Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Am Institut für Wissensmanagement der TU Graz untersuchen Forscher zurzeit in einem vom Wissenschaftsfonds geförderten Projekt, inwiefern soziale Software für den Wissenstransfer einsetzbar ist. "Unsere Grundannahme dabei ist", erklärt Projektleiter Markus Strohmaier, "dass Wissenstransfer dann besonders effektiv ist, wenn die einzelnen Akteure ähnliche Ziele haben" - wie etwa angehende Studierende in den USA, die alle Informationen zu verschiedenen Colleges finden wollen, um eine gute Bewerbung abgeben zu können. "Hier ist die Bereitschaft, Wissen zu teilen, beträchtlich größer als bei Benutzern ohne ein gemeinsames Ziel."
Wie aber können Menschen mit ähnlichen Zielen im Web zusammengebracht werden? "Eine Möglichkeit besteht in der Analyse der Aufzeichnungen von Suchmaschinenbetreibern, in denen Benutzer ihre Informationsbedürfnisse formulieren", sagt Strohmaier. Das Problem dabei: Meist ist in diesen Suchanfragen - die oft nur aus einem Wort bestehen - nur schwer das zugrunde liegende Ziel erkennbar. So fanden die Grazer Wissenschafter heraus, dass nur ein bis drei Prozent der Anfragen explizit als Ziele formuliert werden - etwa "buy/sell a car" statt lediglich "car". Um aus diesen allgemeinen Anfragen die eigentlichen Ziele herauszufiltern, entwickeln Strohmaier und sein Team auf statistischen Analysen von großen Suchanfrage-Datenbanken basierende Algorithmen. Inzwischen gibt es auch Forschungsprototypen, mit denen zu Suchanfragen in Google die vermuteten Ziele eingeblendet werden können. "Damit wird der Benutzer angeleitet, seine Ziele klarer zu formulieren, wodurch er zu besseren Suchergebnissen kommen kann", sagt Strohmaier.
Ziel-, nicht Inhaltsanalyse
Während sich die großen Suchmaschinenbetreiber wie Google oder Yahoo zurzeit vor allem mit der Unterscheidung von navigationalen (gezielten) und explorativen (allgemeinen) Anfragen befassen, spezialisieren sich die Grazer Forscher auf das Erkennen expliziter einzelner User-Ziele. Untersucht wird dabei auch, wie die einzelnen Ziele untereinander zusammenhängen. "Was unsere Arbeit von anderen Forschungsprojekten auf diesem Gebiet unterscheidet, ist die Art der Verschlagwortung", erklärt Strohmaier, "denn wir versuchen nicht Inhalte zu analysieren, sondern die Ziele der Benutzer."
Kennt man diese, tun sich natürlich auch beachtliche ökonomische Gelegenheiten auf. Bislang funktioniert im Web die gezielte Zusammenführung von Leuten, die ein bestimmtes Ziel haben, mit jenen, die es befriedigen können, noch relativ schlecht - eben weil die eigentlichen Ziele unsichtbar sind. Dass eine solche Entwicklung nicht nur die Informationsflüsse im Netz effizienter lenken und Benutzer mit ähnlichen Interessen zusammenführen kann, sondern einen weiteren Schritt zum "durchsichtigen User" setzt, ist den Forschern bewusst: "Deshalb achten wir bei unseren Studien und Prototypen auch immer darauf, die Kontrolle dem Benutzer zu überlassen. Andererseits bekommt er aber auch etwas für das Bekanntmachen seiner Ziele: jenes Wissen, mit dem diese leichter erreicht werden können."
Inwieweit sich der neue Ansatz eignet, die enormen Informationsmengen im Web zielorientiert zu filtern, ist Gegenstand weiterer Forschungen. (grido/DER STANDARD, Printausgabe, 22.04.2009)
Die Robotik-Expertin Julie Shah vom MIT in Boston erforscht, wie Roboter und Menschen gute Teams bilden können
Die Psychologin Jasminka Majdandzic untersucht Imitation und Empathie
Viele handelsübliche Arzneimittel sind nicht für Kinder zugelassen, weil entsprechende klinische Studien fehlen. Für die Pharmaindustrie ist der Aufwand zu groß, der potenzielle Gewinn zu klein
Boku-Studie: Würmer im Boden und Artenvielfalt senken Schäden durch Schnecken um bis zu 60 Prozent
Der Gänsegeier ist in Europa wieder auf dem Vormarsch - Auch in Österreich werden die Riesenvögel, die eine Flügelspannweite von mehr als zwei Metern aufweisen, immer öfter beobachtet
US-Forscher entdecken neue Prinzipien der Fortbewegung in Tunnelsystemen
In Köstendorf in Salzburg wird mit Sonne getankt und gekühlt - In die "Smart-Grid-Gemeinde" sind Energieagenten, Elektroautos und ein Trafo, der mitdenkt, eingezogen
Autoren des aktuellen Forschungs- und Technologieberichts: Keine Annäherung an das F&E-Ziel für 2020
Auf die Silphie, eine Pflanze aus Nordamerika, setzen Forscher große Hoffnungen - Wildschweine mögen sie nicht, dafür lieben sie die Bienen
Von der Waschmaschine bis zur Rakete zehrt jede Technik von einem Rohstoff: Software - Ist der Programmcode nicht vorausschauend geschrieben, stehen die Entwickler der Zukunft vor Problemen
Der Arbeitsplatz Büro hat immer öfter ausgedient - viele Aufgaben lassen sich virtuell unterwegs und zu Hause erledigen - Der Wissenschafter Michael Bartz erforscht das Arbeitsleben der Zukunft
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.