
Ärger um Politclown: Nobelpreis-träger Elie Wiesel protestiert in der Menge gegen die Rede Ahmadi-Nejads.

"Stop the Bomb" -Aktivist Stephan Grigat.
Wer sich, aus welchen Motiven auch immer, der Verteidigung des iranischen Regimes verpflichtet fühlt, behauptet gern, der iranische Präsident habe gar nicht davon gesprochen, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen ("to wipe Israel off the map"). Es handele sich lediglich um einen Übersetzungsfehler. Zuletzt hat Rudolf Walther diesen Klassiker aus dem Repertoire der Verharmlosung des iranischen Regimes zum Besten gegeben.
Ahmadi-Nejad dürfte darüber nur den Kopf schütteln, hat er doch auf seiner offiziellen englischsprachigen Homepage genau jene umstrittene Übersetzung veröffentlicht, welche von den Verharmlosern des Regimes ein ums andere Mal als reine Propaganda abgetan wird. Selbst wenn die kolportierte Übersetzung nur die Intention, nicht aber den genauen Wortlaut wiedergegeben haben sollte, hat dem Präsidenten die Formulierung offenbar so gut gefallen, dass er sie gleich übernommen hat. Was auch kein Wunder ist, gibt es doch zahlreiche weitere Reden, in denen er hinsichtlich Israel von der "Vernichtung" des "stinkenden Leichnams" spricht.
Aber auch die von Walther und seinen Kronzeugen kolportierte Übersetzung, nach der Ahmadi-Nejad lediglich gesagt habe, "dieses Besatzungsregime muss von den Seiten der Geschichte verschwinden" , bedeutet nichts anderes als die Forderung nach der Zerstörung Israels. Walther suggeriert, der iranische Präsident habe doch nur die Besatzung der Westbank gemeint. Doch jeder, der sich auch nur rudimentär mit Ideologie und Praxis des iranischen Regimes auseinandergesetzt hat, weiß, dass die Ajatollahs und ihr Militärapparat stets die Befreiung "ganz Palästinas" fordern.
Wenn sie von "Besatzung" sprechen, geht es ihnen nicht um die umstrittenen Gebiete im Westjordanland oder den Gazastreifen, sondern um die "Besatzung" von Tel Aviv und Netanja. Dem iranischen Regime geht es nicht um einen Ausgleich oder Kompromiss mit Israel, sondern um die Zerstörung des Staates. Es geht ihm nicht um eine Verbesserung der Situation der Palästinenser, sondern um die Förderung jener Gruppierungen, die wie die Hamas oder der islamische Jihad jegliche Verhandlungslösung torpedieren. Daran ändert sich auch nichts, wenn der iranische Präsident mittlerweile diplomatischere Formulierungen wählt, wie vor wenigen Tagen in einem Interview mit ABC.
Kein Widerspruch
Walther offeriert seinen Lesern eine offenbar akzeptable Form der Holocaust-Leugnung. Ahmadi-Nejad, dessen Administration maßgeblich für die Organisation jener Konferenz verantwortlich war, bei der sich die internationale Holocaustleugner-Szene in Teheran ein Stelldichein gab und er im Gespräch mit ABC erst gar nicht widersprach, als man ihm vorhielt, den Holocaust zu leugnen, sondern lediglich sein Recht auf Redefreiheit in dieser Angelegenheit einklagte, habe sich "in Sachen Holocaust gemäßigt" , zitiert Walther den Schweizer Arnold Hottinger.
Sowohl die Holocaustleugnung als auch die Vernichtungsdrohungen gegen Israel sind weder neu noch auf Ahmadi-Nejad beschränkt. Auch der starke Mann im Iran, der Oberste Geistliche Führer Ali Chamenei, hat mehrfach zur "Vernichtung und Zerstörung des jüdischen Staates" aufgerufen. Selbst ein vermeintlicher Reformer wie Khatami hetzt nicht nur gegen Israel und verteidigt die Todesstrafe für Homosexualität, sondern hat auch den Holocaustleugner Roger Garaudy in Schutz genommen, nachdem er ins Visier der französischen Justiz geriet.
Seit 30 Jahren gehört der Kampfruf "Tod Israel" im Iran zum Standardrepertoire bei inszenierten Massenaufmärschen. Bei Militärparaden findet er sich auf Raketen, die bis nach Tel Aviv reichen. Jeder, der es will, könnte über den Charakter des Regimes, das an der Verbreitung antisemitischer Klassiker wie der "Protokolle der Weisen von Zion" beteiligt ist, Bescheid wissen. Man wird also nach den Motiven jener Leute nicht fragen müssen.
Bei deutschen und österreichischen Wirtschaftsvertretern und ihnen nahestehenden Wissenschaftern liegen sie auf der Hand: Die OMV und andere Konzerne wollen sich ihre Milliardengeschäfte mit dem Antisemiten-Regime in Teheran nicht durch unangenehme Debatten in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus stören lassen. Bei einem Autor wie Walther, der Israel mit dem südafrikanischen Apartheidsstaat auf eine Stufe stellt, resultiert die Verharmlosung des iranischen Regimes vermutlich einzig aus den Ressentiments gegenüber dem Refugium der Holocaustüberlebenden und ihrer Nachfahren. (Stephan Grigat, DER STANDARD; Printausgabe, 4.5.2009)
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien und Mitherausgeber von "Der Iran - Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer".
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dann sollte der liebe Herr Grigat (,den ich ebenfalls schon als Dozenten an der Uni gehabt habe), auch gleich seine Meinung zur zukünftigen Problemlösung in Nahost bekanntgeben.
Denn dieser besagte Prof. ist auch keineswegs für eine "Zweistaatenlösung", weil er der Ansicht ist, dass es einen palästinensischen Staat nie gegeben hat und die Palästinenser deswegen auch kein Anrecht auf so einen hätten.
Damit möchte ich aber keineswegs die Gefährlichkeit eines Ahmedinejads außer Kraft setzen, sondern ganz einfach nur darauf hinweisen, dass es genügend Leute gibt, die andere Menschen wegen etwas verurteilen, aber selbst keinen Zentimeter nachgeben wollen - so ist das bei Israel, bei den USA und auch bei Grigat!
Nur eines von vielen Beispielen was dort so an der Tagesordnung steht:
http://diestandard.at/?url=/?id... 0550452619
http://www.n-tv.de/1148049.html
ntv: Der Iran hat erstmals mit einer konkreten Zielnennung die Zerstörung Israels angekündigt. Das israelische Fernsehen zeigte ein Interview mit dem iranischen Generalstabschef Attalah Salihi. Er kündigte eine “Zerstörung Israels innerhalb von elf Tagen” an.
Frau Amirpur sitzt wohl schon den Startlöchern der SZ, um eine blumige Farsi-Formel in trockenes Nachrichtendeutsch zu übertragen - im Dienste der journalistischen Redlichkeit, wie sie es schon einmal getan hat.
(HM Broder)
Iran ist die neue Grossmacht in Asien
die Stimme der Islamische Länder.
US/Israel die seit 60 Jahrewn gewöhnt waren an Schwache Arabische/Islamische lände köönen sie nicht mehr die Menschen in palestina unterdrücklen oder Ihre Poltik in Naher osten diktieieren.
sie sind ratlos, sind wütend. sie sind ängstig.
sie sollen an Ihren Wut sterben
die Zeit der Kreuzritter ist vorbei, die Nationen wachen auf.
Ja, die islamischen länder sind geistig schwach und moralisch bankrott.
wer die augen aufmacht, kann es sehen.
aber das haben Sie sicher nicht gemeint.
hier dürfen Sie sagen, was sie wollen.
im iran werden sie für nicht genehme ansichten eingesperrt. daran ist nicht israel schuld.
die zeit religiöser zombies ist hoffentlich bald vorbei.
Das haben die s. g. Antideutschen wie keine andere Gesellschaftskritik beanspruchende Strömung verstanden. Und die Solidarität mit Israel ist keine Abirrung, die das Urteilsvermögen trübt, sondern schlicht und einfach ein Gebot nicht nur der politischen Vernunft.
(unten verlinkt auf veoh meint er zB auf die Frage ob er auch die Politik von Israels Regierungen kritisiert "ja, sie agieren oft viel zu liberal") finde ich diesen Artikel sehr wichtig und recht gelungen.
Ein Aspekt geht aber mmn. zunehmends unter: Der Antisemitismus ist ganz klar im christlichen Europa entstanden und gefördert worden. Über Jahrhunderte fanden Verfolgte sogar im islamischen Raum Asyl vor ihren europäischen Verfolgern. Die Religions- nicht Freiheit, aber zumindest Toleranz, war zB im Osmanischen Reich viel weiter entwickelt als "bei uns".
Rassismus wird aus machtpolitischem, populistischem Kalkül aktiv gefördert, Ideologie ist da wohl eher Mittel zum Zweck. Was ihn keineswegs weniger verachtens- und bekämpfenswert macht.
aber auch nur in der theorie.
zwangsislamisierung geraubter christenkinder(siehe balkan bis rein nach österreich) und brutale steuererpressung von all jenen die es wagen einen anderen glauben haben zu wollen ... das ist jetzt nicht wirklich "tolerant" ...
Das ist nichts gegen die Massenmorde und die entgrenzte Gewalt im Rahmen der Gegenreformation wie sie bei "uns" stattfand.
Dass damit die Sklaverei hier wiedereingeführt wurde, ist ja auch kein Geheimnis.
Ich hätte da in keinem der beiden "Systeme" leben wollen, aber im osmanischen Reich wurden Minderheiten (gegen Schutzgeld, versteht sich) zumindest geduldet.
vergessen sie nicht dass auch viele sephrardim aus dem damaligen spanien nicht nur ins osmanische reich sondern eben auch nach wien(!) nach norddeutschland in die niederlande usw geflüchtet sind.
so einfach darf man sich die geschichte eben nicht machen.
Lieber, nein, nix Toleranz, schiere Ausbeutung:
1.: dhimmi-system.
2.: bt. nicht aus dem Überleben von Resten der nicht-musl. Ursprungsbevölkerungen (arab.Raum) bzw.der heutigen Freiheit d.Balkanvölker dem trügerischen Rückschluß aufzusitzen, hier hätt es rel. (oder sonst eine) toleranz gegeben.
Die habens einfach überlebt.
doch, Lieber, Härte ist o.k., v.a. wenn es sich eigentlich um histor. fakten handelt.
und die Gegenseite (...) mit historischen Unwahrheiten hausieren geht.
Am End kommt noch jemand damit, die Na++s wären nicht soo schlimm gewesen,immerhin habe es im Frühjahr ´45 in Wien noch einige J++en gegeben.
ist dieselbe logik, nur noch widerlicher, weil wir besser informiert sind.
MFG fibi, die Wanderpredigerin
:)
Also schauen wir sie uns an, die Rede. Dann kann jeder für sich beurteilen, ob die zahllosen UN-Diplomaten wegen dem Inhalt der Rede gegangen sind, oder `weil es ja alle g´macht habn´ und `weils uns g´sagt word´n ist´. (So wie bei der EU-Verfassungs-Ratifizierung...). Übersetzung vom iranischen Fernsehen. Natürlich kann es sein, dass sie falsch übersetzt wurde, aber darauf zu vertrauen, dass sich "zahllose UN-Diplomaten nicht irren können" halte ich für mutig und unausreichend.
http://www.arbeiterfotografie.com/iran/inde... -0041.html
Kurze Erklärung, dass der Irak-Krieg auf die Zi*nisten und ihre Verbündeten zurückging, die einerseits auf dem Machtthron sitzen und andererseits die Waffenfirmen besitzen.
Aha. Die Zi*nisten beherrschen also Amerika und besitzen die amerikanische Rüstungsindustrie. Klar.
Ahja, und es gibt eine Mio Todesopfer im Irak.
UND die Besetzung Iraks und Afghanistans erfolgte wegen Selbstsucht (kann man argumentieren) und Ra**ismus (das kann man schon schwerer argumentieren).
So gehts in einer Tour dahin.
Im Crescendo kommt er zum Schluss, dass wir einfach alle religiöser werden müssen (und natürlich den Zi*nismus vernichten) und dann werden wir den Ra**ismus überwinden können.
Er wechselt also zwischen blanker Lüge, Spinnertum und Polemik.
Wir waren also bei dem Punkt, dass sie Isis die brutalsten Ra**isten sind (also brutaler als alle andern).
Weiters erfahren wir, dass sie "Generationsausrottung" betreiben.
Naja. Jetzt kriegen die USA ihr Fett weg.
Wir erfahren, dass die Gründe für Irak und Afghanistan in Wahrheit Selbstsucht, Erreichung von Machteinfluss udn Vorherrschaft, Deckung der Interessen der Waffenhersteller, Zerstörung einer Kultur von 1000en Jahren (als Selbstzweck, oder wie? Und gegen Leute, die Weltkulurerbe lustig kichernd in die Luft zu jagen pflegten?) und die Vernichtung von potentiellen und faktischen Gefahren für das "Besatzerregime von El-Kuds" MOMENT! Was für faktische Gefahren? Waren da welche?
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