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Noch vor einem Jahr erschien der Internationale Währungsfonds als Auslaufmodell. Für seine Forderungen nach drastischen Sparmaßnahmen in den Ländern der Asienkrise wurde er heftig kritisiert, und immer weniger Länder riefen Kredite von ihm ab. Schließlich gab es genügend privates Kapital ohne seine harten Auflagen.
Doch nun erweist sich der Fonds als Bollwerk im internationalen Kampf gegen die Wirtschaftskrise. Für arme wie für manche reiche Länder ist er der beste Schutz vor dem Staatsbankrott, wofür er nun auch deutlich mehr Mittel braucht. Und in Zukunft soll er die Regulierung der internationalen Finanzmärkte koordinieren.
Aber zuvor muss der Fonds zwei grundsätzliche Probleme lösen. Um den Einfluss der großen Schwellenländer tobt ein beinharter Machtkampf; kleinere europäische Staaten wie Schweiz und Belgien wehren sich dagegen, durch eine Aufstockung der Quoten für China und Indien ihre Sitze im Exekutivrat zu verlieren. Der Ausgang dieses Konflikts ist jetzt schon klar: Die neuen Wirtschaftsmächte werden sich durchsetzen, die Europäer verlieren.
Schwieriger ist die Frage, wie der Fonds die Fehler der Asienkrise vermeiden kann, indem er Staaten nicht zum destruktiven Sparen zwingt, ohne zugleich eine unverantwortliche Politik zu belohnen. Denn wenn die Bedingungen der IWF-Kredite allzu locker werden, dann reichen auch seine neuen Kreditlinien nicht lange aus. So paradox es klingt: Damit der IWFeffektiv sein kann, muss er unpopulär bleiben. (Eric Frey/DER STANDARD-Printausgabe, 27. April 2009)
Mehr als Frankreichs Vetodrohung gefährdet die Datenaffäre den US-EU-Pakt
der iwf setzte in den achtzigern privatisierung und deregulierung, den entfall von zöllen durch, zugunsten der privaten banken und firmen
daher zog er sich nach vollbrachter arbeit zurück, und es entstanden eine menge failed states
nun ziehen sich die privaten zurück, also ...
unpopulär wäre der iwf, wenn er die demilitarisierung und die entwaffnung der staaten und ihrer diversen milizen zur bedingung gestellt hätte
man darf nicht vergessen ich weiss, es ist viel lustiger über frauen zu lachen und es ist viel lustiger über männer zu lachen.
aber bitte, vergesst nicht ;-)
oben ist unten und unten ist die welt.
ich meine man kann auch sagen, rechts ist links und links ist die welt.
seit wann interessiert das Ping oder Pong?
Über den IWF positives zu verbreiten ist politisch
äußerst unkorrekt, wo kommen wir denn da hin
wenn mühsam erworbene Vorurteile einfach so zur
Disposition gestellt werden. Demnächst wollen sie
uns wohl noch weismachen dass George Bush eh
ein ganz netter Kerl und Hugo Chavez ein Schuft ist.
Der iwf verfolgt politische Interessen .
Interessen , die Staaten in Abhängigkeit bringen ,
Privatisierung durchsetzen ,
Sozialsysteme zerstören .
Der iwf ist schon jetzt ein zu mächtiges Instrument ,
er hat z.B. die weltweit drittgrößten Goldreserven
das langfristig von den Schulden beim IWF (= Kredit) profitiert hätte - inkl. Gegenrechnung mit den Gewinnen der Gläubigern.
Ich könnte dagegen eine ganze Menge an Beispielen nennen, wo genau die Bezahlung dieser Kreditzinsen die Entwicklungshemmer Nr.1 sind. Nicht zuletzt einige, die erst dadurch bankrott gingen.
Wann ist endlich Schluss mit den Falschinformationen über den IWF in den Medien??
Mit Heilsbringer hat der nichts zu tun- und es tatsächlich : Um im Sinn des IWF (Gewinn!) effektiv zu sein, muss er unpopulär sein.
Selbst Österreich schaft es nich seine Kredite zurück zu zahlen obwohl wir eines der höchsten BIPs haben. Wie soll ein Land mit einem BIP von weniger als einem Zehntel des österreichischen dann den Kreidit zurückzahlen können.
Das Problem ist einfach das der Staat zu viele notwendige Ausgaben hat aber die Steuern nicht erhöhen kann ohne sich unbeliebt zu machen.
Im Endeffekt werden irgendwann fast alle Staaten Bankrott sein. Die Frage ist nur wann.
IWF kenne ich kein Beispiel (vielleicht lese ich nur die negativen Berichte über den IWF ...), bei der Weltbank Projekten gibt es aber sehr wohl Projekte die Netto positiv waren für die Entwicklung von Landesteilen (z.Bsp in Indien)
Und bei beiden ist die Korruption grassierend und systematisch.
Den Zusammenbruch der argentinischen Wirtschaft zB hat der Noam Chomsky schon Jahre zuvor vorausgesagt, gerade eben weil der IWF dem Land Kredit gewährte.
Einen Kredit mit ganz bestimmten Auflagen, nämlich einem harten neo-liberalen Wirtschaftskurs. Seine Analyse: Profitiert hat die argentinische Oberschicht, und die USA, wo das Geld schlußendlich gelandet ist. Dafür war der Staat Argentinien bankrott.
Auch der Nobelpreisträger Joseph Stieglitz schrieb immer wieder über den IWF, auch in dieser Zeitung ;o)
würden BANKROTTE staaten bei mir einen kredit wollen, würde ich die kreditgewährung auch an die erfüllung gewisser auflagen knüpfen, die sicherstellen, dass ich meine geld wieder bekomme.
ausser natürlich ich hätte geld zu verschenken.
auch würde ich niemanden zwingen bei mir geld auszuleihen.
Wenn der IWF die Schuldenlast eines Landes in die Höhe treibt ist dies aktive Misswirtschaft die durch den IWF bedingt ist. Im übrigen agierte der IWF unterschiedlich in verschiedenen Regionen der Welt, und wenn Sie meinen das niemand gezwungen ist Geld zu leihen dann frage ich sie ganz einfach - wie stellen sie sicher das ANDERE Länder sich nicht in die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes einmischen? Wie realisieren sie Bau-Projekte ohne Geld?
Beides geht nicht - man kann andere Länder nicht arm halten, selbst reich werden und die Entwicklung von arm zu reich steuern wollen.
Bei China ging es nicht da China riesig ist, bei kleinen Ländern geht das aber sehr wohl, vor allem wenn sie wirtschaftlich unterentwickelt sind.
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