Moblin will mit neuem Interface die Netbooks erobern

1. Juni 2009, 12:09
65 Postings
Bild 1 von 16
grafik: moblin

Mit der Veröffentlichung des Asus EeePC ist im Herbst 2007 unverhofft eine gänzlich neue Produktkategorie über die Computerhersteller hereingebrochen: Das "Netbook" entwickelte sich zu einem ebenso rasanten wie überraschenden Erfolg. Die "Schmalspur"-Laptops punkten bei den KundInnen vor allem durch ihren günstigen Preis, aber auch die hohe Mobilität, die sich aus den geringen Abmaßen ergibt, wird immer wieder als Kaufargument genannt.

Herausforderung

Von dem Netbook-Boom wurde allerdings nicht nur so mancher Hardwarehersteller kalt erwischt, auch die Softwareproduzenten sahen sich plötzlich mit einem neuen Set an Herausforderungen konfrontiert. Schließlich sind  bei Netbooks im Vergleich zu aktuellen Laptops die Ressourcen typischerweise recht beschränkt, sei es bei der CPU-Leistung, dem verfügbaren RAM oder auch dem Speicherplatz. Dass etwa ein herkömmliches Windows Vista nicht so ohne weiteres auf einem Netbook - vernünftig - lauffähig ist, musste schließlich auch Microsoft selbst einsehen - und verpasste als Konsequenz Windows XP einen zweiten Frühling.

Boom

Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass es vornehmlich die Konkurrenz am Betriebssystemmarkt war, die vom Netbook-Boom profitierte, vor allem Linux erfreute sich - zumindest anfänglich - in diesem Bereich einer stark überdurchschnittlichen Popularität. Vor allem die deutlich bessere Skalierbarkeit, aber auch die - für Gerätehersteller durchaus relevante - einfach Anpassbarkeit des Codes erwiesen sich hier als entscheidende Vorteile der Open Source-Lösung. Mittlerweile hat Microsoft die eigenen Defizite erkannt und für Windows 7 eine Reihe von Optimierungen vorgenommen, die die eigene Software besser für Netbooks rüsten soll.

weiter ›
Share if you care.