Teilnehmende Länder haben sich schlussendlich alle für Linux-Systeme entschieden - XO 1.5 mit vollständigem Fedora 11
Zu einer äußerst emotionalen geführten Debatte hatte im vergangenen Jahr die Entscheidung des One Laptop per Child-Projekt (OLPC) geführt, künftig neben der eigens angepassten Linux-Umgebung "Sugar" auch Windows XP als Betriebssystem anzubieten. Eine Diskussion, die offenbar eher theoretischer Natur war, wie nun ein Bericht von OLPC News nahe legt.
Kein Windows
Demnach hat man sich erkundigt, was aus den groß angekündigten Windows auf dem "100-Dollar-Laptop"-Projekten geworden ist, die Antwort mag manche verblüffen: Kein einziges Land hat sich bisher für diese Kombination entschieden.
Nachfrage
Zwar gebe es bei ersten Kontakten immer wieder die Frage nach Windows - wohl auch weil diese für viele Regierungsvertreter mit einem Betriebssystem gleichgesetzt wird. Im Verlauf der Testphase haben dann aber schließlich alle Projekte die Vorzüge von Sugar entdeckt und sich für diese Lösung entschieden.
Software
Beinahe zeitgleich wurde allerdings auch eine entscheidende Veränderung der Linux-Umgebung auf dem OLPC bekannt: Ab der Version 1.5 des XO soll neben Sugar auch ein vollständiges Fedora 11 installiert werden. Der Betrieb eines vollständigen GNOME-Desktops wird durch die Verbesserungen der Hardwareausstattung des XO möglich, künftig kann dieser etwa mit 1 GB RAM und 4 GB Flash-Speicher aufwarten.
Auslieferung
Als Default-Oberfläche soll zwar weiterhin Sugar gestartet werden, der Wechsel auf die Fedora / GNOME-Umgebung soll aber einfach im laufenden Betrieb möglich sein. (apo)