AK-Wahl

Große Verluste für Sozialdemokraten

19. Mai 2009, 06:17

Freiheitliche gewinnen - Leichtes Plus auch für ÖAAB - Deutlicher Rückgang der Beteiligung

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Hamit_Hatemi
24.06.2009 13:55

Es ist ganz klar, dass die SPÖ bei so einer Wahl auch einmal verliert.
Das traditionelle Klassendenken und die Einteilung in solche ist nicht mehr zukunftsfähig. Die Grenzen verschwimmen, und da darf sich die SPÖ auch nicht mehr als DIE Arbeiter- und Angestelltenpartei sehen.
Die Wähler sehen das ähnlich, ansonsten wäre ein solches Ergebnis nicht zustandegekommen. Gleichzeitig heißt das aber nichts äußerst Bedrohliches für die Gesamt-SPÖ.

Wie schon gesagt, die ewiggestrigen Einteilungen verschwimmen; so wäre ja auch kein rotes Salzburg möglich.
Und die Tatsache, dass die AG zwar (meistens) stärkste Partei in der ÖH ist, aber im letzten Jahrzehnt auch schon von Sozialisten oder Grünen eingeholt wurde, sprechen auch für meine These.

Jens xxx   
21.05.2009 03:24
Die Liebe SPÖ

Ja ja die SPÖ...ist doch selber Schuld wenn die keiner mehr Wählt.Viel zulange hat sie nichts gemacht und wenn dann nur gegen das eigene Volk gearbeitet.Von A wie Arbeitsplätze bis Z wie Zuwanderung hat die doch all die Jahre über nichts getan.Vollksabstimmungen zur EU enthält man dem Volk auch einfach vor...ne ne diese Leute können einfach nicht mehr Wählbar sein.Sollen sie mal ihre Politik überdenken und wieder etwas näher am Volk sein,dann klapt es auch wieder.Aber bitte keine FPÖ nachmache wie bei den letzten Wahlen,denn dies wirkt nicht glaubhaft...sollte schon autentisch rüberkommen.Ach...und noch was,es sind UNSERE Volksvertreter,also sogesehen unsere angestellten,die wir gewählt haben,etwas weniger Aroganz wäre auch ganz gut.

Andreas Kiss
19.05.2009 21:05

die roten Gewerkschafter sind für ihr nichts tun eh noch viel zu gut davon gekommen.
Wenn ich aber dann noch die Relativierung des Debakels von Faymann lese, dann stellt sich wieder einmal heraus, mit Gusenbauer war die SPÖ noch um ein wenig besser dran, obwohl..........., Faymann ade, was wird er wohl nach seinem Intermezzo als BK machen?

Der Menschenfreund 
19.05.2009 21:00
Die Arbeitnehmervertreter sollten nicht nur die großen Themen für ihre Niederlage verantwortlich machen...

...auch die kleinen Dinge des Arbeitsalltags machen es aus. Wenn im von sozialdemokratischen Arbeitnehmervertretern dominierten Krankenhausträger in einem Spital die Mitarbeiter der Pflege für die Dienstübergabe in der Früh und am Abend je eine halbe Stunde zugestanden bekommen, und in einem anderen Spital nur je eine viertel Stunde, dann ist das eine schlechte Performance der Personalvertretung bzw. der Gewerkschaft!

Bei so einer Ungerechtigkeit dürfen Arbeitnehmervertreter nicht untätig bleiben. Da im Sinne guter Arbeit meistens der Bedarf für eine halbe Stunde Dienstübergabezeit gegeben ist stellen die Mitarbeiter ihre Freizeit zur Verfügung. Das kann pro Jahr bis zu 35 Std. ausmachen.

Die Protest- und Nichtwähler werden dadurch mehr!

harald83
19.05.2009 17:26

ich denke, die ak - elementarer teil der sozialpaartnerschaft - ist um einiges moderner und wichtiger als herr tumpel zu kommunizieren vermag. mag sein, dass er gut und geschickt lobbiert, aber das ist eben nur die halbe miete. verstehe auch nicht, warum er im vergleich zu leitl kaum präsent ist.

capcom
19.05.2009 17:12

ja, die fpö hat sich bei regierungsbeteiligung halbiert. das selbe passiert aber auch mit den jetzigen regierenden.

Franco Fratello
19.05.2009 17:06
Zuerst hetztn und dann jammern, wenn die Wähler zur FP rennen.

siehe:
http://derstandard.at/?id=12416... ikaGroup=1

A. E. Neumann
19.05.2009 17:05
Die Wirtschaft transformiert...

Die Wirtschaft transformiert seit Jahren weg von der Industrie in eine Dienstleistungsgesellschaft. Während das mittlerweile jedem kleinen Arbeiter und Angestellten klar geworden ist, schläft die Zwangsvertretung noch den Schlaf der Gerechten.

Noch immer werden von Ewiggestrigen subventionierte Industriearbeitsplätze verteidigt, die längst mit Leiharbeitern (=Dienstleister!) besetzt werden, während der Handel mit den Mitarbeitern umspringt als wären sie Wurfpostpackerl aus dem Billiglohnland.

Ohne die längst fällige Umorientierung der AK auf den Dienstleistungssektor und die Einbindung aller prekär Beschäftigten wird die Wahlbeteiligung weiter sinken und sich die Beschäftigten von der AK abwenden.

h 90
19.05.2009 17:58

nicht die Wirtschaft transformiert, sondern die produzierende Wirtschaft kann hier nicht mehr ueberleben. Was geht wird nach China ausgesourced.
Was jetzt dran schuld ist, ist eine eigene Frage aber die AK schlaeft auch hier. Ich hab zwar keine Loesung aber die AK auch nicht.

A. E. Neumann
19.05.2009 22:31

Transformation = Veränderung = produzierende Wirtschaft geht nach China. Aber: In Österreich gibts so viele Arbeitnehmer wie noch nie (3,5 Mio in 2008 - das können Sie auf www.statistik.at nachlesen)? Wie geht das, wo doch die vielen Arbeitsplätze an die Chinesen "verloren" wurden?

Die Lösung lautet: Es geht kein Arbeitsplatz "verloren", er wird nur getauscht. Und die, die nicht richtig qualifiziert sind für den neuen Arbeitsplatz, die landen am Arbeitsamt. Das nennt man dann "strukturelle Arbeitslosigkeit".

Da sich die AK hauptsächlich für traditionelle Berufsgruppen (Stahlarbeiter, Bau) einsetzt, die immer kleiner werden, verliert sie Wähler. Die AK müsste sich auch transformieren. Aber mit Zwangsbeiträge ist das offenbar nicht nötig.

locken
19.05.2009 17:02
Mandate

Mandate gehören nach der Wahlbeteiligung vergeben,45% Wahlbeteiligung 45% Mandate aller Parteien dann strengen sie sich wieder an !!!!

Franz Stefan
20.05.2009 00:11
Alternativvorschlag

das Gehalt der 20-30 Oberwutzies (das Wort mit dem B vorne, will ich nicht verwenden) wird zur Hälfte an die Wahlbeteiligung gekoppelt.
Ganz nach dem aktuellen roten Kampfthema: Die Fetten schröpfen.

Hans Soanders1
19.05.2009 16:55
Der kleine Mann...

...ist politische Fiktion! Es gibt aber Wähler, die sich keine Gedanken darüber machen, welche Gesinnung sie wählen, wenn sie ihr Kreuz bei der FPÖ machen. Das sind die sogenannten "Mitläufer". Und es gibt Wähler, die sich sehr wohl Gedanken machen und bewusst FPÖ wählen, sich aber gerne bis zur "Machtergreifung" hinter der Fiktion "Kleiner Mann" verstecken. In Wahrheit gehören beide Wähler Personengruppen mit einer antidemokratischen, ultrarechten Grundhaltung an. Und die wählen eben antidemokratisch, ultrarechts. Und da man seit Schüssel in Österreich wieder ganz ungeniert Nazi (FPÖ-Sprech: "heimatlich solzial") sein kann, wählt man das dann auch. Das ist der Grund für den FPÖ-Erfolg.

Franz Stefan
20.05.2009 00:23
Ich hätte ihnen glatt ein brillant gegeben,

wäre da nicht der letzte Satz.

Wie wär es mit ein wenig Reflektion? Schüssel dafür verantwortlich machen zu wollen, dass den Roten ihre Wähler in Richtung Braun davonlaufen, ist nicht nur billig, sondern überschätzt auch Schüssels Einfluß.

So nebenbei, Kreiskys Strategie war es, die blauen zu fördern, damit sie den Bürgerlichen Stimmen abnehmen. Irgendwas ist dabei schiefgegangen, vielleicht haben die Roten den gleichen Fehler gemacht, wie die Bürger von Hameln.

Hans Soanders1
22.05.2009 12:40
Schüssel

Es stimmt, dass sich auch Kreisky durch die FPÖ zum BK machen ließ. Allerdings nicht in einer Koalition. Schüssel ließ sich ganz bewusst mit der ÖVP als drittstärkste Kraft in einer Koalition mit der FPÖ zum BK machen. Haider galt als "Ziehvater des Rechtsextremismus" in Österreich und machte sich mit einschlägigen Bemerkungen zum 3. Reich, dessen "Beschäftigungspolitik", zur SS usw. einen Namen. Schüssel war das alles bekannt. Schüssel nahm das das dann auch in den "demokratischen Verfasungsbogen" auf. Ich höre Kohl noch immer schwafeln. Deswegen ist meine Aussage sehr wohl richtig, dass er diese antidemokratische Grundhaltung salonfähig machte.

Franz Stefan
31.05.2009 23:38
... diese antidemokratische Grundhaltung

hat im Herbst 99 zuerst einmal das Wahlvolk mit 28% der gültigen Stimmen "salonfähig" gemacht.
Was Schüssel vor allem mit Haider gemacht hat, können Sie beim Wahlergebnis von 2002 nachlesen.

Ihren grundsätzlichen Anmerkungen bezüglich Haider stimme ich zu.

Ein wenig sollten Sie als Demokrat aber schon auch den Wähler respektieren. Ich schlage nochmals vor darüber nachzudenken, warum eben diese (vormals hauptsächlich rote) Wähler just von der einen Partei zur anderen laufen.

jacques05
19.05.2009 21:02
und was sind dann hackler,...

die die sp wählen? volltrottel?
wann wird es dem dümmsten arbeitnehmer klar, es
bleiben nur die kummerl? sonst hat er nichts mehr.

hlg 
19.05.2009 19:25
na klar...

jeder der nicht rot oder grün wählt ist nazi.

spinnt die welt?

jacques05
19.05.2009 21:12
nazi vielleicht nicht,...

aber lernresistent.
was hat denn hitler den hacklern gebracht, als gestohlene wohnungen und arbeitsplätze für den krieg?
am ende machten sie sich zu handlangern, zu henkersknechten der wirtschaft.
einst wie heute drischt man auf die unschuldigsten ein, sucht die schuldigen am falschen ort.
oder was kann ein tschusch dafür, oder ein türke, dass die banker ihr geld verzocken,
oder dass die manager nicht mehr wissen, wie sie ihr geld zählen sollen?
oder ist der schwarze der kriminelle, den man totschlägt, während die manager der konzerne das land aus dem er kommt aussaugen bis es knirscht?
wer ist der kriminelle?
aber dazu sind sie zu feige, die rechten.

Hans Soanders1
19.05.2009 20:56
Nazi

Nein, nicht jeder, der NICHT Rot oder Grün wählt ist ein Nazi sondern jeder, der FPÖ oder BZÖ wählt ist entweder ein nichtdenkender Mitläufer mit einer entsprechend antidemokratischen, ultrarechten Grundhaltung oder ein Nazionalsozialist bzw. im FPÖ-Sprech: "heimatlich sozial" mit derselben Grundhaltung. Zur Info: Es gibt genügend Parteien in Österreich, die man wählen kann, um als Protestwähler zu gelten.

Franz Stefan
31.05.2009 23:46
nichtdenkender Mitläufer mit einer entsprechend antidemokratischen, ultrarechten Grundhaltung

Das sind zum beträchtlichen Teil ehemals rote Wähler. Wollen Sie das irgendwie erklären?
Und kommen Sie bitte jetzt nicht mit dem Schüssel.

Robert Ford
19.05.2009 16:13
HAAAAAAAAAAALLO

Hr. Faymann, es gibt hier nichts positives zu sehen. Wahrnehmungsproblem oder Verdraengungsspezialist?

Drexau
19.05.2009 16:04
warum verliert die spö?

ganz einfach:

sie stellt sich her als die partei des kleinen mannes und der kleinen frau, bahauptet jene zu vertreten, die in diesem wirtschaftssystem am meisten zu leisten haben und gleichzeitig die größten verlierer sind.

und wenn dieser kleine mann/diese kleine frau dann einmal an der urne ein feedback gibt, kommt ein tumpel und sagt ihnen dann: "ist uns eigentlich eh wurscht"

und deswegen geht's mit Euch roten bergab. und der strache braucht nur die hände auf den schoß legen, drei bier bestellen und warten.

politisch verfolgt
19.05.2009 15:35
tumpel

ein mann mit zukunft.
was der schon alles gemeistert hat. 10 jahre aufsichtsrat der bawag, aber weil er dort von nichts etwas mitbekommen hat, blieb er vor gericht ungeschoren. nun bei der wahl ein verlust an stimmen, die für ihn aber irgendwie ein sieg sind.
bravo.
mit solchen lichtgestalten geht die spö in eine wunderbare zukunft und kann sicherlich bald auch wieder junge wähler für sich begeistern.

Eva Ulrich
25.06.2009 07:02

Ich denke, die BAWAG hatte nicht nur rote Aufsichtsräte. Haben die schwarzen auch nichts gemerkt?

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