Homosexuellen-Vertreter machen Druck auf ÖVP

10. Mai 2009, 13:12
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    foto: standard, corn

    Warten auf die Homo-Ehe in Österreich. In Schweden dürfen gleichgeschlechtliche Paare seit Freitag vergangener Woche ganz offiziell heiraten.

Minister-Sprecher beteuern, dass es eine Regelung "ganz sicher" bis Ende des Jahres geben wird - Zeremonie am Standesamt "nicht prioritäre Frage"

In Schweden können Homosexuelle seit Freitag vergangener Woche ganz offiziell heiraten. Das Recht auf die standesamtliche Ehe war ihnen bisher verwehrt, seit 1987 konnten sie die Partnerschaft aber bereits amtlich registrieren, seit 2003 auch Kinder adoptieren.

In Österreich ist man davon noch weit entfernt. Denn durch die Neuwahlen im vergangenen Herbst ist das Projekt der rechtlichen Gleichstellung homosexueller Paare ins Stocken geraten. In der vorigen Regierung unter Bundeskanzler Alfred Gusenbauer waren schon mehrere Arbeitsgruppen zum Einsatz gekommen, ein Gesetzestext wurde von der damaligen Justizministerin Maria Berger (SPÖ) vorgelegt, doch von der ÖVP zurückgewiesen.

"Ganz sicher heuer"

Die neue Regierung hat im Regierungsprogramm beschlossen, "zur Schaffung eines Partnerschaftsgesetzes zur rechtlichen Absicherung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften" eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die die weitere Vorgangsweise im Detail festlegen soll. Zuständig für die Arbeitsgruppe sind Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Seitens der Sprecher von Bandion-Ortner und Heinisch-Hosek wird gegenüber derStandard.at auch versichert, dass das Gesetz "ganz sicher heuer noch kommen wird".

Die Vorarbeiten laufen "auf verschiedenen Ebenen", sagt etwa Dagmar Strobl, Sprecherin der Frauenministerin. Paul Hefelle, Sprecher der Justizministerin bestätigt, dass es "laufend Gespräche" gibt. Auch die NGOs würden eingebunden. Es sei aber nicht einfach, zu einem Ergebnis zu kommen, weil viele verschiedene Gesetzte aufeinander abgestimmt werden müssten.

Für die Justizministerin sei aber klar, dass es "bis Ende des Jahres eine Lösung" geben werde. "Es wird eine eingetragene Partnerschaft sein", so Hefelle, "keine Ehe und keine Ehe-light." Am bisher strittigen Punkt der Zeremonie am Standesamt werde es "nicht scheitern": "Die Ministerin hat mehrmals klar gemacht, dass das für sie nicht die prioritäre Frage ist", so Hefelle, "die Eintragung muss nicht um jeden Preis im Standesamt stattfinden, genauso wie umgekehrt, sie nicht unbedingt nicht dort stattfinden soll."

Antrag beim Wiener SPÖ-Landesparteitag

Den Vertretern der Homosexuellen geht das jedoch zu langsam. Die SOHO, die Arbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen in der SPÖ, hat deshalb einen Antrag beim Wiener SPÖ-Landesparteitag Ende April eingebracht, in dem gefordert wird, das Lebenspartnerschaftsgesetz "bald auf Schiene zu bringen". Peter Trachkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SOHO, erläutert im Gespräch mit derStandard.at: "Wir wollen die Regierung damit unter Druck setzen." Im Antrag heißt es wörtlich: "Die ÖVP-VertreterInnen in der Bundesregierung lassen sich mit der Abarbeitung dieses Punktes im Regierungsprogramm, auf dem Rücken der Lesben und Schwulen Zeit."

Österreichs Lesben und Schwule hätten aber ein Anrecht darauf, dass ihre Partnerschaft endlich rechtlich abgesichert wird, so die SOHO. Sie plädieren für die Eintragung der Partnerschaften am Standesamt. Ob es dann auch eine Zeremonie geben soll, müsse ohnehin das jeweilige Standesamt entscheiden.

"Von Schweden lernen"

Auch die Grünen Andersrum drängen auf die Umsetzung der Homo-Ehe. "Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP sollen von Schweden lernen und das österreichische Eherecht einfach geschlechtsneutral umformulieren", schrieb Marco Schreuder kürzlich in einer Aussendung. "Schweden wird derzeit konservativ-bürgerlich regiert. Die österreichische Schwesterpartei ÖVP hat sich bislang allerdings in Fragen der kompletten Gleichstellung vehement gesperrt." (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 10.5.2009)

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Uli44
00
18.6.2009, 12:56
Ehe

Homosexuelle sollen genauso heiraten können, sich wieder scheiden lassen können, Unterhaltsrechte- und -pflichten haben können, Witwen-/Witwerpension beziehen können, Kinder adoptieren können, wie auch Heterosexuelle. Das ist ein zentrales Menschenrecht. Ich sehe keinen Grund, einer Person, die homosexuell ist, gewisse Rechte (Pflichten) vorzuenthalten.
Was soll all das Gerede über "Sollen wir das jetzt Ehe nennen oder doch nur 'Vertrag'"? Soll es eine Zeremonie am Standesamt geben oder nicht?
Gleiche Rechte für alle!

Strudelteig
11
22.5.2009, 20:21

Solange die finanzielle Unterstützung seitens der Allgemeinheit für alleinstehende Mütter nicht auf der Stelle besser wird, habe ich kein Verständnis für die Homo-Ehe mit allen sozialen Rechten (Mitversicherung, Witwer/witwenpenison), wie sie herterosexuelle Ehepaare genießen.

Die Republik hätte eigentlich andere Sorgen! Das Unterhaltsvorschussgesetz bietet nur einen mangelhaften Ersatz für Väter, die sich ihrer Pflicht entziehen.

graeslein
 
00
22.5.2009, 20:34



Gratuliere Herr Strudelteig! Rund 50 % der außerehelichen Väter entziehen sich der Unterhaltspflicht!

Sehr häufig springen die Familien der Mütter ein, diesen "Minifamilien" überhaupt eine Perspektive zu geben.

Homosexualität zu "regulieren", kann nicht Aufgabe des Staates sein, das ist einfach Privatsache.

Miss.Take
28
15.5.2009, 12:32
bei manchen kommentaren weiter unten..

bei manchen kommentaren weiter unten..

Meinungen wie "Kinder sollen in normalen,heterosex. Verhältnissen aufwachsen" machen mich so böse.
Ich glaub Kinder wachsen dann in GUTEN Verhältnissen auf, wenn sie BEZUGSPERSONEN haben die sie gut behandeln, für sie da sind und sie lieben.
Und ich versteh nicht ganz, warum das nicht zwei Frauen oder zwei Männer sein können? 

jetzt werden sich sicher manche denken "da fehlt der Bezug zum anderen Geschlecht".. GENAU.. weil Lesben sicher nuf weibliche Freunde und Schwule nur männliche Freunde haben.

Aufwachen ist angesagt.

Roasfloasch
05
15.5.2009, 03:15
Mein Gott,

was kann denn da so schwer sein? Wie lange wollen's denn da noch herumdiskutieren? Dachte alle Menschen sind gleich? (und ich mein jetzt nicht das Geschlecht) ;-)

Ingrimm
12
15.5.2009, 05:06

Christlich-abenländische, weiße, Germanen - sind gleicher

travelmike
11
14.5.2009, 13:16
Man wird die Diskussion noch 20 Jahre hinauszögern

Daher würd ich erstmal schauen, daß das gemacht wird, was vermutlich für die Mehrzahl der Betroffenen das existenziell wichtigste ist: Anerkennung eingetragener Partnerschaften und Angleichung der Rechte in allen Belangen an heterosexuelle Lebensgemeinschaften.
Ich glaub das ist der kleinste gemeinsame Nenner dem sich auch die ÖVP nicht entziehen kann.
Beim Recht auf Adoption dagegen, da bin ich sehr, sehr skeptisch und vielleicht auch konservativ. Ich lehn das ab.

Naboki
30
14.5.2009, 12:38
Wer will den eigentlich heut noch heiraten...

Peppermint Betty
00
14.5.2009, 13:06

Ich und ich bin auch überzeugt davon ... meine Ehe wird allerdings eine heterosexuelle sein und auch davon bin ich überzeugt.

travelmike
10
14.5.2009, 14:27
Jeder ist seines Glückes Schmied,

ich kann jedem nur raten, es sich noch einmal zu überlegen...

Peppermint Betty
01
14.5.2009, 14:28

Ich kann ganz gut auf mich selber aufpassen ... und wenn alle an ihrer Partnerschaft so eifrig schmieden würden, wie an ihrem Glück, dann gäbe es signifikant weniger Scheidungen.

magdalena85
04
14.5.2009, 11:52
Schön langsam wird es Zeit, dass sich die ÖVP bewegt...

Ich bin bekennende ÖVP-Wählerin und meine, jeder soll leben wie er will! Hauptsache die Menschen sind glücklich in ihrer Beziehung und selbstverständlich sollten alle die gleichen Rechte haben! Die streng konservativen Gläubige haben ihre Heimat eh schon beim Stadler gefunden, also auf was wartet meine Partei noch?

Rhodentia
00
30.9.2009, 11:03
...also auf was wartet meine Partei noch?

Vielleicht auf den Messias, aber ganz sicher nicht auf den Kommentar einer Frau, denn diese sei dem Manne untertan.

hiergeborener
32
14.5.2009, 11:35
druck von hinten?

Fetz Pepi
21
14.5.2009, 09:08

Bei Pröll dem Lifeballgeher und dem künftigen EU Kommissar Molterer rennt man da offene Türen ein.

Law & Order
00
12.5.2009, 18:22
Lektüre hiezu

aus der juristischen Fachwelt:

www.salburg.com

In den "Salzburger Nachrichten" unter "Ehevetrag geschlechtsneutral" suchen.


Law & Order
00
13.5.2009, 21:33

Der Link müsste richtig lauten:

www.salzburg.com


SchwarzgeldVolksparteiÖsterreich
22
12.5.2009, 17:21
presseaussendung parlamentsclub

nach reiflicher überlegung und da der druck ja in der zwischenzeit angenehm ist, das erste mal wars schon komisch,kommen immer mehr männer in unserer partei auf den geschmack. natürlich ist die maria dagegen aber das hat andere gründe. sie träumt angeblich in letzter zeit immer von nackten negern und so, was der parlaments psychologe dazu gemeint hat will ich an dieser stelle lieber nicht weitergeben. aber schon gut ich verstehe sie ja die hat nichts zum lachen gehabt in ihrem leben. doch selbst in den ländern möchten jetzt diverse landeshauptmänner und bürgermeister gerne mal eine affäre mit einem mann ausprobieren, learning by doing haben sie in der övp kaderschmiede immer gesagt.
und immer brav lügen das keine was merkt
bussi euer wolfi

Hubert Ungeist
 
11
13.5.2009, 11:00
Zu Wirr..

nichtmal Ihre Absicht die VP Politiker runterzumachen kommt richtig raus

mahuber24
010
12.5.2009, 15:52
es gilt das gleiche recht

ob irgendein schwarzer, der grazer bürgermeister vielleicht, sie, oder meine wenigkeit homosexualität nachvollziehen können ist irrelevant - es gilt das gleiche recht - bis hin zur adoption, wir leben schließlich in europa (müsste man eigentlich einklagen können)
und selbstverständlich geht es um das standesamt, zwei menschen am hochzeitstag zum notar schicken zu wollen, wo sich vielleicht gerade vorher zwei bauern über einen grundstücksverkauf einig geworden ist zynisch
auf den begriff der ehe können glaub ich homosexuelle offiziell gerne verzichten, mit den zölibatären sexualneurotikern die afrikanern präservative verbieten und gleichzeitig die hand für die armen aidskranken aufhalten will man sowieso nichts zu tun haben..

Meister Eva
04
12.5.2009, 15:50
Wer glaubt gegenüber der ÖVP mit "vernünftigen Argumenten"

entwas erreichen zu können. Ihnen geht es ums Prinzip und darum ihre Klientel nicht zu vergrämen. Die Katholerer bei der Homo-Ehe, die Industriellen ei der Vermögensbesteuerung usw. ad infinitum

MasterControlProgram
01
12.5.2009, 15:34
bin auch schwul

aber wozu heiraten?
Das macht mich auch ned attraktiver

Timagoras
 
02
12.5.2009, 17:00

und das muss jetzt für alle gelten?

pizarro
31
12.5.2009, 13:37

Schwule und Lespen sind eh die einzigen in Östereich, die noch heiraten wollen!

So lasst sie doch.

Peppermint Betty
01
14.5.2009, 13:09

Ich lass gern jedem das Seine ... aber bitte, ein bißchen Orthographie wär auch nicht schlecht ... Lebse hat nichts mit Wespe zu tun *zwinker*

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