BZÖ wünscht sich Kooperation mit Libertas

  • Spitzenkandidat Stadler, Kampagnenleiter Petzner ziehen an einem Strang: Die Meinungsunterschiede seien längst ausgeräumt, den Wahlkampf will man als permanenten Sprechtag inszenieren.
    foto: apa, herbert pfarrhofer

    Spitzenkandidat Stadler, Kampagnenleiter Petzner ziehen an einem Strang: Die Meinungsunterschiede seien längst ausgeräumt, den Wahlkampf will man als permanenten Sprechtag inszenieren.

Spitzenkandidat Stadler will im Wahlkampf Bürgernähe demonstrieren

Wien - Das BZÖ will im EU-Wahlkampf Bürgernähe demonstrieren und setzt auf Spitzenkandidaten Ewald Stadler als "Volksanwalt in Brüssel". Drei entsprechende Plakate, die Stadlers "Charakterstärken zum Ausdruck bringen" sollen, sind ab Mai in ganz Österreich zu sehen, erklärte Wahlkampfleiter Stefan Petzner bei der Präsentation der Kampagne am Montag in Wien. Eine Kandidatur mit der EU-kritischen Partei "Libertas" werde es nicht geben, eine Kooperation nach der Wahl wäre für Stadler aber "äußerst interessant".

Petzner lobt Stadler

Stadler sei ein "hochintelligenter und kompetenter Mann", lobte Petzner. Er habe Grundsätze, sei "geradlinig" und "ehrlich". Die Plakate des BZÖ sollen die "Charakterstärken" seines Spitzenkandidaten "zum Ausdruck bringen" und vor allem bürgerliche Wähler ansprechen. So finden sich neben dem "Volksanwalt in Brüssel" die Slogans "Überzeugend konsequent!", "Kompromisslos ehrlich!" und "Garantiert unbestechlich!"

Seine Kompromisslosigkeit habe Stadler "auch in schweren Zeiten" gezeigt, meinte Petzner. Auch die Abspaltung des BZÖ von der FPÖ im Jahr 2005 ist für den Wahlkampfleiter ein derartiges Beispiel. Zwar habe es eine "kurze Zeit Auffassungsverschiedenheiten" gegeben - Stadler war ja vorerst bei den Freiheitlichen geblieben -, man habe dann aber doch wieder einen "gemeinsamen Weg gefunden". Weiters sei Stadler jemand, der Missstände aufdecke und sich kein Blatt vor den Mund nehme.

Wahlkampf als "permanenter Sprechtag"

Stadler will den Wahlkampf vor allem "beim Volk" führen. So werde er diesen als "permanenten Sprechtag" nutzen, um "Bürgeranliegen in mein Büro mitzunehmen". Eine Kandidatur mit "Libertas" werde es nicht geben: "Wir treten mit niemandem gemeinsam an." Eine Kooperation mit der Liste nach der Wahl bezeichnete Stadler aber als "äußerst interessant". Wichtige Themen im Wahlkampf sind für den Spitzenkandidaten Bürgernähe, "Kontrollanliegen" und Vorschläge zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Die Chancen für einen Einzug ins EU-Parlament sieht er als "gut".

Wahlkampfgeschenke werden neben Kugelschreibern und Feuerzeugen auch ein Duschgel mit dem Slogan "Für mehr Sauberkeit" sowie Vollkorn-Kekse, in denen "Botschaften über Stadler" zu finden sind, sein. Grundsätzlich ist die Kampagne in weiß gehalten, für Petzner eine Farbe der "Reinheit, Sauberkeit und Transparenz", zusätzlich findet man rot-weiß-rote Streifen. Auf die Frage, ob man sich davor fürchte, die Parteifarbe orange zu verwenden, meinte der Wahlkampfleiter: "Wir setzen auf rot-weiß-rot, denn wir sind eine Österreich-Partei."

In Kärnten präsentierte BZÖ-Landesparteiobmann Uwe Scheuch am Montag den ehemaligen ersten Landtagspräsidenten Jörg Freunschlag als Landes-Spitzenkandidaten für die EU-Wahl. Er tritt auf der Bundesliste auf Platz zwei an. (APA)

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