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Eine Abteilung kann sehr vieles sein. Einige Bedeutungen, die ihr Dudens Universalwörterbuch zuschreibt: "1) a) das Abteilen; b) abgeteilte Stelle, abgeteilter Raum. 2) a) (Milit.) geschlossene Gruppe von Soldaten; b) (Milit.) dem Bataillon entsprechender Verband bei bestimmten Einheiten (bis 1945); c) relativ selbständiger Teil einer größeren Organisationseinheit (Unternehmen, Warenhaus, Krankenhaus u.a.) sowie d) (Geol.) nächstfolgende Untergliederung einer Formation." Was der Duden nicht erwähnt, ist eine fallweise zu vernehmende, uneigentliche, metaphorische Verwendung der Abteilung, etwa in Aussagen wie: "Der ist eher aus der merkwürdigen Abteilung", für ein Individuum, das sich sonderbar benimmt. Häufig kommt die Abteilung auch ins Spiel, wenn es darum geht, die sexuellen Präferenzen einer Person zu charakterisieren: Jemand, der sich gerne sadomasochistisch betätigt, ist "aus der strengen Abteilung"; Menschen, die der gleichgeschlechtlichen Liebe zugetan sind, kommen aus der "warmen Abteilung" usf.
Womöglich haben ja auch die p.t. Lesern schon einmal von Abteilungen dieses Zuschnitts Kenntnis erlangt. Für diesen Fall würde ich sie bitten, ihr Wissen nicht nutzlos in ihrer Privatabteilung vergammeln zu lassen, sondern es großzügig der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.
Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
Wenn die Araber aufmucken
Ein Drink zu guter Letzt
Würzige Worte über Weine
Handfeste Hinweise
Nüchterne Zusammenarbeit
Mit dem Kopf gegen die Wand
Wenn Mimen in die Jahre kommen
Preise als Parodien
Himmlische Wortbildungen
Verzicht, einmal anders
Unaussprechlich von A bis Z
Reflexiver und sonstiger Alkoholgenuss
Schamhafte Schreibungen (Fortsetzung)
Landsmannschaftlicher Sprachstolz
Zorn im Sesambrötchen
Betagte Vorfahren
Knappe Charakteristiken vom Adabei
Ein billiger Pizzabelag
Verbalisiertes Kleingebäck
Unliebsame Überraschungen
Schleichwerbung von unten
Talk unter Investmentbankern
Das Geheimnis der Unwiderstehlichkeit
Widerwilliges Geldausgeben
Unter dem Einfluss von Kalorien oder Alkohol
Ein aufdringliches Medienparadoxon
Ein brünstiges Verbum
Nationale Pendants zu Germano-Promis
Schmückende Beiworte
Ein Wort für den Whirlpool
Metaphorisch verwendete Geräte
Eine uralte Formulierung im Computermilieu
Ein Mittel gegen Kopfbeschwerden
Süchtigmachende Silbenkombinationen
Eine Metapher geht in die Luft
Aus dem Mundwerk der Handwerker
Urlaub auf poetisch
Was ist daran böse?
Schamvolle Schreibweisen
Ein Rückwanderer
Man spürt den Frühling
Ein Prachtformulierung im Radio
Entspannende Aktivitäten aller Art
Verwirrend am Schutzweg und anderswo
Nicht nur zu den Frankfurtern
... ist derb, aber anschaulich
Ironischer Tribut an sprachliche Anstandsvorschriften
In nicht alltäglicher Gewandung
Spannt im Märzen die Rösslein ein
Eine deutsch-griechische Volkskrankheit
Nicht mehr ganz taufrisch
Kein Land wie jedes andere
Jetzt mit erweiterter Bedeutung
Wenn etwas auf die Nerven geht
Ein zeitweiliger Verlust der Contenance
In der Vorauswahl zur Preisvergabe 2006
Es darf ein bisschen weniger sein
Hinweis auf ein kleines Übersetzungsproblem
Amtshandlung mit einem neuen Begriff
Aversionen kann man gegen alles Mögliche haben - auch gegen Aussprüche
Eine hübsche neue Wortkreation aus dem Umfeld der Bildzeitung
ist faustdick im Trend
Die Diversifizierung der Warenwelt schreitet unaufhörlich voran ...
... steht eine dicke fette Phrase
Auf der WU gibts eine Abteilung für Gender und Diversitätsmanagement. Geleitet wird sie von
Univ.Prof.in DIin Dr.in Edeltraud Hanappi-Egger. (Wobei ich glaube, dass die Bezeichnung DIin nicht ganz korrekt ist; meiner Meinung nach müsste es Dipl.-Ing.in heißen.)
Korrekte Genderung ist ein weites und fruchtbringendes Feld. Ich wuerde folgendes vorschlagen: Dr endet mit dem r von Doktor, muss also gegendert werden: Dx (von Doktrix). Prof. und Ing. enden aber schon vor dem geschlechtsspezifischen Suffix, daher wird die Ingenieuse gleich abgekuerzt wie der Ingenieur.
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