79 neue Infektionen in Europa

04. Mai 2009 20:25

Allein in Spanien gibt es 24 neue Fälle - Verdacht in Schweizer Rekrutenschule - Tamiflu in Arabischen Emiraten ausverkauft

Mexiko/EU - Während in Mexiko die Schweinegrippe-Epidemie auf dem Rückzug ist, hat es innerhalb der EU sowie in den EFTA-Ländern 30 neue Ansteckungen mit dem H1N1-Virus gegeben. Allein in Spanien steckten sich 24 Menschen seit Sonntag an. In Großbritannien gab es drei neue Fälle, in Deutschland zwei und in Italien einen, teilte das EU-Zentrum für Seuchenbekämpfung (ECDC) am Montag mit.

Damit sind seit den ersten Infektionen in Mexiko 79 Personen innerhalb Europas angesteckt worden. Mehr als die Hälfte der Betroffenen (44) kommt aus Spanien, 18 aus Großbritannien und acht aus Deutschland. In Österreich gibt es nach wie vor nur einen Fall, auch in den restlichen acht betroffenen Staaten traten bisher nur äußert vereinzelt Erkrankungen auf. 20 Verdachtsfälle müssen laut ECDC noch überprüft werden.

Schweiz: Verdacht in Rekrutenschule

In einer Rekrutenschule in Freiburg besteht bei zwei Rekruten der Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus A/H1N1. Die beiden sind zur Abklärung im Spital. Der Kantonsarzt stellte das gesamte Areal der Kaserne Freiburg vorsorglich bis Mittwoch unter Quarantäne. Erste Resultate werden ebenfalls bis am Mittwoch erwartet. Die Quarantäne betrifft rund 250 Rekruten und Angestellte des Waffenplatzes. Die Angehörigen der Rekrutenschule dürfen das Kasernenareal nicht verlassen. Angestellte des Waffenplatzes und das militärische Berufspersonal wurden nach Hause geschickt und dort unter Heim-Quarantäne gestellt. Bereits in der vergangenen Woche wurden drei Armeeangehörige vorsorglich wegen Verdachts auf Schweinegrippe untersucht. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt.

Rund 1000 Infizierte außerhalb Europas

Außerhalb Europas gehen die Behörden derzeit von 946 H1N1-Infektionen in neun Ländern (590 Mexiko, 226 USA, 101 Kanada) aus, bei 929 Fällen wurde das Virus bereits nachgewiesen, so die ECDC. Seit Sonntag gebe es in Mexiko 114 neue Ansteckungen, in den USA 66. Kanada berichtete zuletzt über 16 neue Erkrankungen, Neuseeland und Kolumbien über je eine. In Costa Rica gibt es drei neue Verdachtsfälle. Die Zahl der Todesfälle blieb unverändert bei 22 in Mexiko und einem in den USA.

Der südamerikanische Fußball-Verband CONMEBOL hat indes den Mexikaner Hector Reynoso wegen einer simulierten Spuck- und Nies-Attacke im Copa-Libertadores-Spiel beim chilenischen Club Everton FC für den Rest des Turniers gesperrt. Der Verteidiger vom Verein Chivas aus Guadalajara hatte seinem Gegenspieler Sebastian Penco gestenreich die Ansteckung mit dem Schweinegrippe-Virus angedroht.

Tamiflu in Arabischen Emiraten ausverkauft

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist es wegen der Schweinegrippe zu Panikkäufen von Grippemitteln gekommen. Apotheker in dem als Touristen- und Handelsdrehkreuz bekannten Golfstaat gaben das verschreibungspflichtige Medikament Tamiflu wegen des Ansturms auch ohne Rezept heraus. "Bei uns ist das Mittel seit etwa einer Woche ausverkauft", sagte ein Apotheker am Montag.

Der Direktor der Gesundheitsbehörde im Emirat Dubai Ali Al-Marsuki forderte die Pharmazien auf, Tamiflu nur an Patienten mit einem Rezept zu verkaufen. "Die Panik der Leute darf unsere Bestände nicht auffressen." Zudem gebe es keinen Grund zur Panik. Der Großteil der 4,5 Millionen Bewohner der VAE sind Ausländer. Die Flughäfen des Landes sind wichtige Knotenpunkte für den internationalen Verkehr. (APA/Si/sda)

rnix
04.05.2009 15:50
...

http://www.meduniqua.at/index.php?id=4045

(vom 11.05.2007)

...die Grippewelle in Österreich ihrem Höhepunkt zu nähern: 17.100 neue Infektionen wurden in Wien in der vergangenen Woche verzeichnet... (sic)

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