Türkei

18. Mai 2009, 16:36

Istanbul: Aufbruch am Bosporus

TURKEY

The revolution that went unnoticed

Religious, very conservative, powerful, yet cosmopolitan – this is how journalist Yasemin Congar describes Turkey’s new middle class. Congar “is not at all afraid” of these people, even though she knows that their political representative, the AKP, holds all the important offices. Islam is not her thing, but she does not believe there is much foundation to the Kemalists’ dire warnings of the threat of Islam.

This documentary sheds light on a conflict that has had a very real effect on Turkish society and politics during the past years. In the EU, too, the debate on whether or not Turkey should be allowed to join is often mixed up with the discussion on Islam and Islamist terrorism. Return to Europe dissects the power struggle between the old and the new elites, between bourgeois townsfolk and those who emigrated from the countryside, between the secular and the religious, between the elitist, authoritarian and paternalistic ruling classes and the often poorly educated groups at the bottom of these patriarchal structures who are now seeking social advancement.

The conflict was triggered by the country’s rapid economic upswing. As is typical for a country’s shift to an enlightened society, the self-confidence of the new middle classes has been accompanied by a process of democratisation. The journey to Turkey is perhaps the most exciting one taken in Return to Europe.

The power struggle is being carried out at every conceivable level. In Turkey it is still possible for the courts, the media and secret services to be instrumentalised for political purposes. Events like the assassination of the author Hrant Dink, the prosecution of intellectuals who question the armed forces and the official historiography (in particular that of World War I) have, however, stirred civil society into action. Against this backdrop, the hijab debate seems like an attempt to draw off attention from the real issues at stake.

Inci Bespinar, the female deputy mayor of Istanbul’s Kadıköy district, believes that the hijab is the least of the problems Turkish women face. She herself founded a women’s shelter and is very aware of the real issues for women: “Turkey has a serious problem with violence against women,” she says. And it also has a problem with education and employment, in particular in the ultra-conservative east and among the immigrants living on the outskirts of large cities.

However, one cannot speak of a regression in Turkish society. Social scientist Nigar Göksel believes that the increasing tendency towards more traditional family life is a sign of progress. She rejects the view that the greater the role Islam plays in public life, the more endangered women’s rights become. Return to Europe’s analysis of the situation in Turkey should help make the population of the EU more familiar with the important issues and may be able to add some depth to the often platitudinous and trivial immigration debate. (Adelheid Wölfl)

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9 Postings
Eine gute Dokumentation !

Die Türkei sieht man hier ganz anders als viele Euorpeäer es erahnen würden,die frage ist nur ob manche von diesem video die Türkei ein vertrauen schenken werden.

Das glaube ich eher weniger,weil viele menschen in Europa die Türkei als eine last sehen und nicht als bereicherung!

Gute dokumentation,respekt an den Standard !

Endlich eine 100% objektive Dokumentation

Bisher wurden die Nachrichten über die Türkei und Türken entweder von Griechen oder von Armenier dementsprechend negative gestaltet.
Alles was hier gezeigt und gesagt wurde sind 100% die Wahrheit.
Ich gratuliere die Hersteller obwohl diese Dokumentation die Minderheiten und die AKP mehr ins Rampenlicht rückt.

welche Leute machen...

diese Dokus? So etwas von unkritisch...man zeigt eine Glitzerwelt die mit der Realität nix zu tun hat und feiert die derzeitigen Eliten ab.
Benachteiligung von Frauen scheints auch nur in der Türkei zu geben, zumindest wird häusliche Gewalt und "Geschlechterverhältnisse" ("" weil va im Rahmen eines mit aufklärerischen Pathos daherkommenden Euro-Nationalismus thematisiert, die tatsächliche Kritik vermissen lässt) nur hier aufgegriffen, während bspw. bei der Griechenland Doku die maskulinistische Erdbebenhelfershow unkommentiert stehen bleibt.
Guter Dokumentarfilm sollte rassistische Stereotype nicht einfach durch spezifische Themenauswahl und unkommentiertes Stehenlassen nationalistischer, differenzrassistischer Äußerungen reproduzieren.

Zuerst dachte ich mir, naja das wird wieder
so ein lauwarmes Berichterl wie schön die
Landschaft und wie nett und gastfreundlich die
Bewohner und eh schon wissen…..
Doch dann sah ich ein Film der sich kritisch mit der Situation im Land auseinandersetzt.
Also diesen Mumm hätte ich dem Standard
nicht mehr zugetraut.

der Beitrag sagt wenig über die Türkei aus ,
aber viel über die Interessen der Filmemacher

nette doku spiegelt aber nicht die realität

alles an der realität vorbei dokumentiert. Interessant bei dieser doku ist es, dass nur minderheiten (das beste kommt noch, nur christliche) befragt worden sind. in der griechischen doku kommen die türkische minderheit nicht einmal vor. jedoch die paar tausend noch übrigen griechen und armenier die in der türkei leben. frauen werden als arme ungebildete gewaltopfer dargestellt. es geht nicht jeder frau so schlecht in der türkei. türksiche männer sind in dieser doku entweder fundamentalisten, gewalttäter oder verrichten irgendwelche niederen arbeiten. juden kommen wieder gut davon, sind gut verdienende investoren. das land hat 72millionen menschen. sie greifen 10 schicksale und interpolieren auf das ganze land. das ist unterste schublade.

sie haben die doku anscheinend nicht gesehen...

...denn nicht nur minderheiten kommen darin vor....

Wenn ich was positives über die Türkei sehen will, schalte ich den AKP-treuen Sender ein

Dort berichten die garantiert nur die Wahrheit.

Die Türkei ist ein wunderschönes Land, eines der schönsten der Welt. Aber demokratiepolitisch hat die Türkei vieles nachzuholen. Das hier unabhängig von dieser Doku, die auch ich nicht gutheiße.

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