Die Haut als Spiegel der Seele

27. April 2009, 16:57

Chinesische Diätetik kann Neurodermitis-Patienten helfen - Betroffene sollten auf Lebensmittel wie Milch, Zitrusfrüchte, Eiklar oder Nüsse verzichten

Juckreiz, Rötungen und Entzündungen im Bereich der großen Beugen, an den Augenlidern, oder am Hals, trockene und rissige Haut: Mit diesen Symptomen haben Patienten der Neurodermitis, einer chronischen Entzündungserkrankung der Haut, zu kämpfen. Besonders für Kinder wird die Krankheit oft unerträglich, ein gut gemeintes "nicht kratzen" der Eltern bleibt bei quälendem Juckreiz ungehört. Kinder kratzen sich in vielen Fällen so lange, bis sie blutig sind, was die Situation verschlimmert: An den aufgekratzten Stellen können Bakterien eindringen, die nässenden Hautwunden werden oft eitrig und lösen wiederum einen starken Juckreiz aus. Typisch für eine Neurodermitis ist, dass die Beschwerden wiederholt und in Schüben auftreten.

Die Zahl der der Erkrankten nimmt kontinuierlich zu: Laut Expertenschätzungen sind rund zehn bis zwanzig Prozent der Kinder und Jugendlichen betroffen. Die Krankheit beginnt häufig bereits in den ersten Lebensmonaten mit der Entstehung von gelblichen Kopfkrusten (Milchschorf). Die Symptome bessern sich oder verschwinden meistens mit zunehmendem Alter, können aber ein Leben lang wieder akut werden.


Auslöser: Gene, Stress und Allergene

Die Auslöser der Krankheit sind bis heute nicht eindeutig geklärt. "Die Ursache ist genetisch determiniert. Gewisse Abwehrzellen und deren Botenstoffe spielen sowohl in der akuten Phase, als auch in der chronischen Phase für die Ausprägung von Neurodermitis eine Rolle", erklärt Adelheid Stöger, Dermatologin und TCM-Ärztin in Salzburg. Das Risiko für ein Kind an Neurodermitis zu erkranken steigt deutlich, wenn eines der Elternteile erkrankt ist.

Aber nicht nur die erbliche Veranlagung, sondern auch psychische Alterationen wie Stress können Entstehung und Verlauf der Krankheit beeinflussen, erklärt Stöger. Allergene wie Nahrungsmittel, Hausstaub, Blütenpollen oder Tierhaare gelten ebenfalls als Provokationsfaktoren, die für Krankheitsschübe verantwortlich sein können. Kommen Neurodermitiker mit diesen Allergenen in Berührung, bewirkt dies eine Reaktion des Immunsystems, die sich als Hautentzündung äußert. "Neurodermitis ist eine genetisch determinierte Bereitschaft, gegen bestimmte Substanzen sensibilisiert zu werden und in der Folge Allergien zu entwickeln", erklärt Stöger. Durch einen ärztlichen Test kann man feststellen, ob und welche Substanzen eine Reaktion auslösen, damit diese Allergene gemieden werden können.

Schulmedizin bekämpft Symptome

Die Schulmedizin behandelt Neurodermitis symptomatisch, im Mittelpunkt steht die Pflege der Haut. Einerseits wird versucht, individuelle Provokationsfaktoren (Allergene, Umweltbedingung oder Bekleidungsstoffe) zu vermeiden, andererseits wird medikamentös behandelt. Anti-Histaminika sollen den Juckreiz reduzieren, Cortison wirkt entzündungshemmend. Von einer dauerhaften Anwendung mit cortisonhaltigen Cremes und Salben ist wegen ihrer Nebenwirkungen - unter anderem kommt es zu einer Verdünnung der Haut - abzuraten. Die immunmodulierenden Wirkstoffe Pimecrolimus und Tacrolimus, die kein Kortison enthalten, kommen ebenfalls zum Einsatz.  Alternative Behandlungsansätze werden von Patienten trotzdem immer öfter nachgefragt.

Ganzheitliche Behandlung nach TCM

Einer dieser Ansätze ist eine Behandlung nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM). „Die westliche Behandlung ist zumeist eine Symptombehandlung, eine Behandlung nach TCM ist ganzheitlich. Man versucht die Wurzel der Erkrankung zu erkunden und das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen", erklärt Stöger. Das österreichische Gesundheitsministerium erkannte die Traditionelle Chinesische Medizin 2001 als eine Heilmethode an, die der Schulmedizin gleichwertig ist. Die Salzburger Dermatologin behandelt Patienten nach der ganzheitlichen Methode, wenn die Krankheit schulmedzinisch nicht in den Griff zu bekommen ist.

Ernährungsumstellung aktiviert Selbstheilung

Behandelt wird mittels Akupunktur, Arzneimitteltherapie und chinesischer Diätetik. Akupunktur sorgt für die Wiederherstellung des körpereigenen Gleichgewichtes. Eine Ernährungsumstellung soll dem Körper helfen, die Selbstheilungsmechanismen zu aktivieren. So sollten Neurodermitis-Patienten beispielsweise auf bestimmte Lebensmittel verzichten: Milch, Eiklar, Nüsse, Zitrusfrüchte, Schalentiere oder Meeresfrüchte können die Erkrankung als Hauptallergene fördern. Weiters sollten Patienten auf Fertigprodukte und Junk-Food, zu fette, heiße oder kalte Speisen, künstlich gesüßte sowie gefärbte Nahrungsmittel verzichten, empfiehlt Stöger.

Neurodermitis präventiv verhindern

Die Ursache für Neurodermitis ist zwar genetisch determiniert, trotzdem gibt es Möglichkeiten, der Krankheit vorzubeugen. Die Eltern können schon während der Schwangerschaft und Stillzeit dazu beitragen, dass das Kind gesund bleibt. "Das ausschließliche Stillen bis zum mindestens vierten Monat ist eine gute Neurodermitis-Vorbeugung, da es die Entwicklung einer intakten Immunabwehr fördert", erklärt Stöger. Kann nicht ausreichend gestillt werden, ist hypoallergene Säuglingsnahrung empfehlenswert.

Die Vermeidung von Provokationsfaktoren wie Zigarettenrauch, Tierhaare, Hausstaubmilben sowie hochallergener Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Eier, Nüsse und Zitrusfrüchte verringere laut Stöger ebenfalls das Erkrankungsrisiko. Zu den Präventionsmaßnahmen zählt auch das Tragen der richtigen Kleidung: Hautverträgliche Kleidung aus reiner Baumwolle beugt eine Verschlechterung der Haut vor. (Ursula Schersch, derStandard.at, 27.04.2009)

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Und ich möchte meiner Enttäuschung darüber Ausdruck verleihen, das niemand gegoggerlt hat, wer oder was die EPF ist. Eine von den 1-2 Personen, die das Forum dominieren, muss das doch getan haben!
*schmoll*

EPF? erste private fernsehgesellschaft? europäischer fahrgastverband?

in welchem zusammenhang?

Als Dank für deine Teilnahme spende ich den jeweils zweiten Buchstaben, also:
Em Pa Fo

ich steh leider an. :-((

Ok, presonic, ich verrate dir die dritten Buchstaben - aber nur dir.

Hier sind sie:
Emp Par For
Jetzt ist es aber leicht, oder?

empirisches parapsychologisches forum.....? mann, ich steh grad auf der leitung. ;-)))

Beim ersten Wort fehlen drei Buchstaben, sonst stimmt es.
Beim zweiten Wort sind die ersten vier Buchstaben richtig.
Und beim dritten Wort, muss ich zugeben, hab ich die Ratevorgabe ein bissl missverständlich gemacht. Das dritte Wort hängt nämlich am zweiten dran. Man kann es zusammen oder auch mit Bindestrich schreiben. Und du liegst beim dritten Wort leider völlig daneben.

Ich antworte amal hier, damit du nicht warten musst...

JA, JA, JA!
Aber noch nicht ganz.
Dass wir von der EPF nicht mit schlichter Empirie herumzumseln, hast du ganz richtig erkannt. Wir machen das, wenn schon, dann aus Überzeugung, also -istisch.
Paramedizin ist doof. Noch immer nur die ersten vier Buchstaben richtig.
Forschung ist richtig.

.... *weiterrat*
empiristische paramedizin-forschung?

besser? ;-)

Wenn Ihr zwei Hübschen dann so in ein, zwei Wochen fertig seid, sagt einfach Bescheid!

Nicht notwendig. Du kriegst ja eh die Benachrichtigungsmehls rein.

hilf mir weiter. was war richtig, was nicht? ;-)

(haben wir da einen spielverderber im forum? ;-))

Empiristische Para...-Forschung

Da, wo die Punkti sind, musst du noch das richtige reinschreiben.

normale? digma?

Wir von der Empiristischen Paradies-Forschung gehen davon aus, dass das Paradies uns den richtigen Weg zeigt zu vollkommener Gesundheit, immerwährendem Frohsinn und ewiger Schönheit.
Das bedeutet in der Praxis:
Was gut schmeckt, ist gesund.
Eine Körperhaltung, die angenehm ist, ist gesund.
Eine Tätigkeit, die angenehm ist, ist gesund.
Ein Mensch, der uns sympathisch ist, ist für uns gesund.
Und was gesund ist, macht froh und daher schön.
Und umgekehrt.
Eigentlich ganz einfach.

Wir von der Empiristischen Paradies-Forschung suchen ständig nach angenehmen Sensationen und suchen dann in der naturwissenschaftlichen Fachliteratur für naturwissenschaftlich erklärbare Erklärungen. Und wir haben bis jetzt immer was gefunden.

na darauf wär ich in 7 leben nicht gekommen! jetzt versteh ich so einiges..... ;-)
hast mir jetzt echt tage rätseln/schmunzeln bereitet. danke! :-D

86,6667 Punkte stehen dir aber jetzt schon zu. Ich runde auf 87 auf. Den Schmattes hast dir verdient.
Da hast:
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Und? Bist dabei? Magst bei der Empiristischen Paradies-Forschung mitmachen? Es ist ganz einfach. Jedes Mal, wenn dir was gut tut, musst du das genau dokumentieren und dann nach Gründen suchen, warum es gut tut. Und das schreibst du dann am standard.at

:-D
keine schlechte idee.
(ich wette, die vielen punkte machen hat dir gut getan!!! so was wollte ich auch schon immer mal machen. hehe)

ich fange gleich mal an damit: ich bin sooo gut gelaunt. (ok. und ich mach mich jetzt gleich auf die suche, warum.... ;-))

Empiristische Paranuss-Forschung.

Wenn Sie etwas sagen wollen sagen Sie es doch einfach.

Nö.

Hier wird geraten. Kannst ja mitmachen.
Der Gewinner bekommt 100 Punkte.

Sie haben auf Ihr Kindergartenspielchen ja bisher auch eine sensationelle Resonanz bekommen. Offensichtlich interessiert sich niemand für die 100 Punkte die Sie vergeben möchten.

Stimmt! Es ist ein Wahnsinn, was da rennt!

In allen Kindergärten rauchen die Köpfe, alle denken nach, probieren sämtliche mögliche Buchstaben-Kombinationen durch, haben sogar Computer-Programme dafür entworfen,... Die Kindergartenhelferinnen haben vor lauter Mitfiebern fast vergessen, das Essen zuzubereiten.
Aber irgendwann wird sich die Arbeit lohnen, und ich kann dem glücklichen Gewinner 100 Punkte überreichen.
Mach doch mit! Vielleicht bist DU der glückliche Gewinner.

Ich hab schon mitgemacht und weiß was Sie meinen.

Ich verrate es Ihnen aber nicht. Ätschibätschi!


So, wollen wir uns in den weiteren Diskussionen über medizinische Themen auf dieses Niveau einigen?

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