Diskriminierte Männer

Konsequent gleichgestellt

20. April 2009, 19:00

Discos eignen sich nicht für positive Förderaktionen - von Irene Brickner

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Sambapati
23.04.2009 07:04

Wo vorher keine Diskriminierung besteht, naemlich nicht in Discos, Wohnanlagen, Straßen und sonstigen neutralen Dingen braucht man sie auch nicht beseitigen weil sonst eine Schieflage erst enststeht. Das Ziel von Unternehmen ist auch Gewinnmaximierung und nicht Politik. Diese rosarote Wohnbaugeschichte ist Politik pur - ein Horror, der massive Klischees produziert.

Es gibt nichts Schoeneres, als dass ein Alleinerzieher Interesse gehabt haette und nichts Bloederes, als ihm das zu versagen.

Aber auch Privaten sollten - genau so wie die Rechtslage es vorsieht - Grenzen gesetzt werden. Viel wichtiger waere allerdings, unsere Kinder von Billa, Suzuki-Swift und Always Ultra - Werbung und Co zu schuetzen.

Ich finde den Artikel sehr gut.

Feindbild
28.04.2009 09:50
Was finden Sie an der Billa-Werbung so verwerflich, dass Jugendliche davor geschützt werden müssen?

Felix Schoitl 
23.04.2009 17:52
Am besten gleich den sozialen Wohnbau abschaffen,

dann ist Schluss mit der rosaroten Wohnbaugeschichte - soll die leicht durch das Buberlblau der freien Hausherren abgelöst werden?

Mehr Transparenz überall kann nicht schaden. Aber die soll dann halt auch überall gelten.

WAKU 
21.04.2009 19:14
Am Thema vorbei.....

Solange unsere Gesellschaft das Geld zum absoluten Maß der Dinge hochhält, bleibt Fakt, daß Frauen - besonders in Österreich, massiv benachteiligt werden.
Das Gesabber über skurrile Auswüchse ist nur ein Beweis für den Unwillen Probleme lösen zu wollen.

Hellsicht
21.04.2009 15:41
Ich habe den Artikel nicht verstanden

Nämlich schon rein sprachlich nicht.

Was soll z.B. Folgendes heißen:

"Vielmehr geht es bei den beiden jetzt bekanntgewordenen Diskriminierungsfällen von Männern [...] um die Präzisierung der Frage, wie weit Gleichbehandlung in einer modernen, auf Waren- und Dienstleistungsaustausch basierenden Gesellschaft zu gehen hat. In der EU, deren Repräsentanten sich dazu bekennen, beeinflussbare Umstände, die das Wirtschaftstreiben hemmen, zu bekämpfen: Ressentiments gegen 'Fremde' - wer immer unter diese Kategorie fällt - ebenso wie geschlechtsspezifische Benachteiligung: in beide Richtungen, wohlgemerkt."

Selbst nach mehrmaligem Lesen ist mir nicht einmal ansatzweise klar, was Frau Brickner damit sagen will.

Martin Schwarzbauer 
21.04.2009 20:10
Ich versuch es mal ohne Zynismus

Wie weit soll bzw. darf sich die Obrigkeit einmischen, um wahrgenommene Diskriminierungen zu beseitigen? Die EU bekennt sich dazu, das zumindest dort zu tun, wo das Wirtschaftsleben beeinträchtigt ist - so z.B. beim Kampf gegen Rassismus (schädlich für freien Personenverkehr), aber auch bei Sexismus.

Im Prinzip läuft es darauf hinaus: brauchen wir wirklich Vorschriften, dass Eintrittsgebühren/Friseurpreise/etc. überall für Frauen und Männer gleich hoch sein müssen? Ist die Welt nicht ein Stückchen freier, besser, vielleicht sogar gerechter, wenn es solche Vorschriften nicht gibt und der Markt das regelt?

Hoffe, das hilft.

elisabeth harrer
21.04.2009 14:39
ja warum wohl werden

frauen mit sonderrabatten & gratiseintritt in bauerndiskos, swingerclubs u. a. abschlepporte gelockt? - weil männer dort viele frauen sehen wollen. wen sollen sie denn sonst dort anbraten?

ps:: laut diversen friseuren und auch lt vielen ehrlichen männern ist schneiden, föhnen, legen am kurzen und schütteren männerhaar viel aufwendiger als an einer frauenmähne. lustigerweise zahlen die ladies trotzdem mehr - außer mir, denn ich boykottiere sexistische friseure. das empfehle ich auch verärgerten männern: wenn euch bei lokalen ladyrabatte nerven, geht dort nicht hin.

pps: es gibt projekte, die gezielt männer, alte, behinderte, arbeitslose, obdachlose etc. fördern - diskriminierend? was ist mit schwulendiskos,wo drinks für frauen teurer sind?

Feindbild
28.04.2009 10:03
In beiden Fällen, Friseurbesuch und Diskobesuch, wird der Preis nach dem gleichen Prinzip festgelegt:


Tendenziell sind Frauen (Männer) eben bereit für die gleiche Leistung, aus diversen Gründen mehr zu bezahlen. In der Disco sind es die Männer, die auf "Beutefang" aus sind. Beim Friseur sind es die Frauen, die sich zur "Venusfall" aufbrezeln lassen wollen.

Beide Begründungen haben eines gemeinsam: Es sind dumme Klischees, die nicht auf jeden Mann oder jede Frau zutreffen. Wieviele Männer wollen in der Disco einfach nur trinken und tanzen? Wieviele Frauen sind in Discos "auf der Jagd"? Wieviele Männer haben eine Löwenmähne und stylen diese penibler als die meisten Frauen? usw.

Und genau deshalb dürfen Preise nicht an das biologische Geschelcht gekoppelt werden!

Bert ist schön
21.04.2009 15:40
pfoaa...

na sie müssen ja frustr**rt sein !!
net schlecht !

na vielleicht klappts im nächsten leben und sie kommen als mann zur welt...kopf hoch !

Du Jane, ich Bumsti
21.04.2009 15:26
In Schwulendiscos sind Drinks für Frauen teurer?!?!?

Pfau!
Es gibt Informationen, die ich zwar nicht brauche, aber mich immer wieder faszinieren...

Mariana Potocnik
21.04.2009 11:30
Benachteiligte dürfen positiv diskriminieren!

Herr Boder begnügt sich mit einem Teil der Wahrheit. Die Wohnprojekte ro*sa Donaustadt und ro*sa Kalypso schließen Männer als Mitbewohner nicht aus (nachzulesen auf www.frauenwohnprojekt.org). Unser Anliegen ist es, alleinerziehenden und alleinlebenden Frauen, die bekanntermaßen auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind, erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. Und dieser soll auch möglichst bis zum Ende der Benachteiligung in Frauenhand bleiben. Die Mietverträge sollen daher bevorzugt mit Frauen abgeschlossen werden. Herr Boder hätte mit seiner - im Schreiben an uns erwähnten- Partnerin einziehen können. Er hätte sich an die Wohnbauvereinigung der GPA wenden können, die ihm einen Mietvertrag gemeinsam mit seiner Partnerin gegeben hätte.

Netter Chef
21.04.2009 21:58
Lesen Sie manchmal Ihre Homepage?


GPA-Folder: Mietverträge nur an Frauen damit diese bei der Trennung den Partner schneller loswerden!

Auf die Antwort bin ich aber gespannt :-))

elisabeth harrer
21.04.2009 14:48

dafür könnte sich Hrn Boders Partnerin ja um Aufnahme in einen Männerbund/ Landmannschaft/ Korporation/ Bruderschaft bewerben - und im Falle eines Neins wegen Diskriminierung klagen. Tipp: Pius-Bruderschaft!

Martin Schwarzbauer 
21.04.2009 13:47

"Unser Anliegen ist es, alleinerziehenden und alleinlebenden Frauen, die bekanntermaßen auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind,..."
Nennen Sie mich ignorant, aber mir war das nicht bekannt - warum sollte ein Vermieter eine allein erziehende Frau abweisen, wenn Sie über entsprechendes Einkommen verfügt, die Miete zahlen zu können?
Außerdem gibt es auch männliche Alleinerzieher, wenn also die Stoßrichtung "soziales Wohnen für Alleinerzieher" wäre, gäbe das sicher weniger Widerstand. Wenn die Wohnungen und das Umfeld auf Alleinerzieher mit ihren Kindern zugeschnitten wäre, würden vermutlich ohnehin vorwiegend solche einziehen - und davon wären dann 90% weibliche Alleinerzieher. Ich verstehe nicht, warum man hier Männer ausschließen muss.

henriette mayr 
22.04.2009 18:46
ihr "kannitverstan"-zynismus,

den sie auch im anderen thread zu diesem "diskriminierungsfall" ausgebreitet haben, ist nur widerlich.

Martin Schwarzbauer 
23.04.2009 12:05

Angesichts dieser vernichtenden Kritik einer moralischen Autorität werde ich natürlich sofort in mich gehen und versuchen mich zu bessern und Buße zu tun.

Ich bin also zynisch, soso. Eigentlich sind die Initiatorinnen zynisch, denn sie benutzen legitime Anliegen - die von Alleinerziehern in gestresser finanzieller Lage - um Wohnungen fördern zu lassen, die dann einer eher wohlhabenden Kaste von Gender-Verfechterinnen zu Verfügung gestellt wird. Ach ja, ganze 4 Wohnungen sind soweit gefördert, dass auch weniger Betuchte eine Chance haben.

"Allein lebend" oder "allein erziehend" ist *nicht* das Kriterium, das hier an Mieter angelegt wird, auch nicht "sozial bedürftig" es wird *ausschließlich* nach dem Geschlecht vergeben. Noch Fragen?

Æsj
21.04.2009 15:59
Ignoranz

das posting ist leider typisch mænnlich ignoranz. warum alleinerziehende frauen abgewiesen werden? weil halt irgendjemand auf das kind untertags aupassen muss, deswegen nur teilzeit, deswegen nur geringes einkommen, deswegen kein mietvertrag.
mænner sind nun mal im allgemeinen nicht dazu bereit, daheim zu bleiben bzw. für ein butterbrot arbeiten zu gehen (wie viele % der mænner gehen in karenz???). wære es næmlich anders, gæbe es die ganz problematik mit der lohnschere nicht.
das heisst jetzt nicht, dass mænner von solchen projekten ausgeschlossen werden sollen - wenn sie die gleichen voraussetzungen erfüllen wie frauen, kein problem! so wie die dinge in østerreich aber stehen, werden sich viell. eine handvoll mænner dafür qualifizieren.

Martin Schwarzbauer 
21.04.2009 20:02

"Nennen Sie mich ignorant" war eine rhetorische Floskel, nicht wirklich als Aufforderung gedacht - das nur zur Aufklärung.

Es gibt geförderte Wohnungen für Menschen geringen Einkommens in Wien - nennt sich sozialer Wohnbau. Diese Wohnungen stehen allen Menschen offen, die sich keine privaten Mietwohnungen leisten können, inklusive Alleinerzieherinnen.

Warum vermischen Sie "Alleinerzieherin" mit "Partner bleibt nicht zu Hause" - ich mein, das widerspricht doch der Definition, oder?

Es können durchaus Voraussetzungen an die Miete geknüpft werden (allein erziehend, sozial bedürftig etc. - beides übrigens hier nicht angedacht!), aber eben nicht das Geschlecht. Nichts anderes habe ich geschrieben. Warum pflaumen Sie mich an?

Let's agree not to agree
21.04.2009 13:03

Sollten solche Projekte nicht alleinerziehenden und von mir aus alleinlebenden Menschen egal welchen Geschlechts zugute kommen?

beethovenfries
21.04.2009 15:11

Wohnprojekte für Alleinerzieher und Alleinlebende beiderlei Geschlechts: prima Idee! Nur eine ganz andere prima Idee, als die, von der Frau Poticnik im obigen Post berichtet. Wenn jemand gerne in so einem Projekt wie dem von Ihnen geforderten leben möchte, steht es ihm oder ihr ja frei, so etwas ins Leben zu rufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dafür dann keine Fördermittel geben wird.

Die dritte Seite der Medaille
21.04.2009 10:31

Dafür zahlen Frauen beim Frisör und auf öffentlichen Toiletten mehr.

Lesko Powiatem
21.04.2009 12:30
Toiletten: Kabine Mann ist genauso teuer wie Kabine Frau

Fred Wirtschaftsflüchtling
21.04.2009 11:16
Gegenrechnen ist unzulässig

Beim Frisör ist ja der Umfang der Leistungen bei Damen wesentlich höher. Unbestritten ist, dass der Damenfrisör meist unverschämt teuer ist.
Bei den Toiletten kenn ich das nicht. Ist da gemeint, dass manchmal das Urinal billiger ist als die Keramik für das große Geschäft? Auch hier wäre der höhere Reinigungsbedarf eine Erklärung.

Olivier Merle
21.04.2009 14:47

Frisöre in Österreich sind prinzipiell unverschämt teuer.

Die dritte Seite der Medaille
21.04.2009 13:08

ich brauch beim Frisör keine Vierstelstunde, und kompliziert ist da auch nichts. Trotzdem zahl ich das doppelte wie ein Mann.
Friseure unterscheiden bei Frauen nach lang, mittel kurz, bei Männern gar nicht.
Verstehens mich nicht falsch, ich finde das nicht unfair, ich finde nur das Aufzählen (Disco... ) kleinlich. Da wollte ich was gegensetzen.

Alle drei Beispiele sind eine Frage des Marktes. Die Disco braucht viele Frauen, um noch mehr Männer anzulocken, wenn Männer mehr als xx€ fürs pinkeln zahlen müssten, würdens vermutlich einfach an eine Wand pinkeln, und es legen nun mal die meisten Männer nicht so viel wert auf ihre Haare.
Da haben halt manche dann das nachsehen.. beim pinkeln die Frauen, in der Disko die Männer..

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