassung), stärkung der bürgernähe,dazu gehören sicher neue instrumente die die derzeitige verfassung noch gar nicht bietet. aufnahme und "verdauung" der staaten des balkans, ev. der efta-staaten, dann würde ich mal sagen die eu ist komplett. das wird wahrscheinlich bis in die 1 hälfte der 2020 jahre dauern.
dann und nur dann, wenn die bürger noch lust haben (die mitbestimmungsinstrumentarien sollte es dann ja schon geben) hier wie dort, kann man noch reden ob die ukraine oder tr beitreten können ohne das sich die eu überhebt.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.