Schweiz

Kündigung nach Facebook-Besuch

riegler, 26. April 2009, 16:24

Eine krankgeschriebene Angestellte einer Schweizer Versicherung wurde entlassen, weil sie zu Hause auf Facebook surfte

Wer sich krank meldet, darf sich offenbar nicht beim Benutzen aktueller Kommunikationsformen erwischen lassen, ohne eine Kündigung zu riskieren. Eine Schweizer Versicherungsangestellte, die sich wegen Migräne für einen Tag krank schreiben ließ, war im November 2008 gekündigt worden, weil sie auf Facebook surfte.

Keine Bildschirmarbeit aufgrund von Migräne

Die Angestellte sei eine Woche nach ihrer Krankschreibung zu ihrem Chef zitiert und entlassen worden, wie die Online-Zeitung 20 Minuten berichtet. Die Begründung lautete: Wer surfen kann, kann auch arbeiten. Die Schweizerin hatte angegeben aufgrund ihrer Migräne nicht am Bildschirm arbeiten zu können. Dass sie zu Hause trotzdem den Computer einschaltete habe das Vertrauen in die Mitarbeiterin unwiderruflich zerstört, zitiert die Zeitung das Versicherungsunternehmen Nationale Suisse.

"Nur vom Handy aus"

Nach Aussagen der Betroffenen sei sie im Bett gelegen und habe von ihrem Handy aus auf die Seite zugegriffen. Aufgrund wiederholter Krankenstände habe sie zwar schon mit einer Kündigung gerechnet. Schockiert sei sie jedoch gewesen, dass man ihr offenbar nachspioniert habe. Sie vermutet, dass sich ein Mitarbeiter über Facebook als Bekannter ausgegeben und sie sowie andere Kollegen überwacht habe. Laut Nationale Suisse sei die Facebook-Aktivität der ehemaligen Angestellten nur zufällig durch einen Mitarbeiter entdeckt worden. Eine systematische Kontrolle gebe es nicht. (red)

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Jukarno
00
21.5.2009, 12:03
Wenn eine Firma ein(e) Mitarabeiter(in) los haben will..

findet sich immer einen vorgeschobener Grund. Oder meint diese Person wirklich, der Grund für die Kündigung sei Facebook?!? Man könnte jeden Tag dutzende solcher Geschichten bringen mit den austauschbaren Titeln: Kündigung nach
- überzogener Kaffepause
- unerlaubten Entfernens wegen Zigarettenrauchens
- private Nutzung des Internets
- Diebstahl eines Kugelschreibers im Wert von 15Cent
- .......

Kris99
10
fassen wir mal zusammen...

die "arme" war oft im Krankenstand, und konnte wegen Migräne nicht arbeiten...

Dann nehme ich einfach mal an, dass sie auch Kollegen auf Facebook als Freunde hat - und einer von diesen hat sie wohl verpfiffen.

Darum:
Vielleicht sollte man mit der Definition von "Freund" etwas vorsichtiger sein - selber schuld.

PS: Und wenn das EIN mal passiert, wäre sie wohl auch nicht gekündigt worden - denke mal, dass man dann noch immer sagen kann: "Habe Medikamente genommen, etwas geschlafen - dann ging's mir schon besser..."

www.jvales.net
00
SELBST SCHULD!!!

social networks und datenschutz widerspricht sich...

die menschheit ist krank
00
demnächst kündigung

weil während der arbeit das WC aufgesucht wurde...

Der lustige aus dem zweiten Stock
 
00

Warum nicht aber bitte in der Freizeit. Es kann ja nicht sein das man während der Arbeitszeit auf's Klo geht.

tunguska
00
solange du am scheißheisl nicht einschläfst,

dürfte das wohl kein problem sein. :)

herr_rechtsausleger
10
29.4.2009, 14:09
"Aufgrund wiederholter Krankenstände habe sie zwar schon mit einer Kündigung gerechnet. "

wenn ich mich mit sehr wenigen krankenständen jetzt krank melde und irgendwo einmalig im kaffeehaus erwischt werde, werde ich das meinem chef wohl erklären können (apothekebesuch, freund getroffen, nur ein schneller tee...).

mit so einer vorgeschichte allerdings bist dann halt futsch - und zwar zu recht

TRex30M
10
28.4.2009, 15:23

Die Kündigung war meiner Meinung nach, absolut gerechtfertigt.
Andererseits, möchte ich keinen Arbeitgeber haben, der mir so hinterherschnüffelt.
Glücklicherweise verwende ich Facebook & Co nicht und versuche so wenig Spuren wie möglich, im Internet zu hinterlassen.

GnackWatschn
00
Naja, das Posten in Foren...

...ist nicht gerade der beste Weg, wenig Spuren zu hinterlassen...

:-)

weissbrot
00
19.5.2009, 09:12
...

you made my day :-)

chris.austria
13
27.4.2009, 19:17

Naja, die Dame stand vermutlich schon länger auf der Abschußliste. Da hat halt der Chef nur noch nach einem legitimen Kündigungsgrund gesucht.

Duskson 81
 
10
27.4.2009, 17:09

na zum glück wars facebook und nicht myspace.. oder last.fm oder das derstandard oder das civforum ..
die wollten sie kündigen also haben sie einen grund gefunden. das ist alles. (imho) Sie war ja selber nichtmal überrascht das sie gekündigt wurde.

da Maier
00
27.4.2009, 16:37

offtopic:

hab mir mal die schulter gebrochen. war in den ersten 2 wochen sehr schmerzhaft, aber man kann damit spazierengehen, ins kino oder ins café, etc... aber halt nicht konzentriert vor dem bildschirm arbeiten.
auf der krankmeldung vom krankenhaus (fuer eine woche) stand doch tatsächlich "ausgehzeiten von 8-12 und 14-18h". nachdem ich in GB arbeite und das in A war, war das eigentlich wurscht, aber ich kam mir dabei recht seltsam eingesperrt und freiheitsberaubt vor.

Frobin Jojo
00
27.4.2009, 15:30

Wie weiter unten klar wird, dient Facebook hier wohl eher als netter Aufmacher.

Dennoch: Einen Arbeitgeber, der Online-Kommunikation, insbesondere seichte wie auf Facebook, im Krankenstand als Kündigungsgrund sieht - der sollte sich mal warm anziehen, wenn sonst keine guten Gründe vorliegen!

hanslblasta
01
27.4.2009, 16:49

"Aufgrund wiederholter Krankenstände habe sie zwar schon mit einer Kündigung gerechnet. "

ich glaub', da gab's ne Vorgeschichte


schmid joachim
22
27.4.2009, 15:04
FACEBOOK - STANDARD

1) Was unterscheidet das verwerfliche Facebook-surfen vom derStandard-lesen in der Arbeitszeit?

2) Warum muss ich denn meinen Arbeitgeber ueber die Gruende meines Krankenstandes informieren?

Carnage The Juggalo
00

du musst niemanden über den grund des krankenstandes informiern ausser deinen behandelden arzt :-/

stolmich
11
28.4.2009, 12:05
Ich hab kein Problem damit,

meinem Chef zu sagen, was mir fehlt. Meine Fehlsichtigkeit ist umfangreich im Behindertenpass eingetragen, dass dies natürlich auch Folgeprobleme, wie etwa eine etwas längere Anreisezeit zur Arbeit oder auch mehr Abwesenheiten, wie etwa Augenarztbesuche oder Urlaube wegen Hilfsmittelausstellungen, hat ist auch klar. Eine veränderte Feinmotorik oder Auge-Hand-Koordination hat auch oft Zahnstein zur Folge, was wiederum öftere Abwesenheiten nach sich zieht. Deswegen haben wir Sehbehinderten je nach Schweregrad bis zu einer Woche Sehbehinderten-Sonderurlaub. Ich bin sehr offen, wenn es um meine Fehlsichtigkeit und deren Folgen geht, die überwiegende Mehrheit hat großes Verständnis.

macindd
11
27.4.2009, 14:33
Ordentliche Frechheit, sowas.

Allerdings: Ist es nicht inzwischen allgemein bekannt, dass alles was man im Internet macht, unter Pseudonym erfolgen sollte? Die richtigen Leute wissen dann schon, dass man es ist und selbst wenn der Arbeitgeber den Nickname herausfinden sollte müsste er bei der Kündigung erstmal begründen woher er das weiß und wie er dazu kommt. Also sowas lässt sich relativ leicht vermeiden.

Ausgeflippter Lodenfreak
00
27.4.2009, 17:08

facebook unter einem Pseudonym ist aber irgendwie ein Widerspruch.

macindd
00
27.4.2009, 18:31

Warum muss man sowas überhaupt nutzen?

Early
00
28.4.2009, 12:18

Weil's super pratkisch ist und Spaß macht.

Bastian Balthasar Bux
00
28.4.2009, 19:13

Zumindest trifft das vollinhaltlich auf deine Überwacher zu! ;)

Early
00
28.4.2009, 23:05

Ich hab da eigentlich nichts dagegen. Bin ja selbst neugierig! :)

und ewig hirschet dem troll
02
27.4.2009, 13:36
Entschuldigung,

aber nur weil eine Firma irgendwo in Hintertupfing eine Angestellte nicht mehr weiter beschäftigen möchte, wird hier weiter unten das F...-Wort ausgepackt, und von Aufwachen und so schwadroniert ??

Aber hallo, Themenverfehlung. Schnarch weiter.

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