Statt einer Halbjahres-Vignette soll es nun auch eine Monatsvignette geben - zum selben Preis von 35 Euro
Wien - Die österreichischen
Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ haben am Dienstag massive Kritik an den geplanten
Änderungen bei den slowenischen Pkw-Mautvignetten geübt. Der ÖAMTC sprach von
einer "Dreistigkeit der slowenischen Regierung" im Zusammenhang mit der
Einführung einer neuen Monatsvignette, die 35 Euro bzw. gleich soviel kosten
soll wie derzeit eine Halbjahresvignette. Der ARBÖ sprach von einer "bodenlosen
Frechheit".
"Dieses Modell ist vor allem für Kurzurlauber und Touristen auf der
Durchreise mehr als unbefriedigend", erklärte ÖAMTC-Juristin Verena Proneber.
Außerdem zählen nach Ansicht des ÖAMTC die slowenischen Autobahnkilometer zu den
teuersten in Europa.
ARBÖ und der Europäische Automobilclub (EAC) nannten die Vorhaben
"slowenischen Maut-Wucher". Kritisiert werde auch die EU-Kommission, die sich
nach Ansicht der zwei Interessenvertretungen "offensichtlich monatelang
hinhalten lassen" habe. Nun werde aus Brüssel tatenlos zugeschaut, wie "geradezu
Wucher-Mautpreise abgeknöpft werden".
Wie am gestrigen Montag bekannt geworden ist, plant Slowenien ab 1. Juli
zusätzlich zu der bereits angekündigten Wochenvignette um 15 Euro auch ein
Ein-Monatsvignette einzuführen, die 35 Euro kosten soll. Im Gegenzug wird der
Preis für die Jahresvignette von 55 auf 95 Euro erhöht und die
Halbjahresvignette (35 Euro) abgeschafft. (APA)