520 Millionen Verlust

Blut und Tränen für Kärntner Hypo

23. April 2009, 17:38

Die Kärntner Hypo Group wird von Mehrheitseigentümer BayernLB "gesundgeschrumpft", 2.100 Jobs fallen weg

Klagenfurt - Es war die "Stunde der Wahrheit" für die Kärntner Hypo Group Alpe Adria - und sie war blutrot. Der Jahresverlust für 2008 beläuft sich, wie erwartet, nach Steuern auf 520 Millionen Euro. Ursachen seien die hohen Kreditrisikovorsorgen, die gegenüber 2007 von 274 auf 533 Mio. Euro angestiegen sind. Auch die Auswirkungen der Finanzkrise sowie Abwertungen in Südosteuropa schlugen negativ zu Buche, teilte Noch-Hypo-Vorstand Tilo Berlin mit.
Insgesamt habe es negative "Sondereffekte" von rund 730 Mio. Euro gegeben. Überraschend: der Großteil von Wertberichtigungen im Kreditportfolio musste allerdings nicht auf den kritischen Märkten in Kroatien, Slowenien, Bosnien oder Serbien, sondern in Österreich verbucht werden. Die Bilanzsumme der Hypo Alpe Adria stieg 2008 um 14 Prozent auf 43,3 Milliarden Euro.

Differenzen über Weiterentwicklung

Die "Herkules"-Sanierungskeule selbst zu schwingen bleibt dem scheidenden Hypo-Vorstand Tilo Berlin, erspart. Das wollte er sich nicht mehr antun, zumal es auch gravierende Differenzen über die Weiterentwicklung der Kärntner Bank am Balkan mit Bayern LB-Vorstand Michael Kemmer gegeben haben dürfte. Dieser hat daraufhin Franz Pinkl von der Volksbanken-AG als Hypo-Sanierer geholt.
Verkünden wollte Berlin die "Grauslichkeiten" des gleichnamigen bayrischen Sanierungsprogramms auch nicht mehr. Das überlies er dem neuen Vize-Vorstandsvorsitzenden Andreas Dörhöfer: Die Bayrische Landesbank, selbst mit ihrem zehn-Milliarden-Euro-Auffangpaket durch den deutschen Staat schwer unter EU-Druck, will ja bekanntlich bei der Hypo bis 2013 2100 Stellen der insgesamt 8000 Arbeitsplätze in 13 Ländern Südost-Europas streichen. In Österreich, vor allem in Kärnten, sind es rund 100, die großteils durch natürlichen Abgang wegfallen sollen. Der Standort Klagenfurt soll in veränderter Form bleiben, sich aber stärker auf Österreich konzentrieren.

Mutter greift hart durch

Damit greift die bayrische Mutter, die im Konzern insgesamt 5600 von rund 20.000 Stellen streicht, bei der Kärntner Tochter besonders hart durch. Die durch faule Kredite vor allem am Balkan schwer angeschlagene Hypo (in die die Bayern Ende 2008 700 Millionen Euro einschießen mussten und die zudem 900 Mio. Partizipationskapital aus dem Bankenrettungs-Paket erhielt) "börsenfähig" gemacht werden. Dörhöfer: "Das unkontrollierte Wachstum der Hypo in Südost-Europa muss kanalisiert werden." Man wolle sich dort nicht nur von Industriebeteiligungen, dem Leasing-Geschäft, sondern auch der Banktochter Montenegro trennen. (Elisabeth Steiner, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 24.4.2009)

 

 

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25 Postings
das ist fix
26.04.2009 12:14

ein weiteres gutes beispiel dafür, dass verstaatlichungen und "verländerungen" keine lösungen darstellen

Politikberater
24.04.2009 12:46
Irreführung der Öffentlichkeit

Bei den Banken heißt jetzt "Wertberichtigung" für stinkende Kredite "Kreditrisiko-VORSORGE". Die "Vorsorgen" haben so etwas "Fürsorgliches" an sich. Tatsächlich trifft "Wertberichtigung" für drohende Zahlungsausfälle den Nagel auf den Kopf.

Also die meisten Journalisten haben das tadellos geschluckt und brav übernommen, was ihnen vorgekaut wurde. Bravo NLP.

Red Snaper
24.04.2009 12:30

einen hab ich noch:






WIR...

passen auf DEIN Kärnten auf...
garantiert......

Red Snaper
24.04.2009 12:23
Danke Jörg!

der hinige Ex-LH hatte großen Einfluss auf die Bestellung der dort werkelnden und packelnden Manager.

monoton
24.04.2009 12:03

abschreibungen in kärnten? kann das bzö das entnommene geld nicht mehr zurückzahlen?

J. R.
24.04.2009 10:29

Wo bleibt eigentlich das „Profil“. Die Hypo Geschichte ist ja eine unendlich dankbare Story für Journalisten.
Es ist alles drinnen: zusammengeschlagen Mitarbeiter, nächtliche Abholung von Papieren, Retter die recht gut verdienen, Politische Einflussnahme, schneller Verkauf usw.
In den USA würde Oliver Stone schon ein Drehbuch vorbereiten.

derfalke
24.04.2009 08:24
Gut, dass Haider die Hypo rechtzeitig zum Höchstpreis verkauft hat.

Damit hat der clevere Jörg das Land Kärnten vor großem finanziellen Schaden bewahrt.

Während die roten Bawag-Bänker in der Karibik die Milliarden des ÖGB verzockt haben, hat Jörg Haider für Kärnten gut vorgesorgt.

Andere reden, das BZÖ handelt.
Danke Jörg!

Frico
14.10.2009 16:40

Würde mich wundern wenn es bei dieser Geschichte nicht um Parteienfinanzierung gehen würde. Und falls das zutreffen sollte dann Gute Nacht BZÖ!

1943hans
10.05.2009 22:41
wann sucht endlich jemand die Millionen ?

monoton
24.04.2009 09:28

nein liebes vogerl, da erdrehst die fakten wie immer. haider hat seinen selbstbedienungsladen verscherbeln müssen, da haider und seine korruten freunderl die bank so heruntergewirtschaftet haben, daß sie bilanzbetrug begangen haben. da hat haider die bank verkaufen müssen! das war nicht freiwillig, und dies hat er ohne ausschreibung an billig seine freunderl verscherbelt, und nicht an den bestbietenden zum höchstpreis.
nun vogi, deine märchenstunde kannst wieder ein anderes mal fortstetzen

Bertel Mann 
24.04.2009 05:41
"Überraschend: der Großteil von Wertberichtigungen im Kreditportfolio musste allerdings nicht auf den kritischen Märkten in Kroatien, Slowenien, Bosnien oder Serbien, sondern in Österreich verbucht werden"

Das kommt schon noch...

Harald Hörmann
24.04.2009 09:38
Ganzklar ist das aber nicht.

...Überraschend: der Großteil von Wertberichtigungen... musste...in Österreich verbucht werden.

.....Die durch faule Kredite vor allem am Balkan schwer angeschlagene Hypo.

Was jetzt?
Faule Kredite am Balkan oder doch in Kärnten?

Ich persönlich glaub ja, dass der Hypo der Wegfall des universalen Bürgen in Form des Landeshauptmanns schwer zu schaffen macht.

Raphael Hythlodeus
23.04.2009 19:43
unterm jörgl hätts des ned geben!

Der groBe Mann
23.04.2009 15:24
Danke, Jörg, wo immer Du auch bist!

SimplyRed
23.04.2009 19:43

We proudly present: Die Spitze des Eisbergs.

Rezitator
23.04.2009 18:16
und der ehemalige CEO

und Gefolgsmann vom Haider hat sich nach zunächst abgestrittener aber nachgewiesener Bilanzfälschung mittels Diversion freigekauft...

Typisch das Unvermögen sogenannter Entscheidungsträger dürfen viele Unschuldige ausbaden...egal wohin man schaut es läuft überall nach dem gleichen Schema. Das soll also das neue Jahrtausend und der Fortschritt sein???

MeinePrognose/Anmerkung
26.04.2009 10:37
Diversion

Bei Herrn Kulterer liegen Sie falsch, er hat im Verfahren ein Geständnis abgelegt und wurde bereits rechtskräftig verurteilt und hat die Strafe angenommen.
Herr Morgl erhielt die Diversion, Herr Striedinger wurde ebenfalls verurteilt, aber das Urteil gegen ihn ist noch nicht rechtskräftig.

?und
24.04.2009 08:39
kulterer wo bist du - wir suchen dich

ALANDER
24.04.2009 11:29
derfalke sicher NICHT!

sihalich, A.

der postbote
23.04.2009 16:38
haider hat ja auch nie von einer arbeitsplatz-

sondern nur von einer standortgarantie gesprochen ;-)))

robert rittersmann
23.04.2009 17:43

was rasch in einer Kärntner Briefkastenfirma enden könnte.

mowgli 78 
23.04.2009 19:23
Kärnten darf nicht Jersey werden!

1943hans
10.05.2009 22:42
ist aber schon....

Franz Peber
23.04.2009 21:38
Umgekehrt!

Jersey darf nicht Känten werden. (ist eh schon arg genug!)

jimmydean
23.04.2009 15:32
also die arbeitslosen können jedenfalls nicht sagen

dass sie nicht vor der wahl gestanden hätten

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