Alte Nokia-Handys für Bank-Betrug gehackt

riegler, 22. April 2009, 12:40
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    foto: nokia

    Mit dem Nokia 1100 sollen SMS abgefangen werden können

Kriminelle sollen einen Fehler in der Firmware des Nokia 1100 ausgenutzt haben, um damit SMS einer anderen Nummer abfangen zu können

Hacker haben scheinbar eine Methode entdeckt, mit der man mit dem alten Nokia 1100 SMS eines anderen Mobilfunkkunden abfangen kann. Berichten zufolge wurde die Methode offenbar zum dem Zweck entwickelt, um das mobile TAN-Verfahren beim Online-Banking auszutricksen.

Handynummer fälschen

Verschiedene Banken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, eine mobile TAN auf ihr Handy zu schicken und damit eine Transaktion beim Online-Banking zu bestätigen. Die Firmware des Nokia 1100 soll sich aufgrund eines Produktionsfehlers manipulieren lassen, um die der SIM-Karte zugeordnete Telefonnummer zu fälschen. Damit würden SMS auf dem Handy des Kriminellen landen. Sofern dieser auch den PIN-Code eines Online-Banking-Accounts ausgeforscht hat, kann er damit Transaktionen durchführen, ohne das System knacken zu müssen. Offenbar lässt sich jedoch nur eine bestimmte Geräteserie, die im mittlerweile geschlossenen Nokia-Werk in Bochum produziert worden ist, dafür ausnutzen.

25.000 Euro für altes Modell

Ermittler hatten in einschlägigen Foren besonders hohe Preise von bis zu 25.000 Euro für das veraltete Handy-Modell beobachtet und das holländische Ultrascan Advanced Global Investigation für weitere Nachforschungen kontaktiert. Heise vermutet jedoch, dass eine Manipulation der Firmware alleine nicht ausreichen dürfte, um Nachrichten auf ein anderes Handy umzuleiten. Vielmehr sei auch ein Hack der SIM-Karte erforderlich. Handy-Hersteller Nokia hat gegenüber der PCWorld gesagt, dass kein Softwarefehler in der Firmware des Handys bekannt sei und man sich nicht erklären könne, was die Kriminellen mit den alten Geräten anfangen können. (red)

Che vuoi?
00
23.4.2009, 08:13
...

ob die bochum-nokianer sich da vielleicht eine möglichkeit der finanziellen absicherung geschaffen haben? Zu verdenken wär es ihnen freilich nicht.

Erwin Wolfram
00
22.4.2009, 22:09

Nein, nein die Handykommunikation ist ganz sicher (hehe).

hanni baal
00
22.4.2009, 17:49

Ich geb meins schon für € 20.000 ab.

die Resi-Tant Evil
05
22.4.2009, 15:50

"Sofern dieser auch den PIN-Code eines Online-Banking-Accounts ausgeforscht hat,"

... und den Verfügernamen
und die Verfügernummer
und den Kontobesitzer im selben Moment der Schlag trifft, der zeitgleich vor dem Onlinebanking sitzt, sonst würde er keinen TAN angefordert haben.

Das sind ein bisschen viele "und", die zutreffen müssen, damit der Schwindel gelänge. Ich würde diese Methode somit eher für eine Folge der TV-Serie "CSI Kickritzpotschn" aufheben. In der Praxis stellt sie keine reale Bedrohung dar.

9kob
00
23.4.2009, 11:21
ich kann zwar CSI nicht ausstehen aber

als generische attacke vermutlich nicht. Als gezielte existiert die Bedrohung meiner Meinung nach sehrwohl.
Mit sslstrip, ist es möglich sich zwischen benutzer und onlinebanking zu hängen ohne dass der anwender was mitbekommt (bzw. nur schwer)
http://www.thoughtcrime.org/software/sslstrip/
somit kommt man an die Zugangsdaten, da kann man sich einloggen, sich anschaun welche telefonnummer für mobile tans verwendet wird, die dann entsprechend im tollen nokia eintragen und schwuppsdiwupps ist das konto leer ...

elchtester
00
23.4.2009, 09:39

sie haben recht, für "CSI Kickritzpotschn" kriegen sie ein grünes, sie mein lieblingstanterl.

jazotic
03
22.4.2009, 14:29

Also 'noch' steht das N1100 auf ebay bei 5,60 €. Mal sehen... ;-)

Artaka
 
01
22.4.2009, 12:54
Ach Mist

hätt ichs doch bloß nicht Ö3 geschenkt...

^^

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