derStand.punkt

"Man darf alles sein, nur nicht arm"

20. April 2009, 23:00
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    Die Sendereihe derStand.punkt ist eine gemeinsame Produktion von OKTO und derStandard.at

Die Diskussion derStand.punkt widmete sich diesmal dem Thema "Endstation Armut - Sozialstaat in der Krise?" - Das Video

Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Und dennoch leben eine Million Menschen trotz Erwerbstätigkeit an oder unter der Armutsgefährdungsschwelle. Fast eine halbe Million Menschen leben in manifester Armut. "Ist etwas faul im Sozialstaate Österreich?" Diese Fragen stellten sich Moderatorin Anita Zielina und ihre Gäste bei der dritten Diskussionsrunde von derStand.punkt auf okto und derStandard.at.

Martin Schenk, Sozialexperte der Armutskonferenz, bemerkte eine zunehmende Verunsicherung der Menschen durch die Wirtschaftskrise, stellt aber auch fest, dass bereits in den letzten Jahren die Anzahl der Menschen in prekären wirtschaftlichen Situationen zunehmend ist. Seit Ende der 90er-Jahre sei zu beobachten, dass höhere Bildung nicht unbedingt ein Garant für stabile wirtschaftliche Lebensumstände sei.

Alleinerzieherinnen, MigrantInnen

Die Gruppen, die allerdings am stärksten an Armut leiden, seien nach wie vor Alleinerzieherinnen, MigrantInnen und weniger Gebildete, weiß Verena Fabris, Sozialexpertin der Volkshilfe Österreich. Sie plädiert dafür, vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht auf die Ärmsten zu vergessen, und die Idee der "Sozialmilliarde" wieder aufzugreifen.

Armut sei aber nicht nur ein wirtschaftlich, sondern auch ein soziales Problem. In "Leistungsgesellschaften" würden arme Menschen als Versager stigmatisiert. "Man darf in Österreich alles sein, nur nicht arm", zitiert die Moderatorin Zielina eine Frau, die sie gerne als Betroffene in der Sendung zu Wort kommen lassen hätte, die aber aus Scham nicht öffentlich auftreten wollte. Armut als Tabu.

Grundsicherung nötig

Martin Haiderer, Geschäftsführer der Wiener Tafel, sieht einen Lösungsansatz in der Verstärkung von Bildungsmaßnahmen und Frühförderung, was vor allem auch der Gruppe der MigrantInnen zugute kommen könnte. Auch in zweiter und dritter Generation blieben sie nämlich nach wie vor eine gefährdete Gruppe.

Für eine Grundsicherung traten alle Diskutierenden ein. Einig war man sich auch darin, dass die Regierung Geld in die Hand nehmen müsse, "für diejenigen Gruppen, die in den bisherigen Konjunkturpaketen bisher einfach vergessen wurden." (red)

Info

Die crossmediale Co-Produktion derStand.punkt ist zeitgleich auf Okto und derStandard.at zu verfolgen sein. Meinungen und Kommentare, die während der Sendung auf derStandard.at gepostet werden, sind live während der Sendung eingeblendet.

derStand.punkt wird jeden vierten Montag im Monat, jeweils um 20.30 Uhr, live auf derStandard.at und Okto zu sehen sein, bei der Moderation wechseln sich Manuela Honsig-Erlenburg und Anita Zielina ab.

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Posting 1 bis 25 von 639
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johann potakowskyj
 
00
interessant ist

das man immer kathegorien der armut findet, wenn man darüber spricht.
wenn man arm ist, ist es immer ein einzelschicksal, dass keinen schert.

Al Yankovic
13
22.4.2009, 11:55
liebe posterInnenen und -er...

ich möchte bitte daran erinnern, dass armut nix mit arbeislosigkeit zu tun haben muss... armut trotz arbeit und sich eine soziale integration "nicht mehr leisten können" sind keine seltenheit mehr... und auch ein dickes minus am konto kann trotz gehaltscheck den kühlschrank leer halten... und wenn die alle in einer statistik auftauchen würden... die waagschale zeigt gen' süden.

Mescalito
00
21.4.2009, 23:44
Quadruple!

Meine 1u2 sind weg,,,

Trotzdem hätt ich gern Auskünfte, wenn ich was frag

Mescalito
00
21.4.2009, 23:42
Tripleposting!!!

Ich hab jetzt echt noch keine Definition von Armut.

Könnte daran liegen: Ich bin auch mit 00Euro reich!

Sire de Vienne
63
21.4.2009, 23:35
Arm sind die Reichen...........

denn sie laufen Gefahr in diesem Land, vom linken Pöbel enteignet zu werden!

leitfaden
00
22.4.2009, 12:53
mah - oam!

Susi Stattnam
01
25.4.2009, 11:24
nein

MAO - arm.

Mescalito
00
21.4.2009, 23:11
Doppelposting!

An manche User:

Bitte überdenkt eure Definition von Armut!

Mescalito
01
21.4.2009, 22:47
Geh bitte!

Wenn ich da so lese, was gepostet wird, möcht ich gleich Auswandern.
Oder viel schlimmeres wird passieren!

Manche sollten sich ihre eigene Armutsdefinition überlegen:

Geld entspricht nicht Reichtum!

Ich würd vielen Postern gern 1 000 000 000 schenken:

Reich wären die in meinen Augen dann trotzdem nicht!

Der Mann
21
21.4.2009, 22:43
für alle ...

... die zu blöd zum selber denken sind.

mit 1000 euro im monat ist man arm. punkt.
da gibts nix zu diskutieren oder herumzumeckern von wegen sozialschmarotzer, etc.

miete 400 euro
gas/strom 100 euro
fressen 250 euro
investitionsrücklage für möbel,zähne,etc 100 euro
da ist noch kein auto oder soziales leben dabei.

wenn irgendwer jetzt noch immer irgendwelche iditotischen argumente anbringen möchte dann bitte - manche verstehens wohl nie!

Helmut-S
12
22.4.2009, 11:41
Ich kann...

...für 400EUR Miete wohnen, da brauch ich aber keine 100 für Gas und Strom. Monatliche Stromrechnung sind 18EUR, Heizung/Warmwasser 30EUR in meiner 40sqm.

Dafür ist "Fressen" mit 250 eher konservativ.

Trotzdem geht sichs nach ihrer Definition aus, bleiben noch 150EUR im Monat, das reicht für Handy, Internet, öffentlichen Verkehr und bissi Taschengeld.

Sobald zwei Leute sich eine Miete teilen, wirds mit 1000 sogar recht akzeptabel.

Mescalito
00
26.4.2009, 04:09
Gutes Beispiel

Sie wollen doch nicht das ganz Ö arm ist oder sich auf a "Packl" haun muss!

Der Österreicher
00
21.4.2009, 22:39
FSK
33
21.4.2009, 21:06

Alleinerzieher/innen sind das ja meistens nur auf dem Papier, weil das sehr oft Vorteile bringt.
Ich kenne einige davon.

Wäre auch interessant ob bei der Berechnung Unterhaltszahlungen berücksichtigt werden.

Harry Y.
 
00
21.4.2009, 22:43
"meistens": na warum nicht gar!

Unsinn.

Mescalito
00
21.4.2009, 23:32
Bitte um Definition

von Alleinerzieher/Innen, wenn schon so zerpflückt wird

fabrikant
00
21.4.2009, 21:04

Eventuell sollte man nicht von den Leistungsträgern umverteilen - sondern lieber die Sozialtransfers anpassen, damit Arbeitenzugehen wieder ein wenig attraktiver wird.

Harry Y.
 
03
21.4.2009, 22:49
Man sollte auf jeden Fall die Privatmieten 'anpassen'.

Sodann sollte man die Sozialtransfers (äh welche meinen Sie?) an einen menschenwürdigen Standard, d.h. einen Grundeinkommen, und an andere in der EU anpassen.
(Aber das interessiert selbst in normalen Zeiten in diesem Lande keinen. Hauptsache keine Vermögenssteuer, Stiftungen u.a.)

Sponge Bob
25
21.4.2009, 19:41
MigrantInnen sind besonders betroffen?

die Gutmenschen behaupten doch immer, das diese Grupper mehr bringt als sie kostet!
Was jetzt?

forest
00
25.4.2009, 14:47
und jetzt...

könnte man über globale Verantwortung nachdenken.

ohne mich
00
24.4.2009, 09:35

zwei sachverhalte gleichzeitig zu denken, überfordert sie schon?!

Harry Y.
 
11
21.4.2009, 22:51
Von Armut.

Dh nicht, dass sie nicht arbeiten, Schätzchen.

I. O.
10
21.4.2009, 21:45
Vor einige Jahren

haben sie mehr gebracht als sie kosteten für Staat....Jedoch im Folge die Abwanderung von Betrieben,und Wirtschaftskriese (weniger Aufträge bei Produktion und Bau!) allererst und härtesten diese Gruppe wurde von Arbeitslosigkeit betroffen... mit Folge steigende Armut.

beos
11
21.4.2009, 22:09

bitte eine Quelle dazu...

I. O.
00
22.4.2009, 08:32
Quellen...

Wenn sie Interesse haben an diese Themen...Bitte nachschauen beiTagesnachrichten: zB.über Auftragrückgänge...Beschäftigungen beim Betriebe, deren Ausländeranteil.
Statistiken (googlen,Staatliche/Archiven ei div. Instituten).Im Realleben umschauen!

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