Wiens GKK-Chef befürchtet Sallmutter-Schicksal

13. März 2003, 22:44
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Franz Bittner: "Es gibt ein eindeutiges Einfärben der Versicherungsträger auf schwarz-blau"

Wien - Der Chef der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, fürchtet durch die Fortführung der schwarz-blauen Regierung ein Sallmutter-Schicksal. Bittner geht davon aus, dass er - wie andere der sechs SPÖ-nahen Länderkassenchefs - bald gehen wird müssen. "Wir haben das beim Hauptverband erlebt, als Hans Sallmutter abgesetzt wurde. Es gibt ein eindeutiges Einfärben der Krankenversicherungsträger auf schwarz-blau", sagte Bittner Donnerstag abend in der "ZIB 2". Auf die Frage, wie lange er noch glaube, an der Spitze der Wiener GKK zu sein, sagte Bittner: "Anfang nächsten Jahres wird das vollzogen sein".

Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) erklärte, nach 30 Jahren Wildwuchs in diesem Bereich werde es dazu kommen müssen, dass primär Fachleute und nicht politische Versorgungsposten drin sind. Jedenfalls soll der Umbau nach dem Vorbild des Hauptverbands noch heuer beginnen, wie ein dem ORF vorliegendes Papier des Gesundheitsministeriums zeigt. (APA)

  • Der Chef der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz
Bittner, auf einem Archivbild dem damaligen Hauptverbands-Chef Hans Sallmutter. Nun befürchtet er, wie
andere der sechs SPÖ-nahen Länderkassenchefs - bald abgelöst zu werden
    foto: standard/cremer

    Der Chef der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, auf einem Archivbild dem damaligen Hauptverbands-Chef Hans Sallmutter. Nun befürchtet er, wie andere der sechs SPÖ-nahen Länderkassenchefs - bald abgelöst zu werden

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