"Format"-Cover: Meinl "tief betroffen

15. Mai 2009, 16:56

Es zeigt Julius Meinl V. mit strengem Seitenscheitel und dazu den Titel "Meinls Kampf" - Muzicant: "Eine Geschmacklosigkeit, wie so viele in den letzten Tagen"

Das Nachrichtenmagazin Format sorgt mit einem umstrittenen Cover für Aufregung: Es zeigt Julius Meinl V. mit strengem Seitenscheitel und dazu den Titel "Meinls Kampf". "Eine Geschmacklosigkeit, wie so viele in den letzten Tagen", sagt Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde. Meinl sei "tief betroffen, dass so etwas heute in Österreich möglich ist", lässt ein Sprecher ausrichten. "Absurd", findet die Vorwürfe Format-Chefredakteur Peter Pelinka: "Wir sind selber tief betroffen, wenn Meinl tief betroffen ist." News-Chef Oliver Voigt: "Dass wir mit der unerträglichen braunen Soße nichts zu tun haben, zeigen alle unsere Publikationen." (prie, DER STANDARD; Printausgabe, 16./17.5.2009)

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was ich interessanter finde ...
strache-cover-artikel: ~70 postings
meinl-cover-artikel: 206 postings

scheint, manches regt weniger auf als anderes ... künstlichkeit hin oder her

Naja, das muß man so sehen: Meinl so in Relation mit Hitler zu setzen (auch wenn es sich dabei nur um Frisur und Covertitel handelt) ist wohl ein bißchen unfair und hat außerdem mit der Thematik gar nichts zu tun.
Strache und Graf in den NS-Reichstag zu setzen ist nicht weiter empörend, als daß genau ihr Level trifft. Auch wenn ich insofern das Sujet kritisiere, als es den beiden wieder eine perfekte Bühne bietet.

ge biiiitte,
ich fand den cover einfach nur lustig. sorry aber antisemitschen dreck, ns-verhamlosenden mist, faschisten die 3 bier bestellen, etc, DAVON gibt es wirklich genug in diesem land. ich fände all die aufgeplusterte aufregung wirklich anderswo (eben z.B. bei den genannten bsp.) sinnvoller.
meinl schaut einfach extrem sch*** und beklopft aus, wer sich so eine doofe frisur machen lässt: selber schuld, der vergleich liegt einfach auf der hand. und ist definitiv nicht "ns-verharmlosend" - eine geschmacklose kritik. und extrem humorlos.

Sowas von unnötig! Kein Geld mehr für's Marketing?

Bringt Auflage.

Meinl V ist für mich ein Symbol der meisten Übel, die der Kapitalismus (zumindest in Österreich) hervorgebracht hat. Dieses Cover ist dennoch schlichtweg letztklassig, selbst wenn man die ohnehin bereits sehr tiefen Maßstäbe dieser Verlagsgruppe anlegt.

mfg

de san so angschütt, des is einfach unglaublich.

Nicht mal gratis lese ich dieses Mistblatt,

und zum Hintern auswischen ist das ungeeignet!

Sie lesen dieses Magazin also nicht?
Dann ist Ihr Urteil darüber sicher auch sehr fundiert.

es geht ja nicht um das magazin selbst, sondern um die titelseite. und die sehen wir hier ja.

und so - ja - geschmacklos, reißerisch, hetzend und verblödend das cover auch ist, gerade darum ist es brilliant. selten kann man sich über ein cover so aufregen wie über dieses. und wie man sieht, machen die standard.at leser auch eifrig von der aufregmöglichkeit gebrauch.

für format ein sieg auf ganzer linie. ob er moralisch ist, diese frage stellt sich für format nicht.

super cover

die hier angeführten vergleiche sind völiger unsinn

Vergleiche Unsinn?

Ach wissen sie, wenn man Jude ist stören einen solche Vergleiche ziemlich. Aus ganz bestimmten Gründen. Nicht sehr einfühlsam Ihr Statement.

mich stört auch...

...wie im südtirol mit den deutschsprachigen, unseren ehemaligen landsleuten, verfahren wird - nur leider haben die keine gut geölte lobby, die sofort in gang gesetzt wird, wenn etwas anstössiges über sie berichtet wird...

was ich noch ergänzend sagen wollte...

Die Medien setzen auf die Sensationsgier des Publikums und in schonungsloser letztklassiger Journalistischer weise werden wage Auskünfte eingeholt, auch private Dinge nicht ordentlich recherchiert denn wieso berichtet zB. Ihre werte Redaktion nicht über die bereits erfolgte Scheidung des Herrn Meinl V und seiner Exgattin vor mittlerweile 2 Jahren? Es ist ja auch nicht gerade förderlich die Exgattin als Nochgattin zu betiteln und sie bei diversen Veranstaltungen immer wieder feiernd fotografisch darzustellen um erneut Unmut sowie negative Strömungen gegen den Herrn Meinl zu schüren. Ich bin ein treuer Leser Ihrer Zeitung und würde mir sorgfältigere Recherchen wünschen die der Wahrheit entsprechen und nicht einer Hetzkampagne gleichen...

Für "sorgfältige" Recherchen

zum Eheleben der Meinls sollten Sie doch die Unterhaltungsjournaille konsumieren. Das Cover ist jedenfalls widerwärtig.

Wer im Glashaus...

Viele, die die Ereignisse von 1938 ablehnend gegenüber stehen, wären die ersten, die 1933 dabei wären.

widerspruch?

Sie haben Ihre Logik, ich die meinige. Wer meint, dass 1+1=2 ergibt, ja, der kommt nicht weit im Begreifen menschlicher Logik.

das kann jeder sagen.

letztklassiger Journalismus teil2


Die Medien setzen auf die Sensationsgier des Publikums und in schonungsloser letztklassiger Journalistischer weise werden wage Auskünfte eingeholt, auch private Dinge nicht ordentlich recherchiert denn wieso berichtet zB. Ihre werte Redaktion nicht über die bereits erfolgte Scheidung des Herrn Meinl V und seiner Exgattin vor mittlerweile 2 Jahren? Es ist ja auch nicht gerade förderlich die Exgattin als Nochgattin zu betiteln und sie bei diversen Veranstaltungen immer wieder feiernd fotografisch darzustellen um erneut Unmut sowie negative Strömungen gegen den Herrn Meinl zu schüren.Ich bin ein treuer Leser Ihrer Zeitung und würde mir sorgfälltigere Recherchen wünschen die der Wahrheit entsprechen und nicht einer Hetzkampange gleichen.

Letztklassiger Journalismus...

Ich bin entsetzt über die Berichterstattung des Herrn Julius Meinl V.
Obwohl alle Untersuchungen und Recherchen sich bis Dato weder als stichhaltig und richtig herausstellten wird dennoch alles in dieser Causa groß gedruckt und in sämtlichen Tageszeitungen der Öffentlichkeit als gegeben präsentiert.Ich finde ich es sehr bedauernswert im so genanntem demogratischen Rechtsstaat Österreich dass es immer wieder vorkommt, Menschen vorab zu verurteilen und sie öffentlich zu demontieren

Naja, nun mal halblang. Also in einem Punkt stimme ich mit Ihnen überein: Das Cover-Foto und die Schlagzeile sind letztklassig. Aber daraus den Rückschluss zu tätigen, dass Meinl in der Bank-Affäre sicher unschuldig sei, das ist meiner Überzeugung...

nach auch wieder unrichtig. Man muss ja nicht gleich jene "Version der Wahrheit" glauben, welche die Meinl-Bank in teuren Werbe-Anzeigen zu verbreiten versucht. Fragen Sie mal Kleinanleger-Vertreter Rasinger, der kann Ihnen zu dem Thema sicher etwas erzählen. Und auch zum Thema "Bewerbung der MEL-Zetrifikate als mündelsicher". Also all das wird noch geprüft werden müssen.

Was ich bloß nicht verstehe, ist: Warum kann in diesem Land ein Prozess nicht "normal" ablaufen? Warum kann ein Angeklagter nicht als unschuldig gelten - was Cover-Fotos und Schlagzeilen wie die oben erwähnten verbitten sollte, bis dass das Urteil letztlich feststeht? Ist doch früh genug! Wenn die Schuldfrage so klar wäre, wozu bräuchte man dann überhaupt noch Gerichte?

er schaut leider so aus....

fakt 1: Herr Meinl hat eine neue Frisur (wurde in den div. Medien als schicker Londoner Haarschnitt gehypt). fakt 2: er hat einen sehr weit hinten beginnenden Haaransatz, der wurde jahrelang mit üppigen "Popperwelle" kaschiert. fakt 3: der neue Haarschnitt ist schlimmer als zuvor. fakt 4: wenn man mit Filzstift das berüchtigte Bärtchen anmalt (schon getan) schaut das Bild einem bestimmten Tapezierer aus Braunau ähnlich. fakt 5: die Headline ist kurz, prägnant (und doppeldeutig). fakt 6: das Cover per se ist gut. fakt 7: Hr. Muzicant schwingt bei Allem und Jedem die "Faschismuskeule". Seine Wortmeldungen sind entbehrlich. Wenn es ihm hier nicht gefällt, soll er seine Immobilien von woanders aus managen (dafür gibt es ja Internet) ;-)

und wieder mal ein antisemitisches posting. "ich? antisemit? nie im eleben?"
da wunder sich noch einer über ebensee.


ein eher billiger kalauer. aber dennoch ein cooles cover.

der herr meinl soll sich lieber um die leute sorgen deren geld er verbrannt hat.

und herr muzicant muss da irgendwas ganz falsch verstanden haben. seine aufregung ist lächerlich und deplaziert. noch mal nachdenken, bitte...(bevor man völlig wahllos mit der faschismuskeule zetert)

Das Cover ist eine echte Sauerei...

...wenn Herr Meinl gegen Gesetze verstossen hat, gehört er vor Gericht. Bis zu einer eventuellen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Aber diese Form der billigen "Reichenhetze" und persönlichen Diffamierung ist absolut letztklassig. Göbbelsmethode. Immerhin ist Herr meinl nur deshalb in England geboren, weil seine familie 1938 vor den Nazis flüchten musste. Der Vergleich mit Hitler ist deshalb eine echte Entgleisung unterhalb jeden Niveaus.

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