Wahlkampf für Hirnamputierte

Neben der Verhetzung hat der Populismus noch eine negative Folge: Politische Vertrottelung nämlich - Folge 78

Kanzler, Präsident und Kardinal haben den Strache ermahnt - da darf FS Misik natürlich nicht fehlen. Hat schon mal jemand erwähnt, dass der Populismus eine Beleidigung ist - und zwar für die, die er umwirbt? Schließlich behandelt er mit seinen Versimpelungsstrategien seine Wähler als wären sie Hirnamputierte. Wollen die sich wirklich so behandeln lassen? Im Grunde weiß doch jeder, dass die Populisten ihre Forderungen selbst nicht ernst nehmen. Aber was bedeutet das eigentlich? Dass es da ein Segment an Politik gibt, wo die Kommunikation mit dem Wähler so funktioniert: Wir tun so, als wären wir doof, und dafür tut ihr so, als würdet ihr das nicht merken, weil ihr so tut, als wärt ihr auch so doof. Wir spielen Wahlkampf von Minderbemittelten für Minderbemittelte. Es ist schon richtig, die Verhetzungen anzuprangern, für die der Populismus sorgt. Aber man soll auch die politische Vertrottelung nicht vergessen, die damit einher geht.

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Bitte,..so kampeln's Ihnen doch bevor Sie vor die Kamera treten, ja ich weiß eh man bemüht sich stets ja nicht angepaßt zu wirken, aber kampeln geht schon, wirklich.

Genau weil die Regierenden so überheblich sind, wie Sie,

werter Herr Misik, deshalb wählen alle die einzige Alternative. Und nicht deshalb, weil sie Strache ernstnehmen.

Sogern ich mir die "Misik Beiträge" anhör umso verwunderter bin ich über den Verriss vom HP Martin.
Den Verriss hätte ich mir, wenn schon dann, qualitativ besser erwartet und nicht so polemisch!

Nicht das ich jetzt ein HPM Wähler wäre, aber das der HPM mit seinem Wahlplakat eine direkte Korrelation von Stellen und nicht von den finanziellen Aufwendungen meint kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

"ein bisserl herumkanzlern"

LOL

niemand beschreibt die politische situation in oesterreich so treffend wie robert misik

Nein,

niemand beschreibt die politische Lage in Österreich so treffend die H.C. Streche und Hr. Martin.
Wie heißt es schon in der bibel: Wer Ohren hat der höre und wer Augen hat der sehe!
Neid auf die Kronenzeitung zu haben ist kein Grund andere Menschen schlecht zu machen.
Es grüßt sehr herzlich
Hema

bist du es, hema-tom?

H.C. Streche?!? für welche fraktion kandidiert der?

und ganz wichtig: was in der bibel steht hat für die politik genau null relevanz.

wer das prinzip der trennung von kirche und staat nicht begriffen hat, ist um keinen deut besser als die taliban und wünscht sich die welt zurück ins vorige jahrtausend.

null relevanz

<was in der bibel steht hat für die politik genau null relevanz. >

Das ist ja die Traurigkeit. Ehrlichkeit, Anstand, Moral - wo sind sie geblieben?
Mit der Trennung von Kirche und Staat hat das aber gar nichts zu tun.
Auch nicht mit den Taliban und keiner wünscht sich die Welt zurück ins vorige Jahrtausend.

gäbs ja alles ohne bibel nicht....

und lustig:

hab erst unlängst jemanden aufgrund seiner aussagen gefragt ob er noch mitkriegt was er sagt?
thema waren die aussagen einer frau.
von ihm kam etwas aus der kategorie "diese versc....ene h.re...etc."
ich hab ihn gefragt ob er weiß, dass wir 2009 haben und nicht 1009...
seine antwort: "ja leider nicht 1009 damals hatte man noch MORAL".....

Ich höre und sehe ganz gut...

...aber der der Unterschied liegt in der Wahrnehmung.

Die Kronenzeitung kann man nicht schlecht machen, die ist einfach schlecht. Und zwar weniger wegen ihres Niveaus, sondern viel mehr, weil sie Emotionen anheizt und Länderkampfstimmung erzeugt, wo klare Überlegung angebracht wäre.

Da ich annehme, dass in diesem Forum nur wenige Zeitungsherausgeber ihre Beiträge schreiben, vermute ich, dass auch nicht viele auf die Krone neidig sind.

Ja und wenn es darum geht, andere schlecht zu machen, da hat schon die Krone die Nase vorn, gell?

den hinweis mit den vampirfilmen finde ich sehr treffend.
aber auch sonst: amüsant und treffend wie immer.
gegen andersdenkende kann man ja in einer demokratie nichts sagen, aber die leute die strache wählen, als andersDENKENDE zu bezeichnen, wäre eine überschätzung.

nicht-waehlen...

ist "suppen-kasper-verhalten"... meine suppe ess ich nicht... meine suppe mag ich nicht... nur weil es gerade die lieblingssuppe nicht zur auswahl gibt. nur nicht wundern, wenn man am ende politisch verhungert, weil nicht mehr fuer einen gekocht wird.

wählen ist Essen was auf den Tisch kommt. Grassuppe, Ausgekotztes, egal.

Wenn man die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, ist es aber vielleicht doch vernünftig, sich der Stimme zu enthalten. :-)

darum ungültig wählen um nicht parteien zu unterstützen!

und nicht vergessen:

wenn ihr euch dann am 7.6. nach dem vorläufigen endergebnis wundert, wieviele leute wieder die fpö gewählt haben, fragt euch:

war ich heute wählen?

wenn nicht, dann seid ihr nämlich mit schuld, dass dieses fascho-xindl so viel gewonnen hat.

in diesem sinne: gebt eurer ablehnung eine stimme.

ich gebe meiner Ablehnung eine Stimme und bleib zuhause. Ob die roten oder braunen Sozis gewinnen ist mir völlig egal. Nirgendwo stimmt der oft zu Unrecht verleumdete Stammtischsatz "die da oben machen doch eh was sie wollen" so sehr wie in Brüssel.

nichtwähler haben keine stimme

Wahlverweigerung wird niemals als Protest, sondern als Interesselosigkeit interpretiert.

Ja und? Ich hab ja auch kein Interesse.

Das glaube ich Ihnen auf´s Wort.

Aber aus welchem Grund schreiben Sie dann hier Beiträge? Weil Sie kundtun wollen, dass gar Sie keine Meinung haben? Oder ist Ihnen nur fad? Herr Misik scheint tatsächlich recht zu haben.

Aber aus welchem Grund schreiben Sie dann hier Beiträge? Weil Sie kundtun wollen, dass gar Sie keine Meinung haben? Oder ist Ihnen nur fad? Herr Misik scheint tatsächlich recht zu haben.

Troll. Geh doch wählen, ich hinder dich doch nicht daran.

im prinzip...

gehört das nicht-wählen bestraft, weil verantwortungslos. es ist eine pflicht sich darum zu kümmern, wer die grundlegenden entscheidungen fuer eine gesellschaft trifft.

da man ja nicht nur parteien wählt sondern auch personen, kann man sehr wohl beinflussen, wer politik macht und wer nicht.

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