Führungskräfteanalyse

"Die Farbigkeit eines Menschen zeigen"

15. Mai 2009, 16:50
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    foto: apa/dpa/arne dedert

    Wer in einer Position gut ist, kann in einer anderen kläglich scheitern: Das Instrument "Hogan" gibt Aufschluss darüber, warum

Wie reagieren potenzielle Führungskräfte unter Stress? Welche Entscheidungen treffen sie, und welche Werte leiten sie dabei? Aufschluss gibt "Hogan"

Auch wenn sein Name nicht unbedingt so klingt, ist "Hogan" (Hogan Personality Inventory, HPI) ein wissenschaftlich fundiertes Testinstrument mit dem sich Leadership-Verhalten prognostizieren lassen soll. Über sieben Parameter (Anpassungsfähigkeit/Empathie, Ehrgeiz/Strebsamkeit, soziale Kompetenz, unternehmerisches Denken, Besonnenheit/Umsichtigkeit, Neugier/Wissbegierde, Einstellung zu Weiterbildung) könne festgestellt werden, ob die richtige Person mit den richtigen Skills in der richtigen Position sei - über die Kulturen hinaus, so Ernst Domayer und Hellmut Santer, Partner bzw. Berater bei osb-i. 

So einfach wie jetzt dargestellt, ist der gesamte Prozess nicht. Für den Endbericht, der potenziellen Kandidaten entsprechendes Leadership-Potenzial (nicht) attestiert, einen Risikobericht (Challenge Report) sowie einen Bericht über die innere Wertehaltung (Value Report) beinhaltet, sind eine Vielzahl an Tests notwendig: unter anderem ein berufsbiografisches Interview.

Nachfrage steigt

Es gilt herauszufinden, wie sich die "Farbigkeit" eines Menschen darstellt, woher eine Person ihre Haupteigenmotivation herhole, wo Reibungsflächen zu Kollegen entstehen können, wie jemand Entscheidungen treffe und aus welchen Beweggründen heraus sie oder er das tue. Die oben genannten Dimensionen seien dann entsprechend stark oder weniger stark ausgeprägt. Je nachdem, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine Position verlangt werden, bieten diese Grafiken auch gute Vergleichsmöglichkeiten unter verschiedenen Kandidaten. Überraschungseffekte bleiben dabei nicht aus - oft würde man Personen auf den ersten Blick ganz anders einschätzen, so Santer.

Die Anfragen, so die Berater, nehmen zu. In Zeiten, wo Talent-Management forciert und verstärkt bei den Nachwuchsführungskräften intern rekrutiert werde, sei die Bereitschaft, sowohl seitens des Unternehmens als auch seitens der Kandidaten höher, sich auch längeren Tests zu stellen, sich auch gezielter weiterzuentwickeln. Domayer: "Bei der Besetzung von Führungskräften darf vor allem in Zeiten einer Wirtschaftskrise nichts mehr schiefgehen."

Validität für das Unternehmen

Für das Gelingen des Tests und für möglichst wenig widersprüchliche Ergebnisse sei das Comittment des auftraggebenden Unternehmens und des Getesteten unabdingbar. Santer: "Vertrauen ist sehr wichtig - und die Transparenz in die Spielregeln." Der Kandidat oder die Kandidatin erhält den schriftlichen Bericht zuerst. Er oder sie gibt ihn dann für das Unternehmen frei. Dadurch erreiche man auch Validität für das Unternehmen, so die Berater. 

Die wichtigste Frage im gesamten Prozess, so Domayer, sei: Was ist gut für Sie? „Niemand soll wo reingepresst werden, niemand soll sich stigmatisiert fühlen", sagt er. Und da Lernfelder und Entwicklungspositionen herausgearbeitet werden, werde der gesamte Prozess samt Endbericht von den Kandidaten sehr gut angenommen. Denn im Endeffekt zähle die ideale Besetzung einer Position und die Zufriedenheit mit dem Job. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 16./17.5.2009)

Peter Eichorn
10
10.1.2010, 11:53
Es gibt keinen Test

der mit einer größeren Wahrscheinlichkeit als 50% eine treffend Aussage treffen kann. Denn wäre das so, dann könnte man nur Kandidaten nehmen welche die Tests bestanden und ihr Studium mit Auszeichnung absolviert haben und es würde keine Firmen mehr geben die Probleme haben. Jedes Unternehmen hätte die tollsten Mitarbeiter und Manger die nur richtige Entscheidungen treffen. Es ist aber gar nicht so. Viele der großen Unternehmen mit den "besten" und bestbezahlten Managern machen riesige Verluste, gehen Pleite, es werden Bilanzen gefälscht etc.. Also lasst euch da nicht ebenso verarschen wie von der Pharmaindustrie mit der wissenschaftlichen Erkenntnis über die Vogel oder Schweinegrippe. Alles nur ein Geschäft. Entscheidet nach eurem Gefühl.

Erwin Wolfram
01
18.5.2009, 00:27

Bitte gebe ich eben von den 10.000 EUR Monatesgehalt 500 EUR fuer den Hogan Test aus.

SOZIALSCHMAROTZER
01
18.5.2009, 19:18
und steck dem lieben kollegen der mich testet...

...noch mal 500 EUR zu, damit die ergebnisse optimal ausfallen und auf in den vorstandsposten, dann haben sich die 1000 EUR ruckizucki amortisiert ;-)

Management Quatscher
00
15.5.2009, 22:16
Hogan know´s best

Hogan Knows Best ist eine amerikanische Reality TV-Show, die das Alltagsleben der Familie rund um Vater und Profi-Wrestler Hulk Hogan begleitet.

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