Videoblog von Hans Rauscher

Grasser: "Politische Karriere endgültig an den Nagel gehängt"

21. April 2009, 15:09

Der Ex-Finanzminister über seine Zukunft, persön­liche Meinl-Verluste und Sorgen um Kleinanleger

"Es ist nichts Anderes als heiße Luft und in böswilliger Absicht gemacht", meint Karl-Heinz Grasser im Gespräch mit Hans Rauscher zur Anzeige wegen Amtsmissbrauchs (Hintergründe siehe Artikel zur Pressekonferenz). Die anonyme Anzeige sei "eine Frechheit", so der Ex-Finanzminister. Dass es eine schiefe Optik ergab, als er nach seinem Ausscheiden aus der Politik bei einer Firma anheuerte, die von der Finanzmarktaufsicht geprüft wurde, lässt Grasser nicht gelten. Die Aufsicht sei unabhängig und weisungsfrei und habe deshalb mit dem Ministerium nichts zu tun: "Was kann man dann in der Privatwirtschaft als Finanzminister noch tun, wenn das eine falsche Optik wäre?"

Grassers Sorge um die Kleinanleger

Grasser erneuert seinen Vorwurf, dass sich bei Power International, der Nachfolgefirma von Meinl International Power, mit "Elliot Associates" ein "Geierfonds" eingekauft hätte. Hier gehe es um "kurzfristiges Kassemachen, leider Gottes zu Lasten der Kleinanleger, die hier Geld verlieren". Dies habe er immer versucht, zu verhindern: "Mein Ziel war, dass Kleinanleger Geld verdienen."

Gründe für die Verluste

Warum es mit Meinl International Power so bergab ging, beantwortet Grasser so: "Ich möchte mich sonst nicht ausreden, aber wir hatten Rahmenbedingungen, die es uns extrem schwierig gemacht haben." Erstens seien das die Finanz- und Wirtschaftskrise und zweitens die Diskussionen um die Meinl Bank und Meinl European Land gewesen. "Gegen diese Kursverluste konnten wir ganz sicher nichts machen."

Die Gehaltsfrage

Wieviel Grasser letztendlich verdient hat, will er auch auf RAU-TV nicht verraten. Nur soviel sagt er: Von den kolportierten acht Millionen Euro, müsste die Management-Gesellschaft Büros in Jersey und Bratislava, vier Direktoren, zwölf Mitarbeiter, Reise- und Rechtsanwaltskosten bezahlen. Der Ex-Finanzminister: "Wir haben hohe Aufwendungen, dass ein Gewinn übrig geblieben ist, ist richtig." Und Grasser legt Wert auf die Feststellung, dass er "das ihm zuzurechnende Einkommen aus dieser Tätigkeit natürlich in Österreich versteuert" hat.

Rauscher vs. Grasser

Bei der Abschlussfrage geraten der STANDARD-Kolumnist und der Ex-Finanzminister ein weniger aneinander. Hier ein kurzer Wortlaut-Auszug:

Rauscher: "Ihr Ausflug in die Privatwirtschaft hat also mit gemischtem Erfolg geendet."

Grasser: "Es ist schon ein Erfolg, wenn der Hans Rauscher das so kommentiert."

Eigene Verluste

Grasser räumt ein, dass er persönlich Verluste in Zusammenhang mit Meinl gemacht hat: Er habe mit MEL-Anteilen, Airport-Anteilen und Power International-Anteilen Geld verloren.

Schluss mit Politik

Danach erklärt Grasser, dass er sich in Zukunft nur mehr um seine Beraterfirma kümmern möchte. Die politische Karriere sei "endgültig an den Nagel gehängt". Damit hofft KHG auch, dass "alle parteipolitischen Angriffe, über die ich mich immer wieder zweifelhaft freuen darf, auch irgendwann der Vergangenheit angehören, weil ich gerne privatwirtschaftlich und privat tätig wäre und nicht permanent in allen möglichen Medien und Schlagzeilen reüssieren müsste."

Gegenfrage

In der RAU-TV-Gegenfrage fragt Grasser Rauscher, was er von anonymen Anzeigen halte. Die Antwort findet sich im obigen Video. (rasch, derStandard.at, 21.4.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 199
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eugp21
 
00
na was...

Den KHG weint eh keiner nach, hat der doch alles ausverkauft um nur bilanztechnisch gut dazustehen.
aber jetzt ist schluss mit lustig - mehr auf http://gpo.or.at/ue.htm

. Diogenes
00
Politische Karriere endgültig an den Nagel gehängt

Recht hat er. Ich habe mich auch entschieden mich
von meinen Plänen, Bundeskanzler zu werden, zu
verabschieden. Zu stressig.

Marquis
01
Verzweifelter Versuch eine Reputation zu retten

Der ewige smarte Managertyp mit seinem Schicki Micki Image ist verblaßt, verblichen, vergangenen...
Der letzte verzweifelte Versuch eine Reputation zu retten, die im In- und Ausland schon längst im A... ist.
Lang wird es nicht dauern und er wird in Wien um einen halbwegs seriösen Job betteln.

also dann ...
01
dumm . . . dümmer . . .k h g ?!

dumm...dümmer...grasser : k h g - der beste fin.minister der eu ...
http://www.youtube.com/watch?v=C... re=related

w i e s o... will nicht einmal
der kristall-glas-clan ... ihn operativ
(so wie bei meinl ?) einsetzen ? ? ?

er ist/war ...nichts als ein blender !

NicenEasy
01
So schaut's aus!

Rauscher hat Grasser deswegen nicht in die Augen geblickt, weil er sich das Lachen nicht mehr verbeißen hätte können.

NicenEasy
00
Dementieren!

Wenn weiter nichts hilft, kräftig dementieren, dass ihn Swarowski nicht interessiert. Vielleicht nehmen sie ihn doch.

Oder einfach eine Initiativ-Bewerbung losschicken.
Schauma, ob's eine geht...

Kelborn
00
23.4.2009, 08:48

den bitte nimmer zeigen, danke!

derpradler
02
22.4.2009, 17:52
hätte er und Meinl ein rotes Parteibuch

...........säßen sie schon lange beim Elsner in der Zelle!

alleswasmansagtistwahr
02
22.4.2009, 16:53
HiHi


Grasser sieht sich also als Opfer turbokapitalistischer Umtriebe und "Geierfonds"...

"Die Geister, die ich rief..."

tartaros
01
22.4.2009, 16:22
tolles interview

eignet sich gut für eine studie sozialen verhaltens von menschen: herr rauscher lächelt hämisch während demonstrativem wegschauen mit größtmöglicher verachtung; herr grasser versucht sich mit schnellem reden, neuen populären aussagen aus dem linken spektrum, üblicher vernebelungstaktik und bübischem lächeln irgendwie herauszuwinden

Kelborn
02
23.4.2009, 08:51

man hat hier eher das Gefühl KHG interviewt den Rauscher...

Willi Saufen
12
22.4.2009, 16:07
keiner ist grasser als der krasser

ich will ein kind von ihm und das toupet vom 5ääär

sir karl popcorn
71
22.4.2009, 15:21

dem rauscher spricht der neid und schelm aus dem gesicht bzw. mundwinkel!

Jackie Wara
 
19
22.4.2009, 15:40
worauf sollte herr rauscher neidig sein? sind sie etwa neidig auf einen der schon mit 40 jahren auf dem müllhaufen seiner blender-existenz gelandet ist? karl heinz grasser hat keine zukunft mehr, seine kompetenzsimulanz ist endgültig aufgeflogen!

evaah
00
22.4.2009, 17:20
worauf neidig sein?

abgesehen von der Diskrepanz zwischen beider Physiognomie lebt Herr Grasser einen anderen interessanteren *Lifestyl*.

cannery row
00
27.4.2009, 19:59
naja..

aber bei der alten brauchst schmerzmittel.

also dann ...
01
22.4.2009, 16:02
smile... ja - welch ein blender ... und wie wurde er "hoch-ge-hypt" - von a l l e n medien !

stimmt...er ist der jüngste (!) frühpensionist von Ö !
(ob er von der hacklerregelung profitiert, kann ich nicht sagen...).

Papiertiger
00
22.4.2009, 15:36
wie kommen sie da drauf?

Papiertiger
12
22.4.2009, 15:40
btw

auf was neidisch? die unausstehliche frau? die haircrimes? das bald anhängige gerichtsverfahren? die verspannte körperhaltung?

sir karl popcorn
01
22.4.2009, 16:48

ganz simpel - das bessere aussehen.

Martin Purtscher
00
22.4.2009, 15:20

hat ein bisserl was von alfred worm mit jörg haider

Skull&Bones
12
22.4.2009, 15:17
Der soll sein ergaunertes Geld zurückgeben!!! Soviel hätte er in 20 Jahren als Minister nicht kassiert. Pfui!!!

NoPod
00
22.4.2009, 15:15
Eine gewisse Ähnlichkeit...

... in der Mimik der beiden lässt sich feststellen.

War es früher Grasser der süffisant gegrinst hat, ist es heute Rauscher.

Ein süffisantes Grinsen welches das Gegenteil dessen ausdrückt, was Rauscher gegenüber Kopf an den Tag legte. Nämlich der geradezu unterwürfigen Art Fragen zu stellen, die Ungemach bereiten könnten.

Ein etwas überraschendes Ende, ist der Kameramann eingeschlafen?

sir karl popcorn
41
22.4.2009, 15:09

fällt euch auf, dass rauscher grasser kaum in die augen sehen kann? grasser rauscher ab schon.
wer hat da was körpersprachlich zu verbergen?

Jackie Wara
 
11
22.4.2009, 15:19
Das Video ist der beste Beweis: Karl Heinz Grasser ist am Ende! Diesmal hat er den Bogen wirklich überspannt. Ist wohl nur mehr eine Frage der Zeit, bis er neben Julius im Knast sitzt.

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