Firmenpensionen und Gesundheit immer wichtiger

27. Mai 2009, 16:25
  • Neben Firmenhandys und Dienstwagen sind auch Firmenpensionen und Gesundheitsmaßnahmen Motivationsspritzen für Mitarbeiter
    foto: apa/georg hochmuth

    Neben Firmenhandys und Dienstwagen sind auch Firmenpensionen und Gesundheitsmaßnahmen Motivationsspritzen für Mitarbeiter

Studie: Auch anderer Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung werden wichtiger - Fringe Benefits bleiben wichtiger Faktor in der Mitarbeitermotivation

Wien - Firmenpensionen und Gesundheitsthemen gewinnen neben der monetären Vergütung unter den freiwilligen Leistungen und Sachzuwendungen der Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter - den sogenannten "Fringe Benefits" - immer mehr an Bedeutung. Aber auch andere Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, wie zum Beispiel Feiern zu Jubiläen oder eine verbesserte Work-Life-Balance, werden bei den großen österreichischen Unternehmen wichtiger, so das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Beratungsunternehmen Hewitt Associates und PriceWaterhouseCoopers (PwC).

Rund die Hälfte der 44 befragten Top-100-Unternehmen geht davon aus, dass Nebenleistungen im Kontext der Gesamtvergütung an Gewicht gewinnen werden. "Fringe Benefits sind und bleiben ein wichtiger Faktor in der Mitarbeitermotivation", sagt Friedrich Rödler, Country Senior Partner bei PwC Österreich.

Nicht nur Dienstwagen und Firmenhandys

Für sämtliche befragten Top-Unternehmen, darunter alle wichtigen Banken und Versicherungen, sind Dienstwagen und Firmenhandys zumindest für bestimmte Mitarbeitergruppen selbstverständlich. Gesundheitsvorsorge wird in 97 Prozent der Unternehmen geleistet, Essens-Bonus oder Kantinenzuschuss gewähren 93 Prozent, und Ausbildungszuschüsse gibt es bei 91 Prozent der Studienteilnehmer.

Die Vergabe von Mitarbeiterdarlehen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 50 auf 70 Prozent gestiegen. Weniger verbreitet sind Fahrtkostenzuschüsse (55 Prozent) und Zulagen zu Kinderbetreuung oder ein Betriebskindergarten (43 Prozent). Fast die Hälfte der befragten Unternehmen positionieren ihre Fringe-Benefits inzwischen auch am Markt.

Unwissende Mitarbeiter

Lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass ihre Mitarbeiter den Umfang und Wert der freiwilligen Nebenleistungen völlig verstehen, 39 Prozent gehen davon aus, dass die Fringe Benefits zumindest teilweise bekannt sind. Dementsprechend erkennen mittlerweile fast 40 Prozent der Unternehmen die hohe Wichtigkeit der Kommunikation der Nebenleistungspakete, so die Studienautoren.

Während sich im Vorjahr der Mix aus monetärer Vergütung und freiwilligen Nebenleistungen für die Mitarbeiter nur bei einem Drittel der befragten Unternehmen am Markt orientiert hat, so sind es in diesem Jahr bereits 45 Prozent. Hingegen ist eine Entlohnung durch hohe monetäre Vergütung und geringe Nebenleistungen rückläufig. 2008 verfolgten noch 53 Prozent der Unternehmen diese Vergütungsstrategie, während dies 2009 nur noch 39 Prozent angaben.

Trotz steigender Bedeutung von Fringe Benefits messen ihnen die Unternehmen nur eine mittlere strategische Wichtigkeit zu. Lediglich 15 Prozent der Unternehmen bewerten die strategische Wichtigkeit von freiwilligen Leistungen als hoch, 62 Prozent messen ihnen eine mittlere Bedeutung bei und ein Viertel gar nur eine niedrige. (APA)

Share if you care
6 Postings

Was soll das ganze? Bei uns herrscht die Einstellung: Wem's nicht gefällt, der kann gehen! An der nächsten Strassenecke wartet jemand der den Platz einnehmen kann...

Es warten aber auch andere Stellen. Auch die Arbeitnehmer können sich umschauen und kündigen.

...

..für mich ist Fairness & Menschlichkeit , Miteinander anstatt zu Trennen, Motivation genug, nur leider bei uns in der Firma sind diese Punkte viel zuwenig vorhanden.

Firmenpensionen sind in den Ruch der Ungewissheit gekommen.

Motivation

Wie wärs mit der Motivation überhaupt einen Job zu haben....

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.