Neuer Uni-KV soll berechenbare Karrieren bringen

24. April 2009, 15:13

Eckpunkte sind ein neues Laufbahnmodell für Wissenschafter, höhere Anfangsgehälter und eine Pensionskassenregelung

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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19 Postings
pueblo unido
25.04.2009 11:29
€ 2.500 netto für einen full professor

das ist echt eine beleidigung. soviel hab ich direkt nach meinem grundstudium in wien "in der wirtschaft" verdient.

ich bin österreicher und uniprofessor im ausland, ich verdiene etwa das 2,5 fache, ich würde sehr gerne irgendwann zurückgehen. wie soll das möglich sein? ich könnte mich um meinen anfängerjob "in der wirtschaft" bewerben und würde mehr verdienen. was für eine verschwendung.

viel glück mit denen, die an österreichischen unis "übrigbleiben". niemand soll sich jemals wieder über die lehrqualität oder sonstwas beschweren, um das geld sollte der staat froh sein, jemanden zu kriegen, der lesen und schreiben kann...

Liquidsolid
04.05.2009 03:17

was mir sorgen macht ist das es einen quasi 'linearen' weg ohne abzweigungen vom studenten zum professor an ein und derselben uni geben soll, oder gibts da restriktionen?
wenn ich mal zurueck nach Oe komme, wuerde ich es schade (und frustrierend, aber nicht ueberrachend) finden gegen den liebling vom alten prof zu verlieren.

Agent Provocateur!
25.04.2009 21:09
Kollektivvertrag!!!!!!!

Es ist erschütternd, welche alltagsuntauglichen Leute hier posten. Und wenn es angebliche Professoren sind, noch mehr.

pueblo unido
25.04.2009 21:51

dann erklären sie es mir angeblichem professor (und evtl. den anderen alltagsuntauglichen leuten) doch bitte

vielleicht kommen ja mit der zeit gehaltssprünge dazu, aber ob sich jemals ein ernsthaftes gehalt ausgeht, bezweifle ich...

Agent Provocateur!
25.04.2009 23:39
KOllektivvertrag ist das MINIMUM, das ad libitum überzahlt werden kann...


Soviel zur Alltagstauglichkeit

Zur Ihrer Beruhigung; An der Uni Wien werden derzeit kaum weniger als 6.000 (Durchschnitt: 7k-8k, oberes Drittel: 10-12k) für neueinsteigende Professoren entrichtet, je nachdem woher sie/er kommt und wie hoch das alte Gehalt war.

pueblo unido
25.04.2009 23:47

das ist doch schon sehr hilfreich für jemanden wie mich, der noch nie im kollektivvertragsalltag gearbeitet hat. danke. ab 9k denke ich könnte ich in wien leben, da wohnen ja eh billig ist.

nachdem mich das ja wirklich (wegen meiner persönlichen zukunft) interessiert und sie ja mehr zu wissen scheinen als ich über österreichische unis (was nicht schwer ist), hätt ich gleich noch zwei fragen:

1. sind publikationen mittlerweile relevant in .at oder braucht man immer noch habil?

2. wie hoch ist die lehrverpflichtung zb an der uni wien für full prof?

3. werden diese stellen real oder pro forma ausgeschrieben, d.h. hat es sinn, sich als externer zu bewerben?

David Stifter 
26.04.2009 06:39

ad 1: Wenn Sie sich innerhalb des öst. systems "hocharbeiten" wollen, ist die habil noch von bedeutung. Wenn Sie aus dem ausland kommen (d.h., auch wenn Sie als österreicher im ausland bereits eien professur hatten) ist die habil irrelevant.

ad 2: Meines wissens nach 8 sst = 4 LV.

ad 3: Sie werden real ausgeschrieben. Als interner hat man praktisch keine möglichkeit mehr, einen professorenposten zu bekommen.

pueblo unido
26.04.2009 10:10
danke !

horsti
25.04.2009 11:35
klingt fuer mich auch so

fuer Quereinsteiger (nicht aus Eigenbau) undurchdringbar.

pueblo unido
25.04.2009 11:38

"fuer Quereinsteiger (nicht aus Eigenbau) undurchdringbar. "

eben... stellt sich dann auch noch die frage ob zB associate stellen ausgeschrieben werden oder nur intern besetzt (derzeit werden die nur intern besetzt, an den meisten unis ausserhalb österreichs werden auch associate stellen ausgeschrieben).

MartinB
25.04.2009 21:16

Die Frage ist eher ob Associates ueberhaupt eingestellt werden. Schliesslich besteht ja kein Anspruch darauf, selbst bei Erfuellung der Vorgaben, wenn ich den KV richtig versteh. Und schliesslich gibts um das Geld 2 frische PostDocs ...

Aber immerhin es gibt einen KV.

martial
24.04.2009 16:59

Verstehe ich das richtig, dass unmittelbar nach dem Master / Magister als Uni-Assistent bereits mit der Lehrtätigkeit begonnen werden soll? Dafür ist man nach 5 Jahren Studium in der Regel fachlich und didaktisch doch nicht wirklich geeignet, und der Arbeitsaufwand für 4 Stunden LV ist mit dem Wissensstand auch gewaltig.

Hardcoreboson
25.04.2009 10:32
wohl keine vorlesung sondern uebung

und das war ja bisher auch so.

didel
25.04.2009 03:50

In anderen ländern ist das völlige normal. Nach 5 jahren studium solllte man schon in der lage sein eine übung zu halten (vor allem wenn wissenschaftlich weiter machen will).

Noonien Soong
24.04.2009 19:27
Woraus schließen Sie das?

Ich kann im Text keine Stelle finden aus der ich das schließen könnte.

martial
24.04.2009 20:09

"Die erste Sprosse der Karriereleiter nach dem Master bzw. Diplom ist eine auf vier bis sechs Jahre befristete Stelle als Uni-Assistent"

"Derzeit verdient man als Jung-Forscher am Beginn der Uni-Karriere 1.400 bis 1.900 Euro brutto monatlich, künftig liegt das Mindestgehalt für Uni-Assistenten am Beginn bei 2.398 Euro (inklusive zwei bis vier Semesterwochenstunden Lehre)."

Noonien Soong
25.04.2009 00:44

Es gibt auch (höhersemestrige) Studenten die in der Lehre tätig sind. Worum sollte also ein Uni Assistent nicht dazu in er Lage sein? Von selbständiger Lehre ist hier ja keine Rede.

Anyuser
24.04.2009 18:38

Für die Betreuung von Massen-LVs (insbesondere Übungen) am Studienbeginn wird's wohl reichen.

Saskia Fabian 
24.04.2009 18:13
ja sehe ich genauso - danke

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