Initiative zeigt 62 Einkaufszentren-Wirte an

30. April 2009, 16:13
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Nur bei elf von 73 Gastronomen in Wien-Donaustadt kein Fehlverhalten kritisiert

Wien - Die Selbsthilfegruppe "Krebspatienten für Krebspatienten", die Mitte April 372 Anzeigen gegen ihrer Meinung nach beim Rauchverbot säumige Wirte in der Wiener Innenstadt eingereicht hat, ist nun in der Donaustadt zur Tat geschritten. Freiwillige hätten im und rund um das Donauzentrum bzw. Donauplex 73 Gastronomen bezüglich eines Verstoßes gegen das Tabakgesetz untersucht, erklärte Obmann Dietmar Erlacher am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Gegen 62 davon erstattete die Initiative Anzeige.

Diese wurden am Bezirksamt unmittelbar nach dem Pressetermin übergeben. Nicht angezeigt wurden drei Restaurants, die Raucher- und Nichtraucher-Bereiche aufwiesen, bei den restlichen acht handelte es sich laut Erlacher um "Raucherkuchel'n", sprich Kleingaststätten unter 50 Quadratmetern, die den Tabakkonsum gestatten dürfen. "Wir brauchen in Österreich generell rauchfreie Gaststätten, zum Wohle der Gesundheit, aber auch zur Beendigung der Wettbewerbsverzerrung, sowie für das Wohl unserer Touristen", betonte der Obmann.

Verkündet wurde bei dem Termin weiters die Schaltung der Internetseite http://www.rauchersheriff.at, über die ab Anfang Mai anonym jeder Anzeigen an die Behörden versenden können soll. Eine nach dem Termin geplante Demonstration sagte die Nichtraucher-Initiative aus Sicherheitsgründen ab, in der Nacht auf Donnerstag sei es bei Dreharbeiten in der Wiener Innenstadt in einem Lokal zu Handgreiflichkeiten gekommen. Auch künftig will die Selbsthilfegruppe weiter kontrollieren, vor allem in Einkaufszentren und -Straßen. (APA)

 

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    Schluß mit lustig: Die Selbsthilfegruppe will weiter kontrollieren, vor allem in Einkaufszentren und -Straßen.

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