Telekom Austria baut Breitband-Internet auch in Niederösterreich aus

13. März 2003, 16:02
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40 neue ADSL-Vermittlungsstellen in diesem Jahr - Fessel-GfK-Untersuchung: "Das Land geht online"

Die Telekom Austria setzt auf den Ausbau von Breitband-Internet auch in Niederösterreich. Allein 2003 sollen 40 neue ADSL-Vermittlungsstellen errichtet werden, sagte Vorstandsdirektor Rudolf Fischer am Donnerstagnachmittag in einem Pressegespräch in St. Pölten. Insbesondere angedacht ist auch ein Ausbau in den Grenzregionen, "um Standortvorteile gegenüber den EU-Erweiterungsländern zu sichern".

Der "regionale Aktionsplan für NÖ"

Der "regionale Aktionsplan für NÖ" der Telekom Austria sieht Partnerschaften mit dem Land und Gemeinden zur Förderung des Breitband-Ausbaus in peripheren Gebieten vor. Immerhin gehe es dabei um "hohe Investitionsvolumina", so Fischer. "Wir brauchen daher Unterstützung." Genutzt werden sollen in diesem Zusammenhang auch die Regional- und Strukturförderungsfonds der EU für den Ausbau der Netzinfrastruktur in den Regionen.

70 Prozent bis Jahresende

Bis zum Jahresende soll Breitband-Internet für etwa 70 Prozent der niederösterreichischen Haushalte und Unternehmen verfügbar sein. Derzeit sind es laut Fischer 53 Prozent. Für eine Flächendeckung müssten 200 weitere Vermittlungsstellen ausgebaut werden. Die Kosten dafür bezifferte der Vorstandsdirektor mit 40 Mio. Euro.

"Da sLAnd geht online"

"Das Land geht online", stellte Maria Leisch von Fessel-GfK zu einer von dem Marktforschungsinstitut im Auftrag der Telekom Austria durchgeführten Untersuchung fest. 52 Prozent der Niederösterreich hätten Internet-Zugang (österreichweit 53 Prozent), davon 38 Prozent im Haushalt. Die Zufriedenheit der Breitband-User mit der Schnelligkeit (Note 1,6) sei im Vergleich zu Nutzern herkömmlicher Modems (Note 3,3) deutlich höher. So würden auch 31 Prozent der Niederösterreicher ohne Breitband-Anschluss diese Technologie als "sehr interessant" bzw. "interessant" bezeichnen.

59 Prozent verwenden Formulare aus dem Netz

Die Studie hat laut Leisch außerdem ergeben, dass 25 Prozent der Unternehmen in NÖ das Internet für An- und Abmeldungen bei der Sozialversicherung nützen, 23 Prozent (um fünf Prozentpunkte mehr als im Österreich-Schnitt) ihre Steuerangelegenheiten online regeln und 59 Prozent im Arbeitsalltag Formulare aus dem Netz verwenden. 53 Prozent der befragten Firmen würden ihre Bankgeschäfte über Internet abwickeln, 39 Prozent stellen online Anträge an Behörden und Ämter.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Bereits 75 Prozent der Gemeinden des Landes verfügen über Homepages. Das restliche Viertel würde "großteils" die Einrichtung planen, so Leisch.(APA)

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    foto: photodisc
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