"Kaffeehaus" Austria mit Haas und Jonke

17. März 2003, 13:31
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Buchmesse Leipzig: Das Verhältnis zwischen Europa und den USA prägt vor dem Hintergrund eines drohenden Irak-Kriegs einige Veranstaltungen

Wien/Leipzig - Die traditionelle Buchmesse macht Leipzig ab Donnerstag (20. März) für vier Tage wieder zum Mekka für Branchenprofis, Literaturfreunde und Bücherfans. Bis Sonntag präsentieren auf über 39.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche mehr als 1.900 Verlage aus 28 Ländern ihre aktuellen Frühjahrsprogramme. Schwerpunkte des nach Frankfurt/Main wichtigsten jährlichen deutschen Buchfestes sind die Literaturen Europas, die Leseförderung, Hörbücher und das Reisen.

Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um einen Irak-Krieg beschäftigen sich einige Veranstaltungen mit dem Verhältnis zwischen Europa und den USA.

Das Autoren-Special "Willkommen zu Hause - Europa im Übergang", soll den gedanklichen Ost-West-Transfer fördern. Acht Autoren aus mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten sprechen darin über Hoffnungen und Zukunftssorgen in ihren Ländern.

Steiermark-Schwerpunkt Österreichs

Rund 20 österreichische Autoren (darunter Wolf Haas, Gert Jonke und Otto Brusatti) werden im eigens eingerichteten "Wiener Kaffeehaus" aus ihren Werken lesen. Außerdem schickt die Grazer Autorenversammlung ihren Mitbegründer Wolfgang Bauer sowie fünf weitere Mitglieder für einen kleinen Steiermark-Schwerpunkt nach Leipzig.

Wie bereits im vergangenen Jahr soll das Kaffeehaus, ins Leben gerufen vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels, die Präsenz österreichischer Verlage auf der Buchmesse unterstützen. 43 heimische Verlage (etwas mehr als im Vorjahr) werden sich in Leipzig vorstellen, davon 26 mit eigenen Verlagsständen.

Literatur für den Nachwuchs

Mit allein 170 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche ist die Leipziger Buchmesse außerdem das größte Literaturfestival seiner Art für den Nachwuchs in Deutschland. Das spezielle Programm zeigt aktuelle Trends und soll bei der Internet- und TV-Generation die Leselust wecken. Dabei bekommen die Comics, vor allem Animes, Mangas sowie Fantasy- und Rollenspiele, mehr Raum.

Zum Abschluss der Messe werden der mit 10.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung an den belgischen Schriftsteller Hugo Claus und der Anerkennungspreis an die in Berlin lebende Übersetzerin Barbara Antkowiak verliehen. (APA/dpa)

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