Videocast von Robert Misik - Folge 74

Wie korrupt ist unsere Wirtschaft?

26. April 2009, 21:54

Worin besteht der Unterschied zwischen "kurrupten" Schwellenländern und "sauberen" westlichen Volkswirtschaften?

Wenn es in den achtziger und neunziger Jahren zu Finanzkrisen kam - etwa der Lateinamerika-, Asien- oder Russlandkrise - war meist sehr schnell eine Erklärung parat: Schuld daran ist der "Crony Capitalism", also Korruption und Günstlingswirtschaft in den betroffenene Volkswirtschaften. Dort seien Firmen mit der Politik verbandelt, einflussreiche Politiker hieven dort ihre Neffen in führende Positionen, Industrie und Banken können sich dort die Regeln selbst schreiben, ihre Geschäftsbücher sind windig geführt. Aber worin genau besteht der Unterschied zwischen diesen "kurrupten" Schwellenländern und den "sauberen" westlichen Volkswirtschaften? Wieso ist das "Crony Capitalism", und wie soll man dann die Praxis, etwa in den USA nennen, wo sich die Wall Street seit Jahren auch personell die Kontrolle über das Finanzministerium und damit die dort getroffenen Entscheidungen sichert? Warum reden wir immer von russischen Oligarchen, aber wie soll man dann zu hiesigen Spitzenrepräsentanten großer Banken- und Wirtschaftsgruppen sagen, die mehr als nur eng mit der Führung einer Partei verbunden sind?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 45
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anarchosyndikalist
01
Die teuflischen Ausgeburten des Kapitalismus an die Wand gestellt

Jawohl, gut gemacht!!

warofwords
02
25.5.2009, 14:08
GEIL!

na, wenn ichs mir so was gedacht hätte, dass man so was hier im standard.at hoeren kann... einfach GEIL!!

BRAVO ROBERT- weiter so!!!

Jürgen Mayer
03
30.4.2009, 18:37
Interessanter Beitrag

vielen Dank!

Orkan Kyrill
82
29.4.2009, 12:41
warum stellen Sie eigentlich immer Ihr dä**liches Konterfei ins Bild?

Al Yankovic
00
28.4.2009, 12:38

die bildung ist der erste schritt ein kollektiv neu zu ordnen. doch der kapitalismus in seiner derzeitigen form, betäubt die evolution und bevorteilt willkürlich und selektiv NUR "jene melkkühe die auch am fettesten werden".

müssen wir warten bis die dinosaurier ausgestorben sind. haben wir unseren freien willen nicht bereits alle "verkauft"?

Herr Misik, sie treffen einen nerv mit diesem statement, der die grenzen der meinungsfreiheit wirklich überschreiten könnte...

m3k
00
27.4.2009, 17:40
korruption

wann und wo korrpution anfängt ist eine sache der definition,
und heute passiert das auch nicht mit einem geld koffer.
aber fraglich ist vieles:
wenn ... , dann erhält deine tochter einen job bei uns.
wenn ... , dann erhälst du nach deiner karriere einen aufsichtsratsposten bei uns.

http://de.wikipedia.org/wiki/Korruption

MacAllen Fine Oak
00
27.4.2009, 17:25
na zum Glück hat bei uns ein Bauer im Finanzamt das sagen

der postbote
101
27.4.2009, 13:00
solange es menschen gibt

wird es reiche und arme, talentierte und weniger begabte, glückliche und vom pech verfolgte, fleißige und faule und eben korrupte und ehrliche geben, in den verschiedensten grautönen und zwischenstufen.

eine ideale, paradiesisch gerechte welt wird es niemals geben.

Jericoacoara
01
27.5.2009, 21:35
Soll das heißen, ..

dass wir es gelassen hinnehmen sollen? - Da würden Sie diesem korrupten Absch**m eine schöne Freude machen. - Wir müssen genau das Gegenteil tun: Uns einmischen!

jack_the_stripper
00
27.4.2009, 21:27
es wird immer solche und solche geben

aber es soll nicht so bleiben. dann könntma gleich wieder auf dem boden herum kriechen und früchte auflesen. je weniger korrupte, desto sauberer fühle ich mich und desto mehr können wirkliche talente diese auch ausleben, und nicht etwa durch minderbegabte aber überpriviligierte ausgetrickst werden.

Nik M
02
27.4.2009, 17:55

Wer will, dass die Welt bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt

Hans Meiser2
00
Ein Zitat...

...das mir gefällt!

The Alien
 
12
27.4.2009, 16:49
Perfekt indoktrinierte Antwort! Gratuliere, sind sind maximal hoffnungslos und angepasst!

Ich als Alien mag mich damit aber nicht zufrieden geben, denn es könnte zumindest immer weniger Ungerechtigkeiten geben.

Ausserdem bin ich angesichts der menschlichen egoistischen Natur ein großer Fan von Basis-Demokratie, da durch die statistische Nivellierung der Ungerechtigkeit dominant bevorzugte Elitensysteme schwieriger zu implementieren wären als innerhalb heutiger Pseudo-Demokratien.

Also, ja, Sie haben natürlich recht: eine ideale Welt wird es nie geben.
Soll man desswegen den Status Quo defaetistisch akzeptieren? Oder doch lieber auf Verbesserung hinarbeiten - auch wenn dies fallweise einer Revolution bedarf?

Wann, wenn nicht jetzt, ist Gelegenheit ein kollabierendes, korruptes (Wirtschafts- und Polit-)System zu ändern?

Wr. Bezirksrätin 83
 
00
27.4.2009, 16:08
und dann gibt es noch solchene;

http://www.nytimes.com/2009/04/2... &th&emc=th

;
00
27.4.2009, 14:20

Ja, so waren auch Schüssels Worte.
Und keinesfalls möchte man von rechts etwas daran ändern.

der postbote
11
27.4.2009, 14:25
nun

1. bin ich nicht rechts

2. da ich ja davon überzeugt bin, dass der mensch sich nicht ändern wird sehe ich

3. auch keinen raum für veränderung

Al Yankovic
00
28.4.2009, 12:45

1. wir sind ALLE zumindest kapitalfaschistoid.

2. der mensch wird sich nicht ändern. er wird sich evolutioneren. dafür dürfen die regeln aber nicht die dümmsten und gierigsten bevorteilen. sonst ist das ergebnis eine katstrophe.

3. wenn einem tier der "RAUM" fehlt, schafft es sich diesen raum oder es geht zu grunde. auf welchem weg befinden sie sich...

der postbote
00
29.4.2009, 10:32
die evolution wird immer die stärksten bevorteilen

und ich glaube nicht, dass sich großartig etwas verändern wird. einige tausend jahre menschlicher evolution haben gezeigt, dass der mensch was seine triebe angeht entwicklungsresistent ist.

darüber können auch zunehmend sich entwickelnde fähigkeiten auf wissenschaftlichem und technischen niveau nichts ändern.

wir sind neandertal!

Wolf1005
 
00

"einige tausend jahre menschlicher evolution haben gezeigt, dass der mensch was seine triebe angeht entwicklungsresistent ist."

Und weil die Nachbarin ein kurzes Rockerl anhatte musste ich sie vergewaltigen, Herr Richter! Ich bin Neandertal!

Zum Glück ist Evolution nicht die einzige Kraft, die unser Verhalten steuert. Auch wenn es immer die korrupten, bösen etc. Menschen geben wird, tut eine Gesellschaft gut daran, den Schaden den sie verursachen zu minimieren.
Durch gesellschaftliche Strukturen. Dass das nicht immer klappt, wissen wir alle.
Dass man diese Strukturen verbessern kann und dadurch eine Verbesserung der Lage herbeifürhen kann, sollte aber auch einsichtig sein.

The Alien
 
02
27.4.2009, 16:53

Die Menscheit hat nur zwei Chancen:

- Leute wie Sie behalten recht und die Menschheit wird grausig an der eigenen Blödheit zugrunde gehen (Wahrscheinlichkeit >90%)

- Selbständiges Denken erfährt ein Revival auch bei Dauer-Medienberieselten Lohnsklaven, Wahl- und Konsumvieh und Mensch ändert sich (<10% Wahrscheinlichkeit).

Als Alien erlaube ich mir dennoch auf die 10% Wahrscheinlichkeit zu hoffen, während ich die 90% erwarte ... vielleicht trauen Sie sich auch fallweise noch hoffen? ;-)

der postbote
01
29.4.2009, 10:27
selbstständiges denken erfährt ein revival

hm, wann hat die masse der menschen jemals selbständig gedacht?

The Alien
 
00
29.4.2009, 13:37

Das war knapp nach dem endgültigen Verlassen der Bäume unmittelbar bevor einer (der scheinbar schneller dachte als die anderen) etwas gegrunzt hatte, was ungefähr so klang wie "Folgt mir!".

Sonst ist mir auch nichts bekannt.

Leopold R.
00
27.4.2009, 16:07

Nun, wenn man z.B. die österreichische Gesellschaft in den 60ern und heute vergleicht hat sich schon einiges verändert...oder?
Aber natürlich ist es einfacher die von menschehand geschaffenen Zustände als naturgegeben hinzunehmen; erspart einiges an Zweifel.

der postbote
00
29.4.2009, 10:29
die zustände sind vom menschen geschaffen

aber, da ich nicht daran glaube, dass sich der mensch verändern wird, sondern im grunde immer das gleiche wesen bleiben wird (da haben ja einige tausend jahre evolution auch nichts gebracht), wird es keine fundamentale veränderung unserer gesellschaft geben.

Paola Pistocchi
57
27.4.2009, 08:05
Was will er sagen? Dass es überall Gauner gibt? Und Eigeninteressen?

Wie bei Journalisten, von denen einige noch immer geistig in der Zeit ihrer Mitgliedschaft bei der GRM etc. stecken.

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