375 Millionen Menschen werden bis 2015 Katastrophenhilfe brauchen

21. April 2009 00:01

Hilfsorganisation Oxfam prognostiziert starken Zuwachs an Opfern des Klimawandels

Wien - Bis 2015 werden etwa 375 Millionen Menschen jährlich an den Folgen des Klimawandels leiden und auf internationale Not- und Katastrophenhilfe angewiesen sein. Das entspricht laut der Studie "The Right to Survive" der Hilfsorganisation Oxfam einem Zuwachs von 54 Prozent. Der Bericht wurde einen Tag vor dem Treffen der Umweltminister der G8-Staaten im italienischen Syrakus veröffentlicht. Fortschritte für ein neues Klimaschutzabkommen werden dennoch nicht erwartet.

Eine erste sichtbare Folge sieht die Organisation in den Slums der indischen Großstadt Mumbai: 2005 starben dort um die 900 Menschen bei einer Überschwemmung.

Laut dem Bericht muss die weltweite Katastrophenhilfe an die Folgen des Klimawandels angepasst werden, um nicht völlig überfordert zu werden. Für Robert Lindner, Koordinator für humanitäre Kampagnen bei Oxfam Deutschland, reagiert das internationale Hilfssystem viel zu langsam und oft nur unzureichend auf Naturkatastrophen. Er fordert eine Aufstockung der finanziellen Mittel von umgerechnet 10,87 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf mindestens 31,4 Milliarden bis 2015. (APA/red)

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Oxfam

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