Heiraten macht auf lange Sicht nicht glücklicher

18. März 2003, 12:54
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Nach kurzem emotionalen Aufschwung wird alles wieder wie es war: Man ist zufrieden, aber eben nur zufrieden ...

Washington - Heiraten macht einer US-Studie zufolge auf lange Sicht nicht glücklicher. Die Partner erlebten nach der Hochzeit lediglich einen kurzen emotionalen Aufschwung, heißt es in einer am Sonntag von der psychologischen Fachzeitschrift "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlichten Studie.

Die Befragten bewerteten ihr Lebensgefühl jährlich mit Hilfe einer Skala von null (völlig unglücklich) bis zehn (völlig glücklich). Eine Hochzeit hob den Durchschnitt dabei vorübergehend um lediglich 0,1 Punkte.

Nicht zufriedener als vorher

"Wir fanden heraus, dass die Menschen nach der Hochzeit nicht zufriedener waren, als sie es vor der Hochzeit waren", zitierte die Zeitschrift einen der Forscher. Die Wissenschafter befragten für ihre jetzt fertig gestellte Studie von 1984 bis 1995 mehr als 24.000 Menschen.

Gleichzeitig warnten Forscher der Rutgers-Universität im US-Bundesstaat New Jersey Paare davor, ein Leben lang der Euphorie der ersten Jahre nachzutrauern. Es sei praktisch unmöglich, dieses Glücksniveau über die ganze Dauer der Ehe aufrecht zu erhalten, hieß es. Die ständige Suche nach danach könne sogar zur Scheidung führen. (APA/Reuters)

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