"Am liebsten bin ich Opa"

8. Mai 2009, 17:05
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    foto: standard/hendrich

    Fritz Neugebauer: "Nein ist sicher nicht mein Lieblingswort, ich würde lieber viel öfter Ja sagen."

Fritz Neugebauer im STANDARD-Interview: Warum er so oft Nein sagen muss und was der Unterschied zwischen Schüssel und Motorradfahrer Neugebauer ist

Neugebauer: Ich sollte öfter auf dieser Tischseite sitzen (schaut aus dem Büro des 2. Nationalratspräsidenten Richtung Innenstadt), hier hat man eine völlig andere Perspektive. Da, das Herrengassen-Hochhaus: erstes Hochhaus Wiens.

Standard: Da wohnt ein Kollege von "Profil". Dort fragte Sie unlängst Kolumnist Nikowitz in einem seiner nie geführten Interviews: "Bekommen Sie für dieses Interview eine Zulage?" Was würden Sie antworten?

Neugebauer: Na: Was legen Sie auf den Tisch?

Standard: Ich biete zum Aufwärmen ein paar kurze Fragen. Wo gehen Ihre zwei Enkeltöchter zur Schule?

Neugebauer: Öffentliche Volksschule, Korneuburg.

Standard: Was ist ein guter Schüler?

Neugebauer: Einer, der wissbegierig ist, die Dinge kritisch hinterfragt.

Standard: Ein guter Lehrer?

Neugebauer: Einer, der diese Eigenschaften fördert.

Standard: Guter Bildungsminister?

Neugebauer: Einer, der für Rahmenbedingungen sorgt, damit dieses Kritisch-wissbegierige auch ordentlich wachsen kann.

Standard: Ihre Traumschule?

Neugebauer: Keine Fabrik, zwölf Klassen mit maximal 15 Kindern und einer Schulleitung, die von bürokratischem Kram entlastet ist und Zeit für Pädagogisches hat, sich um alle Wechselfälle des Lebens kümmern kann.

Standard: Wie passen Sie und Reformfreude zusammen?

Neugebauer: Ich bin Neuerungen gegenüber aufgeschlossen, aber überzeugt, dass Reformen im Bildungsbereich nie revolutionär und im Befehlston sondern nur evolutionär ablaufen können und die Teilhabe möglichst vieler braucht.

Standard: Entspricht Ministerin Claudia Schmied Ihrem Anspruch?

Neugebauer: Als Resumee der jüngsten Debatten muss ich festhalten, dass sehr viel dessen, was Schule braucht, nämlich Begeisterung, zerstört wurde.

Standard: Von Schmied?

Neugebauer: Natürlich, die Lehrer haben ja nur auf ihre Ideen reagiert. Die Ministerin hätte die Lehrer auch als schulterschließende Mitstreiter bekommen können.

Standard: Begonnen hat der Streit mit der Weigerung der Lehrer, zwei Stunden mehr in der Klasse zu stehen. Ihre Darstellung, das hätte 10.000 Lehrerjobs gekostet, kam in der Öffentlichkeit nicht an. Sogar die "Krone" schlug sich auf Seite der Ministerin, war gegen Lehrer und Gewerkschaft. Vergeigt?

Neugebauer: Niemand konnte damit rechnen, dass Frau Schmied einen Vorschlag macht, der 10.000 Jobs kostet, hauptsächlich von Frauen. Wir haben Zeit gebraucht, dieses Aha-Erlebnis zu verdauen. Und Lehrerdreschen ist keine Kunst. Mir geht's nicht darum, was die Öffentlichkeit an Diffamierendem sagt, wenn wir am richtigen Weg sind, Solidarität üben. Keine Gewerkschaft unterstützt Jobabbau.

Standard: Haben Sie die Schüler verstanden, als die nach dem Streit auf die Straße gegangen sind, weil zwei schulautnome Tage wegfallen?

Neugebauer: Nein. Mich amüsiert das eher, weil das doch erst 2010 oder 2011 schlagend wird. Noch weniger verstehe ich aber die Wirtschaft, die angesichts dieser zwei Tage aufschreit und sagt, die Betten seien nicht ausgelastet. Da könnten wir gleich gar keinen Unterricht machen, dann wären alle Hotelbetten ausgelastet. Die Vorschläge, die da kommen, sind abenteuerlich. Jetzt werden Herbstferien gefordert - ich selbst habe genau diese Herbstarbeit immer als fruchtbarste Unterrichtszeit erlebt.

Standard: Sie haben 1996 das letzte Mal unterrichtet, an der Hauptschule Pöchlarnstraße in Wien-Brigittenau....

Neugebauer: ...leider, das Unterrichten geht mir sehr ab.

Standard: Was ist das Schöne dran?

Neugebauer: Ich mag die Begegnung mit den Heranwachsenden. Mitzuhelfen, dass etwas wächst, für jeden ein für seine Begabung maßgeschneidertes Lernrezept anzubieten, das ist faszinierend.

Standard: Lehrer, Ihr Traumjob.

Neugebauer: Der musische Bereich hätte mich schon auch interessiert, ein Instrument perfekt zu spielen...

Standard: Sie spielen doch Klavier. In Schüssels Musikantengruppe, in der Elisabeth Gehrer Flöte gespielt hat, waren Sie nicht.

Neugebauer: Nein. Chorsingen und Dirigieren hätten mich übrigens auch gereizt, gesungen hab' ich immer gern. Singen verbindet.

Standard: Der Parlamentschor böte sich doch an.

Neugebauer: Da war ich nie, den gibt es auch nicht mehr. Ich liebe die Oper, Operette, Verdi, Puccini.

Standard: Gehen Sie da, wie VwGH-Präsident Jabloner, immer auf Stehplatz in die Staatsoper?

Neugebauer: Nein, so militant bin ich nicht unterwegs.

Standard: Als Gewerkschafter sind Sie eher schon militant.

Neugebauer: Was wäre der Gegensatz zu militant?

Standard: Gemäßigt.

Neugebauer: Ich bin ein realistischer Gewerkschafter.

Standard: Und tiefschwarz. Stammen Sie nicht aus sozialistischem Milieu? Sie wuchsen im zweiten Bezirk auf, Ihre Mutter war Schneiderin, Ihr Vater Eisenbahn-Beamter.

Neugebauer: Nein, mütterlicherseits aktiv katholisch, mein Vater war ein Bürgerlicher, der unter den sozialistisch geführten Eisenbahnern einigermaßen litt.

Standard: Was ist eigentlich Ihr bildungspolitisches Ziel? Man weiß eigentlich nur, wogegen Sie sind, etwa gegen Ganztags- oder Gesamtschule.

Neugebauer: Nein, nein, das muss man differenzieren. Sicher, wir brauchen wegen steigender Nachfrage immer mehr ganztägige Schulbetreuungsformen, aber ob man das mit verpflichtender Ganztagsschule macht, ist etwas anderes. Es muss immer das Wechselspiel zwischen An- und Entspannung für die Schüler stimmen. Und zur Gesamtschule: Da verbeißen sich alle in die äußere Form, dabei geht es um ausreichend pädagogisches Personal für kleine Lerngruppen und maßgeschneiderte Förderung für alle Schüler.

Standard: Es geht doch darum, dass man die Ausbildungslaufbahn von Kindern nicht schon mit zehn Jahren fixfertig vorbestimmt.

Neugebauer: Das stimmt doch nicht, unsere Lehrpläne sind durchlässig, da können jederzeit Übergänge in andere Schulformen gemacht werden. In Wirklichkeit geht es um die Statusfrage: Wenn einer von der zweiten Klasse Gymnasium in die dritte Klasse Hauptschule wechselt, spricht man von Abstieg.

Standard: In Wien jedenfalls ist das doch auch meistens so.

Neugebauer: In Wien ist die Schulfrage sehr oft mit Prestigedenken verbunden oder mit der Frage, welches der kürzeste Schulweg ist. Wenn in einer Klasse viele Ausländerkinder sind, ist das aber schon ein Problem, das gebe ich zu. Als ich in der Brigittenau unterrichtet habe, waren schon 80 bis 85 Prozent der Schüler Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache. Da musste ich die Ansprüche zunächst hinunterschrauben, aber das alles hat nichts mit Lernbereitschaft der Schüler zu tun.

Standard: Aber mit ihren Chancen.

Neugebauer: Auch nicht, ich treffe viele ehemalige Schüler, aus denen etwas geworden ist: Der eine hat ein G'schäftl, der andere ist Kriminalbeamter beim Bundespräsidenten geworden. Heute gibt es allerdings Klassen, da hat der arme Kollege mit hundert Prozent bunter Mischung zu tun, da geht es darum, die Schüler zunächst mit den einfachsten Kulturtechniken vertraut zu machen. Aber wenn die Klassen nicht so überfrachtet sind, dann kann man schon Lernerfolge erzielen. Es geht einfach darum, einen Nährboden zu schaffen, einen, der so beschaffen ist, dass die Kinder gefordert sind.

Standard: Obwohl Sie es anders sehen, gelten Sie als Reformverweigerer, Neinsager, Blockierer...

Neugebauer: Ich habe mich daran gewöhnt. Das sagen nur Leute, die mich nie gesprochen haben.

Standard: Nein. Auch Leute, die Sie kennen und mit Ihnen verhandeln.

Neugebauer: Nein ist sicher nicht mein Lieblingswort, ich würde lieber viel öfter Ja sagen. Aber wenn Dummheiten hinausposaunt werden, gibt es nur: Nein, so nicht. An sich hasse ich Streit, bin ein friedfertiger Mensch...

Standard: Sie hatten immer eine Aversion gegen das Diktat von oben?

Neugebauer: Ja, so gesehen bin ich ein 68er, ohne dass ich je einer war. Das Diktiertwerden hat mich schon als Klassensprecher gestört. Ich hatte ja das Privileg, Helmut Zilk zum Pädagogiklehrer zu haben...

Standard: Von ihm schwärmen Sie sehr, warum?

Neugebauer: Ja, weil er konnte zwei Stunden reden - und das sehr fesselnd.

Standard: Können Sie sich Zilk als Spion vorstellen?

Neugebauer: Nicht als klassischen Spion, aber er war ein offener Mensch, hat gern Geld ausgegeben. Was er den Freunden da erzählt haben mag, stand bei uns wahrscheinlich in jeder Tageszeitung.

Standard: Sie behaupten, Sie hätten in den vergangenen Jahren "sehr viel bewegt". Was genau?

Neugebauer: Wir haben unaufgeregt Gehaltsrunden gedreht, ein neues Dienstrecht für den öffentlichen Dienst gemacht, die Pensionsreform unter Schwarz-Blau...

Standard: Ihre Zustimmung dazu hat Ihnen der ÖGB nie verziehen, kostete Sie den ÖGB-Vizechef-Job.

Neugebauer: Ach, heute verstehen die das. Die Pensionslösung für den öffentlichen Dienst haben wir damals mit Schüssel und Zustimmung der sozialdemokratischen Gewerkschafter ausverhandelt.

Standard: Mit Schüssel haben Sie sich ja blendend verstanden.

Neugebauer: Ja, mich fasziniert seine klare Analyse. Aber er war viel zu schnell, ich hab ihm oft gesagt: "Dein Tempo, Wolfgang, ist zu hoch. Die Leute müssen das ja alles erst verdauen."

Standard: Privat stehen Sie ja interessanterweise selbst auf Geschwindigkeit, als Motorradfahrer.

Neugebauer: Oh, ich fahre mit Gelassenheit.

Standard: Ihre Yamaha ist laut Prospekt sehr reisetauglich. Dabei fahren Sie meist im Weinviertel...

Neugebauer: Ich fahre ja nicht ständig, daher tut mir nach drei Stunden schon der Hintern weh...

Standard: Wundert mich. Ein Verhandler sagt über Sie: "Neugebauer sitzt uns noch alle ins Grab."

Neugebauer: Das will ich aber nicht. Wobei, es ist ein alter Grundsatz: Wer aufsteht, verliert.

Standard: Wenn Sie in einem Büro aufstehen, setzen Sie sich im nächsten. Sie sind Nationalratspräsident, Chef der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst GÖD, Chef des Arbeitnehmerbundes der ÖVP, ÖAAB. Welches ist denn Ihr Lieblingsjob?

Neugebauer: Am liebsten bin ich Opa. Der Sonntag ist bei uns heilig, da trifft sich die Familie oft daheim oder im Kaffeehaus.

Standard: Aber nicht im Holunderstrauch, in dem Innenstadt-Beisl haben Sie so etwas wie ein Büro.

Neugebauer: Früher, da haben wir uns ja in der Kantine des Unterrichtsministeriums getroffen bei Fernsehkoch Andi Wojta. Das war für mich als Lehrervertreter ideal: Wir haben keine Verhandlungsräume gebraucht, sondern bei einem Glas Bier geredet. Der Holunderstrauch liegt in der Nähe aller Ressorts, da treff' ich jede Menge Leute, muss keine Termine machen, rede zwischen Tür und Angel. Dort stimmt auch die Mischung der Gäste: jung, alt, jede Schicht. Wenn ich da eine halbe Stunde plaudere, kenn' ich die Meinungslage in Österreich.

Standard: Wie ist die Meinungslage des Gewerkschafters zu Lohnverzicht und Managergehältern?

Neugebauer: Lohnverzicht ist sicher nicht der neue Weg. Und Chefgehälter? Purer Neidkomplex. Wenn Manager Jobs sichern, können sie gar nicht genug verdienen. Die Aufsichtsräte sollen sich den Kopf zerbrechen, wie sie diese Messlatte in Verträgen verankern.

Standard: Sie kamen 1997 selbst ins Kreuzfeuer, als Ihr Einkommen von 158.000 Schilling bekannt wurde. 40.000 brutto bekamen Sie als dienstfrei gestellter Lehrer für zwei Wochenstunden Deutsch. Darauf haben Sie dann großteils verzichtet.

Neugebauer: Ich habe auf nichts verzichtet, war als Abgeordneter freigestellt und bezog mein Lehrergehalt. Danach habe ich die zwei Stunden halt nicht mehr gehalten.

Standard: Sie haben einmal gesagt, die Bevölkerung hat die Funktion und Bedürfnisse des öffentlichen Dienstes seit Joseph II. nicht begriffen. Ganz schön langsam, das Volk.

Neugebauer: Ist doch so: Werden öffentliche Dienste in Anspruch genommen, werden sie geschätzt. Treten Beamte aber in Ausübung des öffentlichen Gewaltenmonopols an die Bürger heran, werden sie gar nicht mehr geschätzt.

Standard: In der ÖVP werfen Ihnen manche vor, den ÖAAB zu beamtenlastig geführt zu haben.

Neugebauer: Erstens: Am 20. Juni um 13 Uhr endet meine Funktion im ÖAAB, da finden Neuwahlen statt. Zweitens: Die Hälfte der ÖAAB-Mitglieder kommt aus dem öffentlichen Bereich - und da standen in letzter Zeit eben viele Themen an. Ich habe die sieben Wochen Lehrerhatz ja nicht erfunden.

Standard: Lehrerhatz? Warum sind Lehrer eigentlich so angerührt, viele von Ihnen reagieren auf Kritik wie Mimosen.

Neugebauer: Angerührt sind Lehrer nicht. Wissen Sie, es ist schon interessant: Bei direkten Begegnungen mit Lehrern ist die Achtung für sie durchaus da, aber in der Gruppe, mediatisiert, heißt es: Die Lehrer hackeln nichts. Dieses Nicht-Verstandensein macht Lehrer nervös.

Standard: Letzte Frage: Worum geht's im Leben?

Neugebauer: Worum geht es? Worum geht es wirklich? Was haben Sie studiert? Jus? Ich habe eher an Philosophie gedacht. (Renate Graber, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9./10.5.2009)

Zur Person

Fritz Neugebauer (64) ist Chef der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, Zweiter Nationalrats-Präsident und bis 20. Juni Chef des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB. Der passionierte Großvater und Biker war Deutsch- und Geografie-Lehrer, wurde in den 60ern Personalvertreter. Jüngst hat er Bildungsministerin Claudia Schmied zum Kniefall vor den Lehrern ausgesessen.

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das ist fix
00
27.9.2009, 10:47

"Am liebsten bin ich Opa" - dann soll er in Pension gehen, dann müssen wir uns seinen Beamten-Gewerkschaftssprech nicht weiter anhören.

richter barbara salami
00
28.5.2009, 18:17
neugebauer soll endlich

den hut nehmen und sich aus der öffentlichkeit vollkommen zurückziehen...
für ewig

haeferl
00
10.5.2009, 10:30
Mir wäre es nur lieb, wenn

er als 2. NRP meine Anfrage beantworten könnte. Innerhalb von zwei Monaten sollte man dazu fähig sein, selbes gilt auch für Frau Prammer, die erst nach Aufforderung nur mit Bla, bla antworten ließ.

Hiaztat
00
10.5.2009, 10:13
Neugebauer wird Opa


zu 100 %

ohne Nebenjob :-)

er ist glücklich

Österreich ist glücklich

und wenn er diese grandiose Idee vor ein paar Monaten gehabt hätte, wäre das Ansehen der Lehrer nicht so schnell den Bach hinunter gegangen

michelkholhaas
00
10.5.2009, 09:56
Neugebauer ist am liebsten Opa?

Mir wär er als nur Opa auch am liebsten!

Jake Gittes
00
10.5.2009, 09:47

Wie lange muss ich mir den eigentlich noch auf der ersten Seite anschauen?

Irma la Douce
00
10.5.2009, 09:54
Haben Sie denn sonst nix zu tun?


Es ist wunderschön draußen, ich komme gerade von einem ausgedehnten Spaziergang zurück und mach mich jetzt ans Lernen des Muttertagsgedichts.

Jake Gittes
00
10.5.2009, 19:16

Klingt aufregend!

;-)

alea2
00
10.5.2009, 08:57
wann verschwindet dieses gesicht

endlich von der opening page des standards? gibt es wirklich nichts besseres als "am liebsten bin ich opa?" auf die frontpage zu stellen? das wirft ein bezeichnendes bild auf die medien in ö!

Irma la Douce
00
10.5.2009, 08:16
Ein schönes Beispiel, dass man auch als Proletarier


in österreich an die macht kommen kann, völlig wertfrei gesagt & gemeint.

el ka
00
10.5.2009, 07:58

"Wenn ich da eine halbe Stunde plaudere, kenn' ich die Meinungslage in Österreich."

in einem INNENSTADTBEISEL "in der Nähe aller Ressorts" !!!!

es gibt sie doch, die parallelwelt, in der manche leben...

krosser pruter
01
10.5.2009, 03:02
kommt mir vor

wie dr. house ohne medis, 30 jahre älter, humorlos und ohne wirkliche perspektive und aufgabe, hat schon abgeschlossen, und das ist auch gut so, ab in die pension, aber ohne zahlungen, hat eh schon genug kapital angehäuft auf kosten der allgemeinheit.

chicago
03
10.5.2009, 01:35
Wieso lassen die eines der schwächsten und unkritischsten Interviews aller Zeiten tagelang an prominenter Stelle stehen?

Oder habe ich das "bezahlte Anzeige" übersehen?

Schlapsi
00
10.5.2009, 01:31

Der Typ hat sein Leben lang immer nur abgezockt.

uncle sam3
01
das solche

type mal lehrer waren ist kein zufall.

Settembrini
00
Seit Tagen klammert sich dieser Artikel hier fest...

..während wesentlich wichtigere schnell verschwinden. Ist dieser Schwa.......her derart bedeutend? Das erste, das ich seit Tagen lese, sobald ich diese Seite öffne ist die Nachricht, daß irgendjemand am liebsten Opa sei. Weg mit ihm. Ha fatta sua storia.

Michel de Nostredame
11
Artikel 7 des österreichischen Bundes-Verfassungsgesetzes:

"Alle Bundesbürger sind vor dem Gesetz gleich. Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes(!), der Klasse und des Bekenntnisses sind ausgeschlossen".

Herr Neugebauer hat dafür gesorgt, dass dieser Artikel der österreichischen Bundesverfassungsgesetzes außer Kraft gesetzt wurde, denn schließlich ist ja er der hauptverantwortliche dafür, dass die Beamten gleicher als gleich sind.
Fazit: ihm gebührt nicht der Ruhestand, sondern das Gefängnis, wegen Hochverrat und Verfassungsbruch!

asinus
00
10.5.2009, 00:14

Bleiben's a bissl am Teppich.

Okay, okay
00
Ach ja, das sinnerfassende Lesen.

Aber auch Ihnen kann geholfen werden: mit "Stand" ist der Adel gemeint. Nicht irgendein Beruf, den jeder unabhängig von seiner Herkunft ergreifen kann.

Michel de Nostredame
00
10.5.2009, 09:43
Genau, das sinnerfassende Lesen:

Wie Sie ja sehen können, sind die Begriffe "Vorrechte der Geburt" und "Stand" getrennt angeführt. Somit kann mit "Stand" nicht der Adel gemeint sind.
Der Begriff "Stand" bezieht sich auf den Berufsstand, schon einmal vom Begriff "Ständestaat" etwas gehört?
Und in Österreich ist der Beamtenstand dermaßen privilegiert, dass diese Tatsache der Bundesverfassung eindeutig widerspricht. Somit ein klarer Fall von Verfassungsbruch, der auch dementsprechend geahntet gehört.

Gianna Nannini
 
00
Mit "Stand" war 1918 der Adel gemeint

und die Adelstitel sind mit 12. November 1918 abgeschafft worden. Da Öst. aber noch immer in vielem ein Kammerstaat ist und die Kammern auch heute noch wichtige soziale Aufgaben wahrnehmen (wie das Auszahlen von Pensionen aus ihren Fonds), wäre es eine interessante Aufgabe für reiche Juristen, das einmal auszufechten. Ich kenne mich zu wenig aus, aber die Frage, ob die Kammern und manchmal auch die Gewerkschaften nicht Stände bilden, die eigentlich verfassungswidrig (dem Gleichheitsgrundsatz widersprechen) sind, müsste ja beantwortet werden können.

Okay, okay
00
Kein Problem.

Die Antwort ist: nein.
Glauben Sie mir, es ist kein guter Weg, alles zu seinem Feindbild zu machen, was man nicht versteht. Kammern und Gewerkschaften sind Interessenvertretungen. Die einen mit Pflichtmitgliedschaft (um tatsächlich für alle Mitglieder und nicht nur für ein paar Hanseln agieren zu können), die andern sind überhaupt nur ein Verein (aber mit relativ vielen Mitgliedern).

Gianna Nannini
 
00
Ich habe gefragt, ob man diese Frage beantworten kann. Ich habe sie nicht bejaht.

Dass Kammern und Gewerkschaften Interessensvertretungen sind, weiß ich, weil ich jahrelang in einer gearbeitet habe. Ich habe eine verfassungsjuridische Frage aufgeworfen: Ob es nach der Rechtssprechung des 21. Jahrhunderts nicht den Fall geben KANN, dass Kammern und Gewerkschaften als (verfassungswidrige) Stände verstanden werden können. Ich finde es außerdem völlig O.K. zuzugeben, dass man etwas noch nicht genau weiß. Schließlich lehne ich diese komische, giftige Aufeinanderhackerei ab. Auch sie werden mich nicht dazu bringen. Jeder Mensch ist frei, seine Meinung und seine Zweifel zum Ausdruck zu bringen, so unsinnig sie auch sein mögen. Sie haben mir die juridische Frage bisher NICHT beantwortet. Ich freue mich schon auf Ihre Details.

Ein rechtes Schwein!
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Das sollte er auch bleiben!

Nur Opa und nicht Bremser in allen Lagen!
Dann hätte das Volk es auch viel besser!
Soll er endlich in Pension gehen der Sesselkleber!

fred h
00
schaut euch mal sein lebenseinkommen an

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