Das Jahr 2009 ist ein Jubiläenjahr, von Chinas Demokratiebewegung, die am Tiananmen-Platz niedergewalzt wurde, bis zum Fall der Berliner Mauer. Ein heimisches Jubiläum wird auffallend nicht begangen, die Gründung der Schulreformkommission 1969 durch Unterrichtsminister Alois Mock: "40 Jahre Starrheit".
Nicht erst seit Pisa-Test und OECD-Studien ist die große Reformbedürftigkeit der Schulen evident - aber 40 Jahre später stehen sie weiterhin auf demselben Fleck. Zwei Stunden mehr Unterricht? Wir erinnern an Erhard Buseks gescheiterte "45-Minuten-Stunde". Neue Mittelschule? Anfang der 70er gab es "integrierte" (SPÖ) und "additive" (ÖVP) Gesamtschule; Anfang der 80er die "Neue Mittelschule"; 1995 wurde eine "gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen" ergebnislos in den Koalitionsvertrag geschrieben.
Dabei fehlt es nicht an unzähligen Ideen und exzellenten Beispielen, wie Schule und Schulsystem besser gestaltet werden könnten. Nein, das eigentliche Problem ist die Unfähigkeit zur Änderung an sich, die Erstarrung, die in den vergangenen Wochen erneut vorgeführt wurde. Der staatliche Top-down-Prozess, bei dem oben Änderungspläne hineingestopft werden, hat über all die Dekaden versagt. Der Staat in der österreichischen Dreifaltigkeit von Bund, Ländern und Gemeinden ist ein schlechter Betreiber, weil er bei der Anpassung an geänderte gesellschaftliche Bedingungen kläglich scheiterte.
Denn Änderungsprozesse brauchen eine von zwei Bedingungen: großes Leid und entsprechend tiefe Krise (siehe Wirtschaftskrise) - oder eine plausible Alternative in Form von Konkurrenz. Beides fehlt offenbar dem Schulsystem. Den Leidensdruck erfahren vor allem Kinder und Jugendliche, die mit Schulversagen oder psychischen Problemen reagieren; Eltern weichen mit Nachhilfe aus, aber entwickeln selten den Druck zu großen Änderungen (eine Ausnahme ist die in den 90er-Jahren durchgesetzte Integration behinderter Kinder). Und Lehrern bleibt die Frühpension.
Nur Alternativen würden für Konkurrenzdruck sorgen, aber sie bestehen kaum: Privatschulen sind entweder konfessionell, was die Zahl der Interessenten einschränkt, oder sie sind für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich, da sie privat finanziert werden müssen.
Wenn angeordnete Reform von oben unmöglich ist, kann sie nur von unten erfolgen. Der Staat kann für Konkurrenz und damit Änderungsdruck unter den Schulen sorgen, indem er selbst nicht mehr Betreiber ist - aber selbstverständlich weiterhin die Kosten für die Bildung trägt und die Richtung vorgibt. Damit würde die in Sonntagsreden propagierte Schulautonomie wirklich zu Ende gedacht: Zum Träger von Schulen könnten Schulvereine werden, so, wie es schon jetzt privat finanzierte Alternativprojekte vorleben. Statt der Lähmung des Ganzen könnte Reform Schule um Schule passieren.
Dies ist kein Plädoyer für einen Rückzug des Staates aus der Bildung, ganz im Gegenteil: Es ist ein Rollenwechsel vom Betreiber zum Auftraggeber, Finanzier und Kontrollor. Dazu gehören Vorgaben über Bildungsinhalte ebenso wie Auflagen, die das Recht auf Schulbesuch vor allem auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen absichern. All das ist zwar Neuland für den Schulsektor, aber im Sozialbereich das grundlegende "Geschäftsmodell": Hier sind hunderte Vereine wie Rotes Kreuz oder Lebenshilfe auf gesetzlicher Basis mit öffentlichen Geldern tätig.
Mit Freiheit zur Änderung für individuelle Schulen käme Bewegung in die festgefahrene Situation: Denn sobald erstarrte Schulen Kinder an die beweglichere Konkurrenz verlieren, besteht Druck zur Änderung. Und sei es nur, um den Job zu erhalten. (Helmut Spudich / DER STANDARD-Printausgabe, 25./26. April 2009)
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Die "Bevorzugung" der Frauen bei der Lebensmittelhilfe in Haiti ist der Versuch, die Überlebenspakete den Schwachen und Schwächsten zukommen zu lassen
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Konsumationsräume haben die Bevölkerung entlastet, etwa weil die Drogenszene nicht mehr Parks oder sogar Spielplätze belagert
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Tiere haben seit 2004 ein bundeseinheitliches Gesetz, der Nachwuchs muss warten
Man muss darüber nachdenken, wie eine angemessene Strafe für Gewalttäter sichergestellt werden kann
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Ein bissel regieren dürfe er schon noch in dieser Stadt, sagte Wiens Bürgermeister Michael Häupl kürzlich
Ob das gepriesene Postgreißlertum große Zukunft hat, bleibt abzuwarten - Von Luise Ungerboeck
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Eine Salzburger Festspielaffäre
Bei einer Rekordverschuldung kann man nicht sehr wählerisch sein
Österreichs Herren ist mit dem Aufstieg in die Hauptrunde die Sensation gelungen - Von Fritz Neumann
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Die äußere Erscheinung reiche als Grundlage einer amtlichen Namensänderung nicht aus, hieß es aus dem Innenministerium
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Österreich braucht bessere Gesundheitsvorsorge - und einen sichtbaren Minister
Geht es um Krieg und Frieden, kann die SPD beides: einen Kanzler abservieren wie einst Helmut Schmidt oder ihre Parteibasis einen Militäreinsatz schlucken lassen
Ein knappes Zehntel der Österreicher sieht rechts von der FPÖ immer noch Spielraum und hielte eine dort angesiedelte Partei auch für wählbar
Absurd die Kritik an Obamas Vorhaben: Sie sei keine geeignete Reform des Finanzsystems - Von András Szigetvari
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Der jetzt geplante Fekter-Sprachkurs spricht eine deutliche Sprache: Wir wollen euch nicht
Dass Neid den österreichischen Volkscharakter prägt, hat schon der Biedermeierdichter Ferdinand Raimund gerügt
Die Krise bei Österreichs Abfahrern öffnet Türen - von Benno Zelsacher
Die Abwahl Juschtschenkos in der Ukraine symbolisiert auch Europas Versagen
Alijew wollte König anstelle des Königs im zentralasiatischen Reich Kasachstan werden
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Besser geworden sind Zug- oder Busverbindungen in den vergangenen zwanzig Jahren trotz öffentlicher Beteuerungen selten - Von Luise Ungerboeck
"Wer hier studiert hat, soll auch hier arbeiten dürfen", will Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP). Daran erstaunt vor allem, dass irgendjemand das Gegenteil sinnvoll finden könnte
Seit Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung im November ist selbige nur am Streiten
Der US-Präsident hat sich im ersten Amtsjahr gut geschlagen, abgerechnet wird erst 2012
Wenn Faymann und Pröll bei der Budgetsanierung die Vermögen aussparen wollen, ist das kein Bonus
Für Haitis enorme Verletzbarkeit tragen auch jene Verantwortung, die jetzt helfen
Der neue Präsident Ivo Josipovic wird nicht die nationale Karte ziehen
Wenn es um Kränkung und Stolz geht, ist man in Ankara sensibel
Den politischen Entscheidungsträgern fehlt es an Mut und Ehrlichkeit für klare Entscheidungen und Schnitte - Von Luise Ungerboeck
Der Pay-Sender Sky bietet für die Erstrechte neun Millionen Euro, zwölf Spiele sollen der frei empfangbaren Konkurrenz überlassen werden - Das Spielchen ist typisch österreichisch
Das Personalproblem der Justiz erschüttert den Rechtsstaat in seinen Grundfesten
Wer sich nichts vorzuwerfen hat und im Alltag nicht weiter auffällt, muss sich auch vor behördlichen Nachforschungen und dem Zugriff auf ihn betreffende Daten nicht fürchten
Dass man da selbst zur Waffe greift, muss nicht verständlich sein, es ist aber nachvollziehbar
Die tausenden in Österreich lebenden Menschen mit Migrationshintergrund werden sich bedanken, dass ihnen kollektiv unterstellt wird, testosterongesteuerte Machos zu sein
Neuen Schwung brächte eine neue, von glaubwürdigen Personen getragene Partei - Von Conrad Seidl
Die magere Treibhausgasbilanz 2008 demonstriert Österreichs Vogel-Strauß-Politik
Bleibt zu hoffen, dass einmal die Zeit kommt, in der offene Fragen beantwortet werden
Politiker haben eine moralische Verpflichtung, dort zu helfen, wo es am dringendsten nötig ist - Von Günther Oswald
Nationalheld ist Hoffmann nie gewesen. Und kaum jemand wirft sich für ihn in die Bresche
Man kann nicht behaupten, dass unsere Gesetze "Frauen vor brutalster Gewalt nicht schützen". Die Frage ist eher: Sind sie ausreichend geschützt?
In den USA gilt die Zustimmung der Republikaner zu einem neuen Vertrag längst nicht als gesichert
Die Finanzakteure, auf die es der US-Präsident abgesehen hat, haben die Krise nicht verursacht - Von Lukas Sustala
Bisher wurden nur isländische Sparguthaben abgesichert, ausländische Anleger erhielten hingegen nichts
Die Menschen fühlen sich sicherer, an Orten, die sie sonst mit dem Gefühl der Unsicherheit verbinden
Wenn durch die Körperscanner die höchst unhöflichen Begrapschungen wegfallen - bitteschön, nur zu. Doch was bringen die Verschärfungen außer sinnlosen Datensammlungen?
Trotz inzwischen gesunkener Rohstoffpreise erhalten die Betreiber alter Biogasanlagen neuerlich einen Zuschlag von drei Cent je Kilowattstunde
Die derzeitige Diskussion um Flüchtlinge, Asylwerber und Erstaufnahmezentren bekommt neue Brisanz
Der Entwurf aus dem Justizministerium wurde Anfang Dezember ziemlich wortlos in die Begutachtung geschickt
Angola ist Südafrika fern und nah zugleich. Wieso sollte Joseph S. Blatter, der Präsident des Fußball-Weltverbands, nun die Augen öffnen
Das beschämende Hickhack zwischen Bund und Ländern werden die Überlebenden des Holocaust und ihre Nachkommen nicht so bald vergessen
Ein Staatsbankrott würde dem Euro schaden, eine Rettungsaktion jedoch noch mehr
Das Grundproblem des Westens mit Peking ist nach 30 Jahren gleich geblieben
Die Kärntner SPÖ erwacht aus ihrem Tiefschlaf - Interessenten für den Parteivorsitz mögen sich endlich melden
In den vergangenen Wochen ist eines wieder ganz deutlich geworden: Am liebsten hätte die deutsche Politik mit dem Einsatz ihrer Soldaten in Afghanistan so wenig wie möglich zu tun.
ÖVP und SPÖ beweisen eindrucksvoll, dass ihnen die demokratiepolitische Reife fehlt - Von Lisa Nimmervoll
Ausgerechnet jene Ministerin, die sich damals von "Rehlein-Augen unbeeindruckt" gab, greift nun zum Argument der Menschlichkeit
Der wiederkehrende Energiestreit zwischen Moskau und Minsk bzw. Kiew zeigt, wie fragil das Liefernetz ist - Von Johanna Ruzicka
Präsident Basescu hat das Regierungskabinett bekommen, das ihm gefällt. Damit ist es ihm gelungen, die Oppositionsparteien zu spalten.
Bei der AUA wird sich im Laufe des Jahres auch strukturell einiges ändern
Die Nachkriegsordnung ermöglicht eine desaströse Politik, in der alle Beteiligten gefangen sind
Die Hilferufe aus dem zerfallenen Staat bleiben in Washington wie in Brüssel ungehört
Der Rücktritt Connie Hedegaards vom Vorsitz der Tagung wirft kein gutes Licht auf den Konferenzhergang und zeugt von fehlender politischer Standfestigkeit
Westeuropa darf Kroatien in seiner Krise nicht sich selbst überlassen - von Norbert Mappes-Niediek
Als Wolfgang Schüssel im Jahr 2000 - und erst recht mit der gestärkten Mehrheit 2003 - antrat, das Land im konservativen Sinne zu reformieren, war die Pensionsreform ein Kernstück der Agenda
Wenn wieder einmal diskutiert wird, ob Österreich die ÖIAG noch braucht, ist das grundsätzlich gut - Von Luise Ungerboeck
Verhandeln heißt auch, flexibel zu sein
Haiders Erben haben sich mit Haut und Haar an den Wiener Strache verkauft und sogar noch was draufgelegt
Eine Sozialdemokratin ist für die erste Schließung eines Frauenhauses in Österreich verantwortlich - von Thomas Neuhold
Wenn sich kein ernsthafter Gegenkandidat zu Fischer findet, kommen wir dem Demokratiemodell Wahlmonarchie einen Schritt näher
Hans Niessl wäre es mit dem Antrag auf Abschaffung des Proporzes wirklich ernst gewesen
Für ein besseres Bundesheer fehlt Geld - Das zu ändern ist die wahre Herausforderung für Minister Darabos
Respekt vor Würde und Rechten des Einzelnen, Rechtsstaatlichkeit: Erst wenn beides gewährleistet ist, kann es jenes "normale" Leben geben, das sich die Russen so wünschen
Auch unter akuter Terrorbedrohung heiligt der Zweck nicht die Mittel
In ihrer Selbstherrlichkeit übersehen die Regierer, dass sie den Stadtbewohnern nicht mehr Kompetenzen geben, sondern sie ihnen gleichsam entziehen
Banken und Regierungen tragen eine wesentliche Mitverantwortung - Von András Szigetvari
Im Bankensektor wurden zwar kleinere Adaptionen eingeleitet, der große Regulierungseifer ist aber verflogen - Von Günther Oswald
Der wirkliche Grund für die Aufregung in London und im Westen ist nicht die abscheuliche Todesstrafe selbst, sondern die fehlende Transparenz, mit der Chinas Richter über sie entscheiden
Nach dem Klimadebakel kann nur der Druck der Zivilgesellschaft eine Wende bewirken
Die heutigen Regimekritiker in der Ex-Sowjetunion hat der Westen aufgegeben
Bisher kein Pro oder Kontra zu den Plänen, umfassenden behördlichen Zugriff auf Handytelefonierer, E-Mail-Schreiber und Co
Die Anhängerschaft der einstigen Tudjman-Partei hat sich bei dieser Wahl zersplittert und ihrem Kandidaten ein Desaster bereitet
Das BZÖ versteht sich als die Gralshüterin von Haiders Erbe
Adamovich hatte in einem Krone-Interview spekuliert, das Leben in Priklopils Gefangenschaft könnte für Natascha Kampusch "allemal besser gewesen sein als das, was sie davor erlebt hat"
Seit fast drei Jahren befindet sich Elsner nun wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaf - Von Michael Simoner
Der Rekordmann hat an Reputation nichts zu verlieren. Geht was schief, wird wohl das Vehikel schuld sein
Der Moment ist gekommen, wo einer die gute Stimmung ruiniert - Von Birgit Baumann
Studentenproteste 2009: Von politischer Verwahrlosung und verlorener Verheißung
Ein schmerzhafter Schnitt für den Finanzminister und Wasser auf die Mühlen von Autofahrern und ihren Lobbyingklubs - Von Johanna Ruzicka
Was Maria Fekter hier mithilfe des ÖVP-Bürgermeisters von Eberau vorgeführt hat, ist im Grunde nichts anderes als eine einzige - 'tschuldigung schon - Verarschung
Die FPÖ ist klar positioniert - und das BZÖ hat seine Rolle verspielt
Dank der innenpolitischen Krise gibt es die Chance, dass sich zumindest in den Nachbarbeziehungen die Vernunft durchsetzt
Förderung der Zugewanderten ist wahrscheinlich noch wichtiger als die Vorabprüfung
Nachdem wir zusehen zu mussten, wie wieder einmal die totale Reformunfähigkeit des staatlichen Schulwesenes von seinen Akteuren (Bürokraten, Gewerkschaftsfunktionären und Lehrern) vorgeführt wurde - reicht es. Genau, es braucht alternative Schulangebote, die vom Staat zu finanzieren sind. Warum sollen nur die konfessionellen Schulen die Kosten für Lehrer vom Staat erhalten? Gleiches Recht für alle Elterninitiativen, die mit großem Engangement und jetzt auf ihre Kosten versuchen, für ihre Kinder eine bessere Bildung zu verwirklichen.
Der Staat braucht nur die Normen vorgeben (Lehrinhalte, Lehrerqualifikationen) und die Qualitätskontrolle erfolgt über einheitliche Prüfungen (wie die "Zentralmatura").
STARTEN WIR EIN VOLKSBEGEHREN !
Diese Konkurrenz zwischen den Schulen ( AHS) wird-nolens, volens- kommen, wenn es Zugangsbeschränkungen zu ALLEN Studienrichtungen in Form von Zulassungsprüfungen geben wird.
Dann werden sich eben Schulen mit hohem Niveau gegen solche mit niedrigem Niveau durchsetzen, denn das Maturazeugnis sollte ja einHochschulstudium ermöglichen !
. . . warum bei so vielen klugen kommentaren die österreichischen schulen immer noch überproportional faschismus-nachwuchs (autoritätsgläubige nationale rechtswählerInnen) "produzieren".
womöglich auch deshalb, weil sich hier jeder/e als bildungsexpertIn sehen darf. ist ja schließlich jeder/e irgendwann einmal "erzogen" worden.
... der Rückzug des Staates aus der Bildung, wenn Schulvereine zum Träger von Schulen werden, würde jedweder Unprofessionalität und krausen Ideologien (siehe Steiner-Schulen) Tür und Tor öffnen!
Das eigentliche Problem ist nicht die Unfähigkeit zur Änderung an sich, sondern der fehlende Mut zu wirklicher Autonomie innerhalb einer Schule. Was soll ein nach Stunden- und Pausenordnung eingeteilter "Stundenplan?" Ein Wochenplan, der ein von den Lehrern (Profis!) mit dem Schulleiter akkordierter Rahmen ist, sollte die Möglichkeiten zu mehr Projektorientiertheit bieten!
Dass dieser Artikel wieder vom Wettbewerb träumt, zeugt von der Blindheit auch vieler Intellektueller, denn er degeneriert die Schule zur wirtschaftlichen Effizienz-Anstalt!
zugegeben, ich bin ein wenig polemisch und provokat. wer braucht denn eigentlich eine schulreform? die schulexperten zwecks daseinsberechtigung oder die schule? es gibt keine bhs im rest europas (zb), wollen wir also die htl (zb) wegreformieren? die hs im ländlichen raum funktionieren und selektiren nicht (60 % der maturant/innenin oö haben hs-vergangenheit), wer braucht also die nms? wir brauchen im sinne der kinder und ihrer zukunft dort unterstützung wo es notwendig ist: zb. sprachförderung, schulausstattungen für neue methoden - viele lehrer /-innen könnten es ja, aber sie haben nicht die chance und wir brauchen die klarheit, das schule nicht hobby sondern arbeit ist
wir brauchen
existiert doch schon längst. Offensichtlich ist es Herrn Spudich entgangen, dass berufsbildende höhere Schulen schon längst in einem unerbittlichen Kampf um Schülerzahlen stehen. Diese BHS sind es auch, an denen "Innovationen" wie Lehrerbewertung durch Schüler, Projektarbeit, etc. schon Alltag sind. Und ich bleibe dabei: Unsere HTLs sind auch im internationalen Vergleich Spitzenschulen (sieht man zb. daran, dass Absolventen auch im Ausland irrsinnig gefragt sind). Daher plädiere ich dafür, diese ganze (scheinheilige, durch Neid gesteuerte) "Schuldiskussion" etwas differenzierter nach Schultypen zu betreiben.
Wieder und wieder ist verwunderlich, dass viele Autoren nicht zwischen einer Reform (und deren Scheitern ) und schlecht verhandeltem Budget (Schmied) unterscheiden können.
Alles bisher war nur öffentlich geführte und kommentierte Budgetpolitik, Reformen könnten vielleicht jetzt beginnen.
Was sich derzeit zeigt, ist der Pendelausschlag auf die andere Seite.
Nehmt es gelassen, die Gscheitln haben beim Pisatest nicht bemerkt, dass es Lehrer-Validierung war und die bemerken auch nicht, dass 80% durch Education per Web überflüssig werden.
Fernunterricht ist eine Sache, Webunterricht eine ganz andere.
Könner des Faches werden als Avartare mit Webcam und Flashanimation zur Verfügung stehen, um Zusammenhänge anschaulich und mit begeisternden Beispielen darzulegen.
Proporz-Luscherln können das in keiner Klasse bieten - dabei müßten die mit 56000.-€ Einkommen für 600 Schulstunden jede erdenkliche Motivation haben.
Da das Gehlat auch bei Versagen kommt, ist es pfründiger, mit Lehrmüll den Lehrpfusch zu fördern.
dort, wo die Erstarrung Ihre maximale Ausprägung angenommen hat.
Es ist schon erstaunlich mit welcher emotionaler Härte an eine pragmatisch zu führende Diskussion herangegangen wird.
Änderungen bedeuten Risiko. Bedeuten Fortschritt wenn man sie zulässt und betreut!
Mittlerweile habe ich mehr Vertrauen in die Schüler als in die LehrerInnen samt deren Standesvertretern und dem BMUK.
Wünsche mir Konzepte, Abkupfern von erfolgreichen Ländern, ...
Wenn es uns nicht gelingt, unser Bildungssystem auf staatlicher Basis zufriedenstellend zu organisieren, werden profitorientierte Unternehmen sich dieses Marktes annehmen und dann können wir uns eine konsistente Bildung aller Bürger dieses Landes endgültig abschminken.
Die Idee, dass der Markt alles reguliert, ist wie wir spätestens seit der derzeitigen Krise wissen, eine Lüge.
Entweder, es gelingt, unser Bildungssystem auf die Reihe zu bringen oder wir werden Zustände haben, wie wir es uns in unseren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen können.
McBildung zum Diskontpreis oder Bildung mit Hochpreislabel.
Bei Kommentaren, wie die von Herrn Spudich müssten eigentlich etliche rote Alarmlichter hektisch zu flackern beginnen.
Was bei solchen Wuenschen/Ideen herauskommt, kann man hier in NYC studieren.
Eine einzige Katastrophe, die auf den Schultern der Eltern und Kinder ausgetragen wird. Die Schulen, die wirklich gut sind und funktionieren, sind fuer "Normalverdiener" wegen Wohnungskosten (man muss im Sprengel wohnen) etc. nicht erschwinglich.
Wer solche Ideen propagiert hat sich noch nie mit offenen Augen und Ohren ins schulische Ausland gewagt.
Privatschulen, die geprüfte Ergebnisse liefern, sollen den gleichen Steueranteil wie andere Schulen bekommen.
Aber in wenigen Jahren ist das kein Thema - Bildung wird ein riesiger Markt und preiswert zu haben sein ohne dass sich Lehrer gegenseitig ihre Bücher für den Unterricht vorschreiben können.
Alles wissenswerte ist bestens aufbereitet im Web zu finden.
Zuhauseverbesserer und täglich mangelndes Berufwissen wiederholende Leherende wird es nur noch als "Auslaufmodell" (Staatswindel) geben - wenn übrehaupt.
Das gesagte gilt für alle Länder in denen das Web richtig genutzt wird.
Ob in Österreich der geschützte Bereich so Bequemorientirt (Propozlich) erhalten bleibt oder weggewatscht wird ist nicht in der Prognose.
Sehr gutes Statement. Wenn Bildung nur noch profitorientiert vermittelt wird, dann gute Nacht. Das sieht man bereits bei Flüchtlingslagern (Ö), Gefängnissen (USA) usw., alles wo der Staat Verantwortung abgibt. Die Kontrolle versagt sowieso (zumindest teilweise), und privat ist nicht gleich privat, da wären die Unterschiede auch enorm.
Herrn Spudich fehlt die Sachkompetenz, sonst wüsste er, dass es nicht um zwei Stunden mehr Unterricht gegangen ist- es wäre wünschenswert, die Stundenkürzungen aus der Zeit Gehrers zurückzunehmen- sondern um eine drastische Einsparung zu Lasten von ca. 10.000 Arbeitsplätzen. Ihre Erhaltung "Erstarrung" zu nennen, ist perfid und eines Kommentars im "Standard" unwürdig.
In den letzten 40 Jahren waren übrigens 28 Jahre sozialistische Unterrichtsminister am Werk.
Konkurrenz besteht zwischen den Schulen, das sieht man an den unterschiedlichen Anmeldezahlen deutlich, besonders im AHS-Bereich. Würde sich Herr Spudich in eine Schule verirren, sollte er das wissen.
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