Serbien

18. Mai 2009, 15:56

Exit Europa

SERBIA

The fear of failing to sell ajvar

Serbia is a divided country, and the border runs right through people's heads. On the one hand, there are people like Milorad Mirčić, who does not think rock 'n' roll has any political relevance. The deputy leader of the Serbian Radical Party also believes that the overthrow of the Milošević regime in 2000 was a coup d'état organised by the Americans. He calls reports of the genocide in Srebrenica "propaganda".

On the other hand, there are people like Nataša Kandić of the Belgrade Centre for Human Rights who have been working for years to alter public perceptions. Nataša believes that Serbia must stop regarding itself as a victim and that the crimes committed in the name of Serbia should be made public. In 2005 she forwarded a video tape to the media that shows the execution of six Bosniaks from Srebrenica by members of the Serbian paramilitary unit The Scorpions.

Return to Europe shows that recently the borders in people's minds are beginning to crumble as Serbians develop a keener interest in more foresighted movements. For instance, the democrats won the elections in 2008 despite Kosovo's declaration of independence. It seems Serbia does want to be a part of Europe. The country has been given a new chance, says journalist Dejan Anastasijević. "However, we shouldn't underestimate the capacity of our politicians to fail to grab hold of a sure thing," he laughs grimly - past experience has taught him to be cynical.

Exit Europa, the film about Serbia, is not exactly what you'd call a comedy. It speaks about the attacks on courageous journalists, about dyed-in-the-wool nationalists, the assassination of Zoran Djindjić and the decline of the textile industry in Leskovac. And yet the film still manages to show the potential of a country that has suffered greater political upheavals in recent years than any other in the Balkans.

It shows the will to survive of those who are suffering most from the after-effects of the Milošević years. Milan and Gordana Petrović, for example, who used to work in Leskovac when the textile industry still provided work and a purpose in life to thousands of people. Now the couple have moved back to the countryside, where they are raising chickens and sheep.

Gordana says she can afford to buy new boots for just one of her children; she tells us of her feeling of panic when she does not manage to sell enough of her home-made ajvar, a spicy relish. Her existential worries lie at the core of an issue that should have been much more seriously discussed in Serbia - the question of how politics can boost the economy and move the country closer to Europe. Milan and Gordana are not the only ones who care about little else more than this. This is a feeling shared by most Serbs - so in this respect at least Serbia is not a divided country. (Adelheid Wölfl)

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Na ja Schon wieder eine negative darstellung

Man kann sicher nicht behaupten dass wir Serben ein Volk sind der keine Fehler macht, und dass einige unsere Politiker keine Nationalisten sind. Aber ich glaube die Welt braucht so eine Rolle, damit "uns" nicht fad wird. So dass manche Jorunalisten und "Gscheite" Leute was zu depatieren haben. Viele von diesen Leuten haben gar nicht über die Thema nicht genug recherchiert. Aber Sie so hochmutig und geniessen es ihre "Inteligenz" über unseren Elend darzustellen. Ich bin ein Österreicher mit serbischer herkunft. Während meines Präsenzdienstes War ich einziger österr.-Serbe in meiner Kompanie. Als meine Kameraden erfahren haben dass ich Serbe bin wollten Sie es garnicht war haben.

Na ja Schon wieder eine negative darstellung2

Ein Kamerad fragte mich:"bist du wirklich Serbe" Ich füllte mich wie Kanibal. So wie es über uns in " katholischen Europa" steht müssen wir sein oder etwas noch schlimmeres. Zur verwunderung habe ich nimanden in diesen 8 Monaten gegesen im gegenteil ich habe dort viele Freunde gewonnen.

Na ja Schon wieder eine negative darstellung3

Gegenteil von Uns Sind die Kroaten sind sie Wirklich um so viellll Zivilisierter oder sind sie einfach Katholiken ich glaube wir haben änliche Mentalitäten

Interessant und ich frage mich, ob dies unseren geschätzten serbischen Kampfpostern aufgefallen ist:

die hier im Standardforum vertretenen Haltungen und Aussagen decken sich praktisch zu 100% mit den Aussagen vom guten Herrn Mircic, hoher Funktionär der Serbischen Radikalen Partei und ehem. SRS Bürgermeister von Novi Sad - wer genau hinschaut und noch genauer zuhört, dem erschliesst sich diese Kongruenz ohne weiteres: der gute Mircic erscheint in seiner Wertehaltung und Positionen beinahe als Personifikation des serbischen Standardposters. Was zeigt uns das? Damit ist ein weiteres Mal eindrücklich unter Beweis gestellt, dass die hier postenden serbischen FreundInnen bei allem Respekt weder für die Mehrheit in Serbien stehen noch zukunftsfähige Exponenten eines neuen Serbiens sein können: ganz im Gegenteil erscheinen sie einmal mehr als

Finde das immer unterhaltsam das Albaner nichts mit Serbien mehr zu tun haben wollen, doch sobald ein Artikel über Serbien steht drescht man in die Tatstatur ein.

II.

Vertreter einer besiegten, untergegangenen, auf einem radikalen Ethnochauvinismus gründender Philosophie, die man getrost als gestrig bezeichnen kann - ein Attribut, mit dem ich ja meine FreundInnen ständig konfrontiere, was diese erstaunlicherweise zu stören scheint: man kann aber nicht SRS-Positionen vertreten wollen und sich trotzdem eine liberale, progressive Geisteshaltung beanspruchen wollen, da sich diese beiden Positionen gegenseitig ausschliessen. Offenbar (was gut ist) scheint man sich dafür irgendwie zu schämen.

Ein Dank gebührt meinen FreundInnen immerhin: sie halten diskurstheoretische Forschung in diesem Forum spannend und aufschlussreich. Man kann vieles hier gut etwa für entsprechende Seminarien brauchen.

Schöner Film, tolle Serie! Danke.

EXIT 2009 ab den 9 Juli....

Jeder ist Willkommen :)

http://www.exitfest.org/

auch wenns einige nicht wahrhaben wollen:

ein exzellenter beitrag, exzellente recherchen, gutes einfangen der allgemeinen stimmung.

halt etwas weniger bauernromantik, donauschiffahrt und cevapcici/rakija-glueckseligkeit, dafuer mehr echt, amici!

Da freut sich aber der kleine Kosovare, ...

... wenn er im Fernsehen graue Bilderchen serbischer Industrieleichen schauen darf, gell?

Die "Doku" ist genauso objektiv und unvoreingenommen wie seinerzeit die ORF-Produktion "Bruderkrieg", wo man scheinbar Probleme mit der richtigen Übersetzung in den Untertiteln hatte.

ich war ein über ein halbes jahr lang in belgrad, und jetzt bin ich seit märz in sarajevo.ich vermute, dass jeder film eine verzerrte darstellung ist, aber man kann sie als teilaspekte sehen.das problem mit dem nationalismus am balkan liegt darin, dass er als verteidigung entwickelt wird, was man auch oft an den kommentaren sehen kann.es ist unmöglich der realität durch so kurze dokus auch nur nahe zu kommen, da hätte man sich schon auf städte oder so konzentrieren müssen.selber habe ich mich auch geärgert, dass serbien wieder mal am negativsten dargestellt wurde, aber so entsteht eben dieses gefühl des nicht-verstandenwerden, und dann neigen viele menschen dazu, sachen zu erklären, verteidigen, zu denen sie ja gar nicht stehen

sehr gute analyse des aktuellen nationalismus

der österreichische gegenüber D ist übrigens sehr ähnlich gestrickt.

mai!"§$%&/(

die leute sind so unverbesserlich!
schon klar das serbien eine lange liste an blutigen und grausamen auseinandersetzungen mit anderen kulturen hatte aber ewig auf dem pferderl herumreiten ist ja so pfui!
lasst sie mal-die wissen-wir alle wissen-in zukunft sollte sich jeder bessern-durch miteinander sprechen nicht verurteilen bei niemandem und auch nicht bei ihnen-solche hassprediger und deren befürworter die im internet herumkursieren kann ich nur sagen es wäre wirklich an der zeit umzudenken hass produziert hass - wenn man es besser kann dann bitte zeigen wie- wie soll sonst unsere verkorkste jugend frieden erlernen?
was ist mit euch leuten bloss los?!

danke adelheid..

..denn die vielen serbien-romantiker, die im antikapitalistischen-jugo-gemütlichkeits-furor hier wieder geschichte verklären, erklären land und leute ausreichend, zudem es sich auch noch um oberschicht handelt..

und ja: es gibt in dalmatien gotovina-plakate: unappetitlich..

Man muss nur hinter die Fassaden gucken:

"...antikapitalistischen-jugo-gemütlichkeits-furor hier wieder geschichte verklären"

Dann merkt man schnell, welche Gesinnungsgenosse Sie sind. Bestenfalls ein Mitläufer.

frueher war mein rista noch a communista,

heit is ma rista gwoadn a simpla chauvinista...

klingi: frueher prosteten sie hin und wieder auch was thematisches; letztlich sinds bloss noch persoenliche anwuerfe. imitieren sie schon wieder was..?

;-)

Habe einige dieser Filme gesehen und kann nur sagen: Typisch!

Bei anderen Ländern zeigt man die Gastfreundschaft und Schönheit des Landes. Oder zumindest zeigt man gute Menschen die sich krampfhaft um ein Zusammenleben bemühen. Und wie wird Serbien wieder dargestellt? Weit und breit keine Bilder kultureller Bauten, keine historischen Hintergrundinformationen. Statt dessen werden leere Industrieruinen gefilmt, gebrechliche Mütterchen auf Märkten und tragische Einzelschicksale gezeigt. Es wird eben jenes trostlose und völlig falsche Bild von Serbien gemalt, welches scheinbar noch immer in den Köpfen auch jener Menschen herumspukt, welche sich selber als besonders "aufgeklärt" betrachten. Am besten gefielen mir die Interviews "guter Westler" vs. "böser Ostler". Zusammenhänge: Irrelevant!

Sie wollen Gutelaunebilder und Kuschelstimmung,

soll man deswegen Realitäten verdrehen müssen?

Ich weiss nicht weshalb Sie dauernd im Standard spazieren: den Gesinnungsjournalismus, den Sie sich wünschen, finden Sie in serbischen Revolverblättern a la Kurir, Grom, oder in Stellungnahmen des (serbischen, sic!) "StormFront", "1389", "obraz" und anderer degoutanten neofaschistischen Organisationen, wie auch in Meinungen und Ansichten Ihrer Idole in der rechtsnationalen Ecke.

Ist ja klar, dass Sie bei Ihrem Reizwort "Natasa Kandic" gleich reagieren wie Ihr Wortführer Seselj...

Das Sie - als Kosovoalbaner - bei Ihrem Versuch ...

... Serbien-Bashing anzubringen gerade Skinhead-Organisationen wie "Stormfront" anführen, diskreditiert Sie in jeder Hinsicht als Diskussionspartner.

Zum Vergleich:

Das ist in etwa so, als ob ich die Probleme Deutschland überdimensional aufbauschen würde unter dem Hinweis, dort gäbe es ja eine NDP = Neonazis = alle böse = ich gut = ich im Recht.

Ihre "Propaganda" ist wie immer im Sonderangebot zu haben.

:-)

Sie befinden sich in einem Grundlagenirrtum - und zwar sowohl was meine Staatszugehoerigkeit aber auch meine Nationalitaet angeht (wobei vollends im Dunkeln bleibt, wieso dies von Bedeutung sein sollte - ausser fuer ethnozentrisch/nationalistisch denkende Kreise bzw. Menschen halt...).

Nein, Nein, mir scheint Sie moechten ablenken, mir ist schon klar, was Sie drueckt. Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, Klingi, Sie werden nicht mehr viel davon haben, aber immerhin - vielleicht troestest Sie ja auch der pure Ausblick darauf ;-)

Wieso es von Bedeutung sein sollte?

Nun, Sie sind doch hier in bei sämtlichen Themen der Rädelsführer der Anti-Serbien-Fraktion! erklären Sie mir doch, wieso es von Bedeutung ist?

Ein Schelm, wer böses dabei denkt ;-)

Wir sind im virtuellen Raum,

hier gibts keine "Raedelsfuehrer", Sie Nase ;-))

Immerhin find ichs wirklich witzig, was Sie so alles in die Leute hineininterpretieren, wenn die Tage lang sind wie jetzt im Sommer ;-)

Alles wie gehabt: wenn nicht grad geleugnet und verdraengt wird, dass die Balken krachen, macht man eben in Verfolgungswahn...

der Artikel von vorvorgestern scheint aktueller denn je: "von Feinden umzingelt". Wenigstens bei Leuten wie Ihnen - wertegefestigte Paradedemokraten, die Mord & Totschlag zu rechtfertigen zu muessen glauben.

Immerhin find ichs wirklich witzig, was Sie so alles in die Leute hineininterpretieren, wenn die Tage lang sind wie jetzt im Sommer ;-)

Von Ihnen sollte man das behaupten, sie Argumentieren bzw rechtfertigen alles in dem sie die Poster beleidigen und sie als Nationalisten beschimpfen. Ausserdem schreiben Sie lange Posting s die vom Thema immer abweichen.

Bin zwar kein Experte bzgl Serbien, aber dass der nationalistische Isolationismus den einige dort befürworten dem Land kaum gut getan hat. Ich hoffe jedoch, dass eben dieser Strömung nicht die Zukunft gehört.

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