Rettungsaktion für das Cabaret Voltaire

14. März 2003, 14:41
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Um das "Geburtshaus" des Dadaismus zu retten, soll ein Kulturzentrum eingerichtet werden

Zürich - Der Geburtsort des Dadaismus, das frühere Cabaret Voltaire in der Zürcher Altstadt, soll gerettet werden. Die Zürcher Stadtregierung beantragte beim Stadtparlament, das historische Gebäude für vorerst fünf Jahre zu mieten und darin ein Kulturzentrum einzurichten.

Die Stadt will das renovierungsbedürftige Gebäude für rund 820.000 Euro für fünf Jahre von einer Immobilientochter des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life mieten, wie Stadtpräsident Elmar Ledergerber am Freitag bekannt gab. Die Swiss Life plante in dem Haus Wohnungen und Läden. Die Pläne führten zu Protesten, Petitionen und parlamentarischen Vorstößen. Das so genannte Dada-Haus wurde sogar zeitweise besetzt.

In dem 1916 gegründeten Zürcher Cabaret Voltaire hatte der Dadaismus seinen Ursprung. Dort verkehrten Künstler wie Hugo Ball, Emmy Ball-Hennings, Tristan Tzara, Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp und Richard Huelsenbeck. (APA/AP)

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